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Recap: Game of Thrones 6.3: Oathbreaker

© HBO

Auch die dritte Episode, passend mit "Oathbreaker" betitelt, hält das bisher erfreulich hohe Niveau der sechsten Staffel. Zwischen Flashbacks, Wiederkehrern, alten Bekannten und neuen Gesichtern ereignete sich in dieser Woche so einiges. Verlieren wir also keine Zeit und steigen direkt in die Episode ein. Weiter geht es wie immer mit heftigen Spoilern nach dem Jump Break. 

Recap: Game of Thrones 6.2: Home

© HBO
Die Zeit rast, und wir hatten bereits das Vergnügen mit der zweiten von insgesamt zehn Episoden "Game of Thrones". Erneut haben wir es mit einer extrem kurzweiligen Episode zu tun, in der so einiges passiert ist. Zur detaillierten Besprechung gelangt ihr aus Spoiler-Gründen mit einem Klick unten links in dieser Vorschau. Das ganze Recap wartet dann nach dem Jump Break auf euch. 

Recap: Game of Thrones 6.1: The Red Woman

© HBO
Ja, die Recap-Sektion in diesem Blog liegt furchtbar brach. Und ja, mir tut das in der Seele weh. Aber welcher Zeitpunkt bietet sich besser für eine Reaktivierung an, als der Start der neuen Staffel "Game of Thrones"? Eben. Also, ohne große Umschweife legen wir einfach direkt los, denn es gibt eine Menge zu besprechen. Für alle Neulinge, die bisher immer nur Filmkritiken hier gelesen haben: 

Dieser Beitrag ist schrecklich dunkel und randvoll mit Spoilern! Falls ihr Episode eins der sechsten Staffel noch nicht gesehen habt, dann husch husch, ab mit euch! Danach dürft ihr gerne wiederkommen und den Austausch suchen. 

Alle anderen: setzt euch, nehmt euch ein Glas dornischen Wein. Es hat sich nichts am Aufbau verändert, niemand muss sich umgewöhnen. Also, los gehts. Damit niemand beim drüberlesen gespoilert wird gibt es einen schicken, kleinen Jump Break. Also, bitte einmal klicken.

Media Monday #233

Wir befinden uns offiziell in der Woche, in der "Star Wars Episode 7" startet. Ich werde am Donnerstag Nachmittag im Kino sitzen und bin schon gespannt wie ein Flitzebogen. Das Wochenende habe ich hingehen relativ unspektakulär verbracht. Ein paar Filmkritiken hab ich endlich mal nachgeholt, momentan will ich mir vor allem für den Januar ein paar Sachen schon mal vorgearbeitet haben, damit im potentiellen Arbeitsstress das bloggen nicht ganz untergeht. Ansonsten ist das Wetter wenig einladend, und so habe ich eine ganze Menge Papierkram sortiert damit es nach Weihnachten ohne Probleme in die Schweiz gehen kann. Die Aufregung wächst beinahe täglich! Aber erstmal sind die Fragen von Wulf dran, man muss ja auch mal wieder runterkommen. 

1. Mit eines der schönsten Dinge, das mir durch mein Blog widerfahren ist war die Teilnahme an der Pressekonferenz zur Tim Burton Ausstellung in Brühl. Nicht nur war es total cool weil es meine erste Pressekonferenz war und ich die Ausstellung vor der Eröffnung besuchen durfte, Mr. Burton selbst war anwesend. Ich saß total aufgeregt im Saal und musste mich echt zusammenreissen um nicht hysterisch loszulachen. Da hat das innere Fangirl echt einen guten Kampf geliefert. Ansonsten war ich auch mächtig stolz als das erste Rezi-Exemplar dann im Briefkasten lag. Fühlt sich schon irgendwie gut an. Und natürlich sind auch die neuen Kontakte zu Lesern und anderen Bloggern wirklich klasse. Es tut sooo gut unter Gleichgesinnten zu sein, die einen im Idealfall nicht schräg anschauen und Filmvorlieben mit "is doch ein Kackfilm" abtun. Es gibt schon genug negatives im Leben, da tut so eine Luftblase voller Positivität echt mal gut. Ganz klar, bloggen ist das Beste was ich je angefangen hab. Und bei der Jobsuche war es auch überaus hilfreich, zumindest wenn der potentielle Arbeitgeber einsieht dass hier auch eine Form von Journalismus stattfindet. Ich kann jedenfalls sagen: ohne meinen Blog hätte ich meinen zukünftigen Job wohl nicht bekommen.

2. So authentisch, wie Eddie Redmayne in "Theory of Everything" eine so lupenreine Imitation von Stephen Hawking dargestellt hat, gehört schon anerkannt. Ich erinner mich noch wie einige sich danach aufgeregt haben, von wegen das wär alles Oscar-Beute und der Junge hätte kein Talent und weiß der Geier. Schätze die haben einen anderen Film gesehen, anders kann ich mir solche Missgunst mittlerweile echt nicht mehr erklären. Aber da sind wir schon wieder bei dieser Negativität und diesem ganzen "ich bin voll dagegen" Getue.

3. Während man sich die Fortsetzung(en) zu ziemlich vielen Filmen getrost hätte schenken können, hätte ich viel lieber mal einen Nachfolger zu "Firefly" gesehen, schließlich war eine Staffel und der abschließende Film einfach nicht genug. Too soon!

4. Ja, irgendwie weihnachtet es ja doch so langsam. Wenn ich mir dann doch mal einen Weihnachtsfilm anschauen würde/müsste/wollte, fiele meine Wahl wohl auf "Tatsächlich Liebe". Kein Weihnachten geht ohne, schon seit Jahren nicht. "Kevin allein Zuhaus" ist auch irgendwie Pflicht wenn die Familie in der Nähe ist. "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" find ich auch ganz toll, und natürlich "Das letzte Einhorn". Mit "Tatsächlich Liebe" gehe ich auch meinem Freund nun schon das vierte Jahr auf die Nerven und er weigert sich standhaft, aber dieses Jahr krieg ich ihn dran. Er schaut nämlich seit kurzem "The Walking Dead" und eine der Hauptfiguren spielt ja bei "Tatsächlich Liebe" mit. Einmal im Jahr kann man sich schon gemeinsam irgendeinen romantischen Film ansehen, wir machen das sonst nämlich echt nie, da bin ich pflegeleicht. Muahahaha!
Rick Grimes jagt Keira Knightley...oder so © UIP
5. Bewusst vor dem Kinostart von Star Wars VII gestellt: Mein persönliches Kino-/Film-Highlight 2015 kann ich so aus dem Stehgreif echt nicht sagen. "Mad Max: Fury Road" war der pure Wahnsinn. "Sicario" hat mich ebenfalls schwer beeindruckt. Aber da waren so viele Filme, ich muss mir die Tage da echt mal Gedanken zu machen. 

