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Wer ist eigentlich... Tim Burton?


Tim Burton 

Anlässlich der Ausstellung "The World of Tim Burton" in Brühl bei Köln (hier geht's zum Vorabbericht) dachte ich mir, ich versorge euch mal mit einem Special zu meinem vermutlich liebsten lebenden Regisseur. Tim Burton begleitet mich seit der Kindheit, und wie das so oft ist: Dinge, die man als Kind mochte bleiben bei einem. Sein etwas makabrer Stil, die vielen Monster die das Herz trotzdem am rechten Fleck hatten, sie alle waren ein wichtiger Bestandteil meiner Kindheit und Jugend. Auf neue Filme von ihm freue ich mich schon ewig und drei Tage im Voraus, "The Nightmare before Christmas" ist jedes Jahr zum Winterbeginn Pflichtprogramm. Auf nur einen Punkt könnte ich mich gar nicht festlegen. Seine Filme haben für mich immer auch mit Gefühlen zu tun. Das Gefühl verstanden zu werden. Das wundervolle Gefühl, in eine völlig andere Welt abtauchen zu können. Das abenteuerliche Gefühl, in jedem einzelnen Bild etwas Neues entdecken zu können. Dazu kommt dann noch die wundervolle, märchenhafte Musik. Weniger schöne Erinnerungen gibt es natürlich auch. So saß ich pünktlich zu meinem 12. Geburtstag im Kino, um Sleepy Hollow zu sehen. Irgendwas lief damals falsch, denn der Film ist ja eigentlich ab 16. Ich kam völlig fertig aus dem Saal, hatte eine Woche lang Angst vor Monstern unter meinem Bett und verließ noch Jahre später den Raum, wenn Christopher Walken irgendwo zu sehen war (mittlerweile mag ich ihn wieder). Höchste Zeit also, dem guten Mann hier mal ein Denkmal zu setzen. 

Biografie

Timothy "Tim" Walter Burton erblickte am 25.8.1959 in Burbank, Kalifornien das Licht der Welt. Schon in der Grundschule war er von Horror und Sci-Fi fasziniert, hier drehte er auch seinen ersten Super-8 Film. Von 1977 bis 1979 besuchte er das California Institute of the Arts und ließ sich zum Trickfilmzeichner ausbilden. Sein Abschlussprojekt trug den Namen "The Stalk of the Celery Monster". Danach nahm er einen Job bei Disney an. 

Dort arbeitete er an "Cap und Capper" mit. Sämtliche anderen Disneyprojekte mit seiner Beteiligung wurden allerdings nie fertig gestellt. In diesen vier Jahren bei Disney produzierte er weiterhin auch eigene Filme, darunter die Kurzfilme "Vincent" und "Frankenweenie". Nachdem er Disney verließ drehte er seinen ersten Film, "Pee-wees irres Abenteuer". Der Grundstein für die spätere Karriere war gelegt, es folgten Filme wie "Beetlejuice" (1988) und "Edward mit den Scherenhänden" (1990), der erste seiner Filme in denen Johnny Depp mitspielte. 

Oft gewannen seine Filme den Oscar für Szenenbilder, beispielsweise für "Sleepy Hollow" (1999) oder "Sweeney Todd" (2007). Ebenfalls 2007 wurde ihm bei den Filmfestspielen von Venedig der Goldenen Löwe für sein Lebenswerk verliehen. 2009 eröffnete im New Yorker Museum of Modern Arts die Ausstellung "The World of Tim Burton", in der tausende seiner gezeichneten Bilder erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Für Disney dreht er 2010 "Alice im Wunderland", der Oscars für die besten Kostüme und das beste Szenenbild einfährt. Obwohl der erste in 3D gedrehte Film von Tim Burton als weltweit erst fünfter Film die Grenze von einer Milliarde US-Dollar überschreitet, findet er bei Kritikern wenig Anklang. 2016 startet die Fortsetzung im Kino, allerdings nicht unter der Regie von Tim Burton. Sein letzter Film, "Big Eyes" (2014) beschäftigte sich mit der Künstlerin Margaret Keane, von der er selbst einige Bilder besitzt. Für Disney arbeitet er momentan an der Realverfilmung von "Dumbo", die für 2017 geplant ist. Inwieweit sich sein ganz eigener Stil auch hier durchsetzen wird bleibt abzuwarten.

 

Filmografie

2017: Dumbo
2016: Miss Peregrin's Home for peculiar Children
2014: Big Eyes
2012: Frankenweenie
          Dark Shadows
2010: Alice im Wunderland
2007: Sweeney Todd 
2005: Charlie und die Schokoladenfabrik
          Corpse Bride
2003: Big Fish
2001: Planet der Affen
1999: Sleepy Hollow
1996: Mars Attacks
1994: Ed Wood
1992: Batmans Rückkehr
1989: Batman
1988: Beetlejuice
1985: Pee-wees irres Abenteuer
1984: Frankenweenie (Kurzfilm)
1982: Hansel and Gretel
          Luau
          Vincent
1979: Stalk of the Celery Monster