6. Bei der Kürze der Tage und der ständigen Dunkelheit könnte man ja beinahe missmutig werden. Nichts heitert mich aber zuverlässig jedes Mal auf, denn ich bin von Haus aus ein richtiges Winterkind. Ich liebe es, wenn es draußen dunkel ist. Dann wird sich eingekuschelt und mit Schatz Serie gesuchtet bis zum umfallen. Oder ich kuschel mich alleine ein und lese. Dazu eine heiße Tasse Tee und ich bin zufrieden. Und im Dunkeln behalte ich auch die Außenwelt immer besonders im Auge, denn sobald der erste Schnee fällt bin ich ratzfatz draußen um Schneeflocken zu fangen. Und wenn so richtig viel Schnee liegt gibt es nichts besseres als nachts draußen zu sein um überall Schneemänner zu bauen. Außerdem ist es schön kalt und ich liebe das. Minusgrade halten mich nicht auf, im Zweifelsfall zieh ich vier Schichten Kleidung an. 
Paradies: Nördlich der Wall in "Game of Thrones" © HBO
7. Zuletzt habe ich Ausmalbilder für mich entdeckt und das war übelst beruhigend , weil man dabei in einen ganz eigenen Flow gerät und sich echt extrem entspannen kann. Ich hab mich da ja bisher immer ein bisschen drüber lustig gemacht, aber verdammt, das funktioniert echt. Jetzt suche ich nach schicken Malbüchern. Chillen kommt damit auf eine ganz neue Ebene, solltet ihr dringend ausprobieren wenn ihr Stress habt. Als Kontrastprogramm hab ich zuletzt "Mission Impossible 5 - Rogue Nation" geschaut. Musste dann erstmal so 20 Bilder ausmalen um wieder runterzukommen. 

Und das war es auch schon wieder. Ich hoffe ihr startet gut in die Woche, lasst euch nicht zu sehr stressen und erreicht, was ihr euch so vorgenommen habt. Und falls ihr, wie ich, "Star Wars" schon in dieser Woche anschauen geht hoffe ich dass der Film euch nicht enttäuscht :)

Veranstaltungstipp: German Comic Con in Dortmund, 5./6.12.2015


Heute hab ich mal wieder einen Veranstaltungstipp für euch. Anfang Dezember, genauer gesagt am 5. und 6.12. findet in der Dortmunder Westfalenhalle die "German Comic Con" statt. Nicht dass ihr jetzt durcheinander kommt, es handelt sich dabei um einen anderen Veranstalter als bei der "Comic Con", die 2016 dann in Stuttgart stattfinden wird. Aber konzentrieren wir uns auf Dortmund, denn de facto handelt es sich hier um die erste Comic Con in Deutschland.  Schauen wir uns also mal an, was geboten wird, denn für ein erstes Mal, und das kann man nicht anders sagen, wird hier verdammt fett aufgetischt. 

Ihr habt ein Faible für Comics und wollt gerne mal die Zeichner hinter euren Lieblingswerken treffen? Kein Thema, Ariel Olivetti (Punisher, Batman), John McCrea (Hitman, Spider-Man), Ingo Römling (Malcolm Max, Star Wars) und Felix Mertikat (Steam Noir) sind nur ein paar der angekündigten Gäste. Die komplette Übersicht gibt es *hier*.

Falls ihr lieber auf Darsteller aus eurer Lieblingsserie treffen wollt, dann könnt ihr euch ebenfalls glücklich schätzen. Rory McCann, besser bekannt als der Hound, aus "Game of Thrones" mal die Hand schütteln, oder doch lieber mit Trip von den Agents of S.H.I.E.L.D. (B.J. Britt) über Lola fachsimpeln? Kein Thema. James Marsters (Spike aus einer meiner liebsten Serien, "Buffy") wird anwesend sein, ebenso werden die Fans vom "Hobbit" und "Arrow" durch die Anwesenheit von Manu Benett beglückt. Fans gepflegter Zombie-Action dürfen sich auf Laurie Holden freuen, die sich als Andrea in "The Walking Dead" mit den Untoten auseinandersetzt.
James Marsters als Spike in der Serie "Buffy" © The WB
Was wäre eine Convention ohne Cosplayer? Jedenfalls um einiges langweiliger, das ist klar. Für die ganz engagierten unter euch wird es natürlich einen Wettbewerb geben, außerdem sind ein paar ganz Große aus der Szene anwesend. Jessica Nigri aus den USA wird vorbeischauen und in der Jury des Cosplay Contest sitzen, ebenso ist Kamui aus Deutschland vor Ort. Besonders auf Kamui freue ich mich persönlich total, ich konnte auf der Fantasy Basel schon ihre tolle Arbeit bewundern, und sie ist darüber hinaus auch noch echt sympathisch. 

Falls ihr eure Nase lieber in ein gutes Buch stecken wollt gibt es eine Leseecke, und es werden auch ein paar Autoren anwesend sein. Verena Klinke, die "Steam Noir" mitbetreut wird Rede und Antwort stehen, Clara Lina Wirz und Alex Jahnke werden ihr "Steampanoptikum" vorstellen. Ihr merkt, wenn Steampunk euer Ding ist, dann seid ihr hier bestens aufgehoben.

Eine Übersicht über alle Gäste (die Liste ist nämlich noch lange nicht vollzählig!) könnt ihr *hier* finden.
Rory McCann als Sandor "The Hound" Clegane in Game of Thrones © HBO
Wer sein Geld, so wie ich, gerne mal für wundervolle Dekoartikel jedweder Form ausgibt, der wird in einer Shopping-Area sein Glück finden. Die Veranstalter versprechen auch eine Menge importierte Waren, besser also man fängt schon mal an zu sparen. Daneben wird es natürlich auch weitere Events geben, die auf einer Convention nicht fehlen dürfen. Panels (zu denen der Zutritt im Eintrittspreis enthalten ist), Workshops, Autogrammstunden mit den Stars, die Möglichkeit ein gemeinsames Foto zu ergattern, sogar mit ausgestellten Filmrequisiten wird geworben. 

Wer sich lieber anderweitig unterhalten lassen möchte kann sich die Wrestling Show von "Westside Xtreme Wrestling" anschauen. Fans von "Zurück in die Zukunft" dürfen eine DeLorean Replik bewundern und auch K.I.T.T., der eigentliche Star aus "Knight Rider" wird für Fotos bereitstehen.

Ihr seht also, es wird einiges geboten. Wie sieht es bei euch aus? Werdet ihr anwesend sein? Worauf freut ihr euch am meisten? Und welchem Darsteller wolltet ihr schon immer mal die Hand schütteln? Packt es in die Kommentare!

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Alle notwendigen Infos zur Anreise, zu den verschiedenen Tickets und zubuchbaren Extras findet ihr *hier*.

Media Monday #221


Nachdem ich in der ganzen letzten Woche mehr oder weniger eine kleine Auszeit vom Internet genommen hab, starten wir in dieser Woche hoffentlich durch. Erstmal werde ich wohl Kommentare der letzten Woche noch nachholen müssen, aber dann! Without further ado gehen wir am besten Mal in medias res und kümmern uns um die Fragen von Wulf.

1. Als ich mir einen Totoro in Japan bestellt habe und sah, dass die Lieferung zwischen 1,5 und 3 Wochen brauchen wird wurde ich unruhig. Nachdem 1,5 Wochen vorbei waren (tatsächlich ist er genau vor 2 Wochen verschickt worden) behalte ich den Briefkasten jetzt ganz genau im Auge. Ab Mitte der Woche werd ich vermutlich den Scott Pilgrim geben.
Genau so wird gewartet © Universal
2. Sollte es jemals Teleportation geben, werde ich postwendend die Welt bereisen.

3. Bei "Fear the Walking Dead" bleibt zumindest alles beim Alten, schließlich sind die Figuren einfach nur strunzdämlich. Ich hoffe sie werden alle gebissen.

4. Mein leider nur sechs Wochen dauerndes Praktikum in London war eine unglaubliche Erfahrung, einfach weil ich eine Menge gelernt habe. Und weil sechs Wochen London nicht annähernd ausreichend sind um die Stadt zu erleben. Ich hatte vorher schon ein paar Urlaube dort, aber es gibt unendlich viel anzuschauen. Leider vermisse ich den UK an sich sowieso ganz schrecklich und würde am liebsten permanent dort leben. Dann könnte ich bequem zwischen England, Wales, Schottland, Irland und Nordirland herumreisen. Sie sind alle so besuchenswert!

5. Obwohl ich ja "Game of Thrones" an sich auch mag , bin ich ja der Meinung, dass 12 Emmys ein klein bisschen übertrieben sind. So geil war Staffel 5 nun wirklich nicht, ich hab mich mehr aufgeregt als alles andere. Und wofür Peter Dinklage jetzt alle zwei Jahre ausgezeichnet wird, wenn da gefühlt 145 talentierte Schauspieler rumrennen weiß ich auch nicht. 

6. Alles in allem bin ich froh, dass Jenna Coleman nach der neuen Staffel "Doctor Who" aussteigt, denn immerhin geistert diese nervige Person da schon viel zu lange rum. Jemand sollte Donna zurückbringen, sie und Missy würden den Doctor sicher gut in Schach halten.

7. Zuletzt habe ich den Starter-Artikel für den "Horrorctober" vorbereitet und das war doch etwas mehr Arbeit , weil Recherchen zu gleich 13 Filmen auf einmal doch etwas Zeit in Anspruch genommen haben. Aber es wird hoffentlich ganz gruselig.

Media Monday #219


Neuer Montag, neuer Start in die Woche, neues Glück würd ich mal sagen. Wie gehabt starte auch ich mit den sieben neuen Fragen vom Medienjournal.

1. Sollte ich jemals Opfer eines Verbrechens werden, würde ich mir wünschen, dass Castle mit dem Fall betraut wird, schließlich könnte ich den selbst nach meinem Ableben als Poltergeist noch heimsuchen. Huuuuuuh!
Würde ich als Geist heimsuchen: Castle © ABC
2. Nachdem David Duchovny die Serie "Akte X" (aus welchem Grund und wie auch immer) verlassen hatte war das ganze einfach nur noch sinnlos. Nicht dass ich Gillian Anderson nicht anbeten würde, aber irgendwie... nee, das war nicht gut. Ich hab dementsprechend hohe Erwartungen an die bald kommende Fortsetzung mit den beiden.

3. ____ war regelrecht verstörend, denn ____ . Mir fällt nix ein. Ich informier mich immer wenigstens ein bisschen und konnte bisher immer noch abschätzen ob ich einen Film wirklich sehen will. Was mich allerdings momentan außerhalb der schönen Filmwelt verstört sind die ganzen Vollidioten die nix besseres zu tun haben als gegen Flüchtlinge zu hetzen. Möge sie der Blitz beim scheissen treffen.

4. "A Song of Ice and Fire" als eine dieser viel gepriesenen Bücher-Reihen gefiel mir beim ersten Mal so gar nicht. Da war ich 17 und mein damaliger Freund schwärmte mir von den Büchern vor. Ich begann zu lesen und war massiv angewidert. Alle paar Seiten wird jemand ermordet und/oder vergewaltigt. Erst als die Serie anlief und mich ziemlich begeisterte gab ich auch den Büchern eine Chance. Und der Funke sprang endlich über. Auch wenn ich jetzt meine Zeit damit verbringe auf das neue Buch zu warten...

5. Für mich persönlich ist derzeit insbesondere Netflix Garant für allerbeste Serienunterhaltung, schließlich läuft dort "House of Cards", "Sense8" , "Daredevil" und ganz aktuell "Narcos". Hab ich zwar erst angefangen, aber verdammt, das ist spannend.

6. Michael Fassbender lässt sich nur schwierig in eine Schublade stecken, immerhin spielt der Mann einfach alles. Immer. Und er ist immer grandios. Drama, Western, Komödie, Action... auf den Film in dem er mich nicht überzeugt warte ich vermutlich noch viele Jahre.
Putzige, knuffige Totoros. Und Minimenschen © Universum Film
7. Zuletzt habe ich mit "Mein Nachbar Totoro" und "Prinzessin Mononoke" den Wiedereinstieg in die Werke von Studio Ghibli gewagt und das war eine richtig abenteuerliche Reise , weil die Filme nicht unterschiedlicher sein könnten von der Geschichte her, beide mich aber dermaßen fasziniert haben dass ich jetzt ganz dringend noch viele weitere Filme sehen muss. Richtig zauberhaft. Ich hab außerdem das Gefühl dass hier in Zukunft mehr Merchandise einziehen wird. Mein aufrichtiger Dank geht an meinen Freund, der das Zusammenleben mit einem Fangirl meisterhaft absolviert und mitmacht wo es nur geht :D 

Blogparade: Best Heroines – Top 10 der besten starken Frauenfiguren in Film und TV

Die singende Lehrerin ruft mal wieder zur Blogparade auf, und selten hat mir ein Thema mehr zugesagt als dieses. Nun hänge ich mich ja unglaublich gerne am Begriff" starke Frauenfigur" auf. Die wenigsten würden auf die Idee kommen, irgendeine männliche Figur als "stark" zu bezeichnen. Sicher, man kann argumentieren dass dahinter nur "gut geschrieben" steckt, aber ist es nicht unfassbas bitter, dass "gut geschrieben" ein Kriterium ist, das eine weibliche Rolle aus dem Einheitsbrei heraushebt? Gut geschrieben Figuren sollten keine Besonderheit sein, sondern etwas selbstverständliches, auf allen Seiten. Ich möchte mehr sehen als "nur" eine "starke" weibliche Figur. Da ich bis zu diesem Zeitpunkt aber vermutlich noch ein bisschen warten muss, gibt es nun eben meine 10 liebsten, gut geschriebenen Frauenfiguren aus Film und TV. Hier ein Ranking zu veranstalten fällt mir enorm schwer, denn mit einigen dieser Figuren verbinde ich sehr viel persönliches. Andere begeistern mich einfach so, und beides gegeneinander antreten zu lassen ist ja nun nicht ganz fair. Ich präsentiere also mein nicht näher geordnetes Sammelsurium an Frauenfiguren, die ich großartig finde.

Seid jedoch vor milden Spoilern gewarnt!

 Imperator Furiosa - Mad Max: Fury Road
© Warner Bros.

Tja, keine Blogparade über tolle Frauenfiguren ohne die Imperatorin! Charlize Theron als Furiosa hat mich im Kino schlichtweg umgehauen. Furiosa macht ihr Ding und zieht das durch. Allein oder als Teamplayer, aber niemals nur als nettes Anhängsel für irgendwen. Ihr widerspricht man einfach nicht. Sie ist aber nicht so extrem auf "überkrasse Frau die vor lauter Ärsche treten vergisst wie man fühlt" getrimmt. Sie darf Verzweiflung zeigen, aber eben auch Wut. Sie ist vielseitig, und irgendwie fehlen mir da auch einfach ein bisschen die Worte. 

 Brienne of Tarth - Game of Thrones
© HBO

Brienne ist in der schrägen Welt von "Game of Thrones" noch sonderbar. Eine Frau, die einen "Männerjob" machen will. Die darin verdammt gut ist. Die dafür von zahlreichen Kerlen fertig gemacht wird. Doch Brienne lässt sich nicht unterkriegen, sie ist tapfer, loyal, mutig. Sie kämpft für die Dinge, an die sie glaubt, und für die Leute, die sie unterstützenswert findet. Sie macht ihr Ding, und sie ist meine absolute Favoritin innerhalb der Serie.

 Buffy Summers - Buffy the Vampire Slayer
©The WB

Joss Whedon hat die Sache mit den Frauen raus. Mit Buffy präsentierte er uns schon in den 90ern eine Serie, bei der eine weibliche Protagonistin im Fokus stand. Ungewöhnlich. Dann hat Buffy auch noch Vampire und Dämonen gejagt, und manch einer findet ja auch heute noch, dass das eher "Männerarbeit" sei. Hab ich schon erwähnt dass sie zu Beginn der Serie 15 ist? Die meisten Leute haben mit 15 andere Dinge zu tun. Buffy entdeckt ihre Kräfte, rettet mehrmals die Welt und geht nebenbei zur Schule, kümmert sich um ihren vielseitigen Freundeskreis und die Familie. Für mich war sie ein großartiges Vorbild in meiner Jugend, und momentan arbeite ich mich nochmal durch die ganze Serie. Und was soll ich sagen? Es ist immernoch wundervoll, wie das Wiedersehen mit alten Bekannten. 

 Claire Underwood - House of Cards
©Netflix

Zu "House of Cards" kam ich wegen Kevin Spacey. Und ja, er macht einen Wahnsinnsjob, so wie immer. Doch die wirkliche Überraschung kam in Form von Robin Wright als Claire Underwood. Claire steht ihrem Mann in nichts nach. Sie verfolgt ihre eigenen Ziele, und sie zeigt Zähne, wenn es nötig ist. Sie ist Francis völlig ebenbürtig, und wenn er diese Tatsache mal vergisst, dann hat das für ihn Konsequenzen. Und doch verbirgt sich unter dieser stahlharten Schale noch viel mehr. Die Szenen mit Adam zeigen dies, aber auch der Moment in Staffel 2, wo sie auf dieses Monster aus ihrer Vergangenheit trifft und kurzzeitig zusammenbricht.Claire Underwood ist keine Frau, die von irgendeinem Mann besessen wird. Sie macht ihr Ding. Wenn das in einer Partnerschaft am besten funktioniert, dann so. Ansonsten eben anders. Und hab ich schon erwähnt, dass ihr Kleiderschrank unfassbar ist? Gebt dieser Frau Preise für die besten Outfits, bitte!

 Hermine Granger - Harry Potter
© Warner Bros.

Hier aufzuzählen was Hermine alles erreicht hat in ihren sieben Jahren in Hogwarts würde in einer Endlosliste resultieren. Beschränken wir uns also auf das Wesentliche. Hermine ist verdammt clever, und sie spielt das niemals herunter. Da können ihre Mitschüler jahrelang dumme Kommentare raushauen. Sie engagiert sich sozial. Sie steht für Gerechtigkeit ein, und sie ist für ihre Freunde da. Dass Emma Watson selber ganz nach ihrer bisher bekanntesten Rolle kommt macht mich dabei direkt doppelt glücklich. 

 Ellen Ripley - Alien
© 20th Century Fox

Über Ripley muss man nun wirklich kein einziges Wort mehr verlieren. Wenn ihr "Alien" bisher nicht gesehen habt, dann holt diese Bildungslücke (und ich hasse dieses Wort, aber in diesem Fall geht es nicht anders) einfach schnellstmöglich nach und bewundert die Mutter aller grandiosen, Hinterteile tretenden Bossladies. Außerdem half Sigourney Weaver mir mit ihren wundervollen 1,80m Körpergröße durch diese beschissene Phase in der Schule, in der man als Mädchen für so eine Größe gemobbt wird. Wenn Ripley groß sein kann, dann kann ich das verdammt nochmal auch. Mein 13 Jahre altes Ich ist Ripley dafür bis heute dankbar.

 M - James Bond
© Sony Pictures

M leitet einen ganzen Geheimdienst und hat die Sache ziemlich gut im Griff. Dass sie Ärsche treten könnte, wenn sie wollte, bezweifle ich nicht. Doch bei ihr regelt vor allem der Verstand. Ganz davon abgesehen strahlt sie eine unglaubliche Autorität aus. Dafür muss sie niemals herumbrüllen oder so. Ein wunderbares Beispiel für großartige Frauen in Führungspositionen :)

 River Song - Doctor Who
© BBC

River Song hatte mich vom ersten Moment an in ihren Bann gezogen. In "Silence in the Library" taucht sie auf, und es ist direkt klar: sie kennt den Doctor. Aber er kennt sie nicht. Was war da los? Als Matt Smith dann übernahm tauchte sie häufiger auf. Doch das Ausmaß ihrer Geschichte, das war noch eine ganze Weile lang unbegreiflich. Und als es aufgelöst wurde war es immernoch eine gigantische Angelegenheit. Und tragisch. Oh, so tragisch. 

Aber River ist nicht die Person, die sich runterziehen lässt. Sicher, manche sind genervt von ihrer Flirterei. Ich fand das immer recht amüsant, bringt es den Doctor doch permanent in Verlegenheit. Mit Aliens kommt er wunderbar zurecht, aber diese eine Frau, die überfordert ihn. Doch sie kennt seinen wahren Namen, und sie ist clever. Und mitfühlend. Ziemlich frech. Mit dem Herzen am rechten Fleck. River Song ist wundervoll, und ich würde mir ein Wiedersehen mit ihr wirklich aus tiefstem Herzen wünschen.

 Dana Scully - Akte X
© Fox

Hauptsächlich war sie damals dafür verantwortlich dass ich eine Weile lang Gerichtsmedizinerin werden wollte. Ich glaube, meine Lehrer fanden das damals hochgradig verstörend. Aber Dana Scully hatte mehr zu tun. Aliens, unerklärliche Mysterien und zwischendurch Morde: alles hat sie mit ihrem Kollegen aufgeklärt. Und dann waren da noch die ganzen Normalsterblichen, denen eine Frau beim FBI irgendwie suspekt war. Hat sie alles nicht gestört, und ich persönlich freu mich wie eine Irre darauf, dass momentan an einem befriedigenden Ende für "Akte X" gearbeitet wird. Endlich ein Wiedersehen mit meinen liebsten Agenten!

Sarah Connor - Terminator 2
© Columbia

Landet in einer Kategorie mit Ripley. Terminator sah ich, wie Alien, irgendwann in meiner Jugend zum ersten Mal, und ich war hin und weg. Vorher kannte ich nur diese "netten" Frauen in Filmen, und mal ehrlich, "nett" ist ja ganz nett, aber eben auch irgendwie die kleine Schwester von Scheisse. 
Doch dann tauchte Sarah Connor auf und zeigte mir: Frauen müssen nicht immer nur "nett" sein. Frauen können so viel mehr sein. Sie können stark sein. Sie können kämpferisch sein, für ihre Ziele einstehen. Es muss nicht immer zuckersüß zugehen, es dreht sich nicht immer nur darum wie ein (leider nicht immer nur fiktives) Männerbild sein Weibchen gerne hätte.

Das sind sie also, meine Favoritinnen. Viele andere gehören ebenfalls in diese Liste, aber der Platz hat nicht gereicht. Ist eure Lieblingsfigur mit dabei? Wer hätte eurer Meinung nach noch in die Liste gehört? 

San Diego Comic Con: Highlights Tag 2 + 3

Die Urlaubsvorbereitungen laufen auf Hochtouren, deswegen gibt es heute Tag 2 und 3 als fettes Kombipaket für euch. Macht euch gefasst auf eine Menge Trailer, Fotos und ganze Panels, die ich gestern alle anschauen wollte, aber irgendwie hat der Tag auch nur 24 Stunden. Jemand sollte daran etwas ändern.

Let the Boomstick do the talking - der Trailer zu "Ash vs. Evil Dead

Meine Erinnerungen an "Evil Dead" gehen zurück in die Zeit, in der ich noch 14 oder 15 war und noch mehr Unsinn im Kopf hatte als heute. "Evil Dead" schauen und ultra cool sein gehörte dazu, dementsprechend freue ich mich auf die offizielle Rückkehr meines Jugendhelden.



Black and Blue, God versus Man, Day versus Night - "Batman v Superman" Trailer

Ich weiß gar nicht so recht, was ich zu dem neuen Trailer sagen soll, außer: verdammt, das sieht zu gut aus um wahr zu sein. Ich schaue ja aus Prinzip schon eh alles an, was DC so fabriziert, aber der Funke wollte bisher nie so recht überspringen (The Dark Knight mal ausgenommen). Aber das hier? Selten hab ich so einen stimmigen Trailer gesehen!



Lok'tar Ogar - erste Charakterposter zu "Warcraft"

Ich habe meine Bachelorarbeit über "World of Warcraft" geschrieben, ich spiele WoW seit Release, davor spielte ich die anderen Warcraft-Titel. Geschichten aus dieser Welt auf der Kinoleinwand haben mich also sowieso schon an Bord des Hype-Trains, aber ich will verdammt sein und auf ewig die elende Allianz spielen wenn diese Poster nicht episch aussehen:

© Legendary Pictures
 Oben sehen wir Toby Kebbell als Durotan, unten ist Travis Fimmel als Anduin Lothar.
© Legendary Pictures
Andauernd hungrig - Trailer zu "Fear the Walking Dead"

Ich schaue "The Walking Dead" ja bisher nicht, wobei mir ein richtiger Grund dafür auch nicht einfällt. Eigentlich mag ich ja Zombies. Dementsprechend freu ich mich auf "Fear the Walking Dead". Beide Serien werden getrennt voneinander laufen, Crossover sind nicht geplant. Als Bonus macht Kim Dickens mit, und die Dame verehre ich :D



Ohne Worte - "Star Wars Episode 7 behind the scenes"

Irgendwo da draußen rennen ja noch immer Menschen rum, die irgendwie skeptisch sind was Episode 7 angeht. Falls ihr, ja, genau, IHR, nach diesem Video noch immer skeptisch sein wollt kann euch allerdings auch niemand mehr helfen...


Ihr könnt euch auch direkt das ganze Panel anschauen, bei dem beinahe im Minutentakt grandiose Dinge passieren. Gwendoline Christie neben Carrie Fisher (Brienne und Leia!!!!) sitzen zu haben hat übrigens mein Herz explodieren lassen, Artikel kommen ab sofort aus dem Jenseits:

Der Channel von "Flicks and the City" hat übrigens jeeede Menge Panel der Comic Con im Angebot, von "Suicide Squad" über "Deadpool" bis "Game of Thrones" findet ihr dort Alles. Wirklich Alles. 

Hasserfüllt - erstes Poster zu Tarantinos "The Hateful Eight"

© Weinstein Company
Wer auf der Comic Con anwesend war durfte sich über ganze sieben Minuten Bildmaterial zum neuen Tarantino freuen. Für alle anderen gibt es ein stimmiges neues Poster und die klasse Neuigkeit dass Ennio Morricone persönlich den Soundtrack übernehmen wird.

Endzeitlich - erster Blick auf "X-Men Apocalypse"

 Oscar Isaac hat einen ziemlichen Lauf, würd ich mal meinen. Im kommenden "X-Men: Apocalypse" wird er den titelgebenden Gegner spielen. Und so wird das dann aussehen:
 © Fox


Jetzt seid ihr dran: was war euer Highlight dieser beiden Tage?

San Diego Comic Con 2015: Highlights Tag 1

Für mich herrscht an diesem Wochenende Ausnahmezustand. Am Montag geht es in den Urlaub, und momentan ist in San Diego die Comic Con in vollem Gange. Das bedeutet: täglich News, Infos, Trailer, Teaser und Panel zu allen Dingen, die das Leben so richtig schön interessant machen. Da ich auch dieses Jahr wieder nicht spontan reich geworden bin verfolge ich brav alles von zuhause aus. Vor dem schlafen noch schnell ein Blick auf Twitter geworfen, zum aufwachen erfolgt auch der Griff zum Handy als erstes. Grund genug, euch mit meinen Favoriten zu versorgen. Hier findet ihr jeweils meine Highlights des Vortages, wenn immer möglich mit zugehörigen Videos. 

Fangen wir mit meinen liebsten Briten an. Für dieses Jahr steht leider keine neue Staffel "Sherlock" vor der Tür, aber immerhin wird es ein Weihnachtsspecial geben. Und es wird im viktorianischen Zeitalter spielen, was mich persönlich ja über alle Maßen erfreut. Hier gibt es einen ersten Ausschnitt: 

Und dann ist da noch der Doctor. Die neunte Staffel von "Doctor Who" hat neben einem schicken Trailer auch einen Starttermin bekommen. Am 19.9.2015 gibt es endlich ein Wiedersehen mit unserem liebsten Außerirdischen. Diesmal mit dabei: Maisie Williams, bekannt als Arya Stark aus "Game of Thrones". So wie es aussieht kennen sie und der Doctor sich bereits, es darf also fleißig spekuliert werden wen sie spielen wird. Auch Missy scheint wieder mit an Bord zu sein. 



Um im Serienbereich zu bleiben wenden wir uns doch "Fargo" zu. Promomaterial für die zweite Staffel ist bereits seit vorgestern im Netz unterwegs, also konzentrieren wir uns auf die vermutlich wichtigste Person überhaupt. Die Rede ist natürlich von Bruce Campbell, der in der zweiten Staffel den Präsidenten der USA; Ronald Reagan spielen wird. Campbell ist außerdem vor Ort um seine Serie "Ash vs. Evil Dead" zu promoten. Groovy!
© FX
Auch aus Panem erreicht uns neues Promomaterial. Es gibt einen Teaser zu bewundern, der zwar irgendwie eher an den Anfang eines Musikvideos erinnert und für sich allein gestellt nicht extrem appetitanregend ist. Aber sind wir mal ehrlich, zu diesem Zeitpunkt ist man auf Neuigkeiten aus Panem entweder von Haus aus schon scharf, oder man hat das Interesse schon lange verloren. 


Zuletzt kommen wir zu meinem ganz persönlichen Highlight. Der Schmerz über den Verlust von "Firefly" sitzt immernoch tief, doch zu Beginn des Jahres starteten Alan Tudyk und Nathan Fillion ein kleines, feines Projekt auf Indiegogo. Sie wollten eine Serie drehen über das Dasein von Sci-Fi Serienstars auf Conventions. Das Ganze trägt den passenden Titel "Con Man", und auf der Comic Con gab es einen vier Minuten langen Trailer. Macht euch bereit für vier Minuten voller "oh mein Gott, er/sie macht mit, wie cool!": 

Während Marvel dieses Jahr gar nicht anwesend sein wird und es von "Star Wars Episode 7" kein neues Trailermaterial geben wird, zeigt zumindest DC Präsenz. So wurde gestern bestätigt dass Ben Affleck nicht nur die Hauptrolle im nächsten "Batman" Solofilm spielen wird, sondern sich auch am Drehbuch beteiligt und darüber hinaus Regie führen wird. Man darf gespannt sein wie der erste Solofilm nach "The Dark Knight Rises" aussehen wird. Das Affleck ein talentierter Regisseur ist hat er ja bereits mehrfach bewiesen. 

Was war euer Favorit am Donnerstag? Worauf freut ihr euch in den kommenden Tagen am meisten?

Die Comic-Con kommt nach Deutschland!


Geht es euch in diesen Tagen auch so wie mir? In San Diego steht schon wieder die Comic Con auf dem Plan, und wie jedes Jahr blicke ich sehnsüchtig über den großen Teich und verspreche mir: nächstes Jahr, da fliegst du endlich mal rüber. Für gewöhnlich nehme ich mir dann vor, ganz viel zu sparen, aber bisher ist da nie was draus geworden. 

Doch die Rettung naht, und sie naht bereits im kommenden Jahr. Denn die Comic Con bekommt einen Ableger in Deutschland. In Stuttgart werden vom 25. bis zum 26. Juni 2016 auf dem Messegelände Stars aus Film und Fernsehen, Comiczeichner und zahlreiche andere Highlights anzutreffen sein. Die ersten drei Gäste sind bereits bestätigt, insgesamt sollen um die 30 Stargäste anwesend sein: 
James Marsters, bekannt aus "Buffy"
Nicole de Boer, bekannt aus "Star Trek: Deep Space 9"
Robert Picardo, bekannt aus "Stargate Atlantis"

(nein, ich bin beim Gedanken, James Marsters persönlich gegenübertreten zu können absolut nicht ausgeflippt, auf keinen Fall. Die Nachbarn mussten sich nicht erkundigen ob alles in Ordnung ist!)

Auch die Cosplayer werden voll auf ihre Kosten kommen, es wird Wettbewerbe geben, ein Cosplay-Village wird eingerichtet und am Samstag wird eine große Parade stattfinden. Persönlich finde ich Cosplayer ja immer ganz besonders toll, die Mühe, Arbeit und Detailverliebtheit, mit der viele da zu Gange sind ist echt der Wahnsinn. Ich nehme ja jede Convention mit, die machbar ist, und die Cosplayer sind immer wieder mein absolutes Highlight.

Panini wird mit Comics und Aktionen scheinbar der Hauptvertreter in diesem Bereich sein, macht ja auch Sinn, ist der Verlag doch ein Stuttgarter Urgestein. Messe-exklusive Publikationen, Zeichner und viele verschiedene Aktivitäten locken. Darüber hinaus werden wohl die für Conventions typischen Merchandise-Stände (ich fang besser schonmal mit dem sparen an...), Autogrammstunden, Panels, Ausstellungen und Walking Acts vorhanden sein. 
Immer ein Highlight: Cosplayer
Noch einige persönliche Worte zum Veranstalter: das gleiche Team ist in Deutschland bereits für Events wie die Fed*Con oder auch die Ring*Con verantwortlich, bringt also Erfahrung mit. Als Ring*Con Besucherin der ersten Stunde freue ich mich darüber ganz besonders, denn wenn jemand weiß, wie man ein solches Event auf die Beine stellt, dann ist es dieses Team.

Ja, wenn ihr mehr Infos braucht, dann besucht doch die Homepage: www.comiccon.de. Tickets könnt ihr dort auch schon kaufen, außerdem gibt es natürlich regelmäßige Updates. 

Freut ihr euch auf die Comic Con, und werdet ihr dafür nach Stuttgart fahren? Hinterlasst doch einen Kommentar :)

Recap: Game of Thrones 5.10: Mother's Mercy

So, das war es also mit Staffel 5. Zehn Episoden, ein stetiges Auf und Ab, kulminieren in einem Finale in dem niemand sicher ist. Da es sich um ein Staffelfinale handelt, brechen wir in dieser Woche minimal mit dem Aufbau des Recaps. Natürlich schauen wir, was in der Folge passiert ist, und wir werden Möglichkeiten diskutieren, wie es weitergeht. Danach folgt ein kleiner Rückblick auf die Staffel, und auch die Buchleser werden diesmal nicht ganz an's Ende gequetscht. Denn wenn diese Staffel eines bewiesen hat, dann dass Benioff und Weiss nicht die erhofften Schreibling-Götter sind für die man sie bisher hätte halten können. Aber gehen wir geordnet vor, und verabschieden wir "Game of Thrones" in die wohlverdiente Pause. 
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Während das Thema, welches sich mehr als deutlich durch die Episode zieht, Rache ist, werden wir später noch darüber reden müssen, welche Rolle Vertrauen in dieser Staffel gespielt hat. Manchmal kommt auch beides zusammen, so wie bei Stannis in dieser Woche. Er vertraute Melisandre, doch die Lady in Red muss in dieser Woche einsehen, dass ihr Gott ihr doch nicht so wohl gesonnen ist. Zwar schmilzt der Schnee, doch darunter offenbart sich das ganze Ausmaß des Desasters, welches Stannis heraufbeschworen hat. Die Söldner und generell die Hälfte seines Heeres beschließt, dass man einem Mann der sein eigenes Kind verbrennen lässt, nicht folgen kann. Selyse kann mit ihrer Schuld nicht mehr leben und baumelt tot vom nächsten Ast im Wald. Und Melisandre reitet einfach weg, als grad niemand hinschaut. Desillusioniert, denn offensichtlich ist Stannis nicht der Auserwählte, der die Königreiche vereinen kann. Stannis marschiert zwar mit den restlichen Männern nach Winterfell, wird dort aber von einer absoluten Übermacht in Windeseile zerstört. Als er, dem Tode nahe, an einem Baum lehnt, taucht Brienne auf. Ihr Moment der Rache ist gekommen, und es hilft sicher nicht dass Stannis noch einen blöden Kommentar der Marke "Bolton lässt Frauen für sich kämpfen?" raushaut. Zwar sieht man nicht, wie Stannis stirbt, aber ich gehe einfach mal davon aus dass wir den Möchtegernkönig nicht wiedersehen werden. Brienne steht in der besten Tradition von Ned Stark: sie spricht das Urteil und führt es auch selbst aus, aber sie ist blind für das größere Ganze.

Denn natürlich sorgt diese Szene dafür, dass Brienne nicht mitbekommen hat dass Sansa endlich die Kerze im Turm angezündet hat. Stannis umzubringen (oder auch nicht) mag sich gut angefühlt haben. Renly wird aber trotzdem nicht aus dem Reich der Toten zurückkehren. Und so ist es an Theon, den Tag, oder wenigstens Sansa, zu retten. Myranda konfrontiert sie bei ihrer Flucht, und legt ihr genüsslich ihre Zukunft als Ersatzteillager mit Gebärfähigkeit dar. Sansa fordert Myranda auf, sie umzubringen während wenigstens noch ein kleiner Teil von ihr am Leben ist. Ich behaupte weiterhin dass die ganze "Sansa wird regelmäßig von Ramsay vergewaltigt"-Sache nicht notwendig war, aber es ist minimal beruhigend dass wir als Zuschauer mal erfahren, dass sie von ihrem Dasein wirklich auch innerlich mitgenommen ist. Es ist ein schwacher Trost, aber wenigstens werden die Konsequenzen thematisiert. Allerdings wissen wir nun auch, dass alle Ereignisse in Winterfell letzten Endes dann doch dazu dienten, Theon endlich aus seinem Koma zu reissen, denn ihm platzt gehörig der Kragen. Myranda fliegt kurzerhand von der Mauer, Theon und Sansa springen auf der anderen Seite runter. In die Freiheit oder in den Tod? Wissen wir nicht, werden wir in einem Jahr hoffentlich erfahren. Eine kleine Szene mit Ramsay zeigt dann das Negative an Sansas Flucht: der Typ rennt immernoch lebendig herum.

Auch die andere Stark-Schwester endet mit einem Cliffhanger. Nach einer weiteren unschönen Szene, in der Meryn Trant sich wie der letzte Arsch Mistkerl auf Erden aufführt um uns allen zu zeigen, wie gemein er wirklich ist, macht Arya kurzerhand ein handliches Drei-Gänge-Menü aus ihm. Und mal ehrlich, der Typ....bäh. Letzte Woche sucht er sich ein Mädchen aus, dass zumindest in den Grundzügen an Sansa erinnerte. Und diese Woche erfahren wir, dass ihm so richtig einer abgeht, wenn er junge Frauen schlagen kann. Auftritt Arya, die ihm zeigt dass solches Verhalten Konsequenzen hat. Ihre Rache mag sich gut anfühlen, als sie zum Tempel zurückkehrt wird allerdings klar, dass Jaqen wusste, was sie so treibt. Als Konsequenz stirbt ein Unschuldiger (?) und Arya verliert ihre Sehfähigkeit. Auch hier mag die Rache zunächst ein gutes Gefühl gewesen sein, doch sie kommt mit hohen persönlichen Kosten. Arya war innerhalb der Serie niemals wirklich allein. Gendry war bei ihr, Jaqen, dann der Hound. Doch nun stellt sich heraus, dass auch Jaqen die ganze Zeit Niemand war, und Arya spürt zum ersten Mal, dass sie komplett allein ist.
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Dorne beweist hingegen auch in dieser Woche, dass man sich besser für eine andere Location entschieden hätte. Ich hätte nie gedacht dass ich das mal so festhalten würde, aber: tausendmal lieber wären mir ein, zwei weitere Greyjoys gewesen als dieser peinliche Zirkus. Baby-Sand-Snake darf sich mit einem weiteren lächerlichen Spruch von Bronn verabschieden ("You want a good girl, but you need the bad pussy"? Ernsthaft? Wer zur Hölle schreibt so einen Stuss?), und Mami verabschiedet sich so dermaßen offensichtlich hinterhältig von Myrcella dass selbst ein Blinder erahnen kann, was auf dem Schiff passieren wird. Rückblickend macht dann auch die Szene im Gefängnis Sinn, weil wir nun schon wissen, dass es ein Gegengift gibt, bevor Ellaria dieses in der aktuellen Folge zu sich nimmt. Eine doppelte Erklärung also, wie lieb. Auch Myrcellas Tod wird nicht gezeigt, aber wenigstens kann sie sich vorher mit Jaime unterhalten und klar machen, dass sie weiß dass er ihr Vater ist. Jaime darf dann also tatsächlich seine Tochter im Arm halten, während sie vermutlich stirbt.

Was alles natürlich die Frage aufwirft, welchen Zweck Dorne in dieser Staffel erfüllte? Wir wissen jetzt: Ellaria ist eine fiese, hinterhältige, rachsüchtige Kuh die unschuldige Mädchen vergiftet. Denn Gott bewahre dass irgendjemand in dieser Show auch nur für einen kurzen Moment glücklich ist. Trystane ist bisher ein ziemlich flacher Charakter gewesen, und so wie die restliche Folge verlief wird er in Kings Landing eine schwere Zeit haben. Also, falls er dort ankommt. Und Doran? Tja, der war zwar ziemlich cool, aber so einen richtigen Zweck hat er auch nicht erfüllt. Ich bin gespannt, ob wir ihn wiedersehen werden. Ach ja, und die Sand Snakes sind billige Karikaturen. Danke für das zerstören meiner Hoffnungen an dieser Stelle. 
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Auf dem anderen Kontinent sind die Zurückgebliebenen zunächst ratlos. Aber Daario übernimmt fix das Kommando und verteilt Aufgaben. So will er mit Jorah zusammen aufbrechen, um Daenerys zu finden. Jorah beäugt zwar die Konkurrenz kritisch, geht aber mit. Tyrion wollen aber beide nicht dabei haben, also bleibt er in Meereen, um die Stadt in dieser chaotischen Zeit zu regieren. Erfahrung damit hat er ja bereits. Missandei und Grey Worm sollen ihm helfen. Vor einigen Folgen meinte Daario zwar noch, dass die Unsullied nicht sonderlich effektiv wären, aber so wie er das einschätzt sind sie gut genug für Meereen. Das erneute Auftauchen von Varys bekräftigt dann meine schlimmsten Befürchtungen: wir sind mit dieser verdammten Stadt noch immer nicht fertig. Aber wenigstens können Tyrion und Varys sich nun wieder unterhalten.Und auch wenn Tyrion und Daenerys nach nur zwei Folgen wieder getrennt sind: unser liebster Imp ist nun quasi-König von Meereen.

Daenerys ist unterdessen mit Drogon irgendwo im Nirgendwo gelandet. Der Teenager-Drache hat scheinbar auch keinerlei Absichten, auf seine Mutter zu hören und legt sich erstmal für ein Nickerchen hin. Natürlich erst, nachdem er klar gemacht hat, dass er nirgendwo mehr hinfliegen will, jedenfalls nicht sofort. Daenerys geht allein auf Entdeckungstour, und wird auch recht schnell fündig. Drogon hat sie geradewegs zu den Dothraki gebracht, und die umzingeln die ehemalige Khaalesi nun ziemlich zahlreich. Doch auch hier werden wir über den weiteren Verlauf im Ungewissen gelassen.
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In Kings Landing ist Cersei unterdessen bereit, für ihre Sünden geradezustehen. Der High Sparrow begrüßt ihre Einsicht und gestattet ihr, die Zeit bis zu ihrer Verhandlung im Palast zu verbringen. Damit verbunden ist allerdings Cerseis ganz persönlicher Walk of Shame. Im wahrsten Sinne des Wortes. Mit kurz geschorenen Haaren und splitterfasernackt (für Ganzkörperaufnahmen wurde ein Double verwendet, da Lena Headey zum Drehzeitpunkt ziemlich schwanger war) muss sie unter den Augen der Stadtbewohner nach Hause laufen. Vier Fanatiker schützen sie vor der Menge, die sympathische Schwester aus der Kirche läuft mit einer Glocke hinter ihr her und ruft "Shame. Shame. Shame". Als ob jemand vergessen würde, um was für eine Aktion es sich handelt. Hier geht ein riesen Lob an Lena Headey, die allein mit ihren Augen mehr Emotionen in einer Szene abdeckt als sämtliche Einwohner von Dorne in der ganzen Staffel. Völlig fertig kommt sie in der Red Keep an und wird dort unter den kritischen Augen von Kevan Lannister und Maester Pycelle von Qyburn im Empfang genommen. Der hat auch direkt eine Überraschung für seine Königin: ein ziemlich großer Ritter, eingehüllt in Schweigen und einen etwas zu kleinen Helm. Cersei lässt sich von ihm tragen, und scheinbar hat er geschworen erst zu sprechen, wenn all ihre Feinde tot sind. Schätze, es handelt sich um eine unbefristete Anstellung. Margaery und Loras wurden aus dem Finale vollständig herausgehalten, vermutlich um den Fokus auf Cersei zu legen. Und ihr großartiges Schauspiel, gegen den kompletten, wütenden Mob in der Stadt, schafft, was in allen Folgen davor nie gelang: man empfindet Mitleid mit ihr. Sie mag sich ihre Suppe selbst eingebrockt haben, aber diesen Walk of Shame hat niemand verdient. Die Szene funktioniert auch wunderbar als Allegorie auf den öffentlichen Aufstand, der diese Staffel seit Folge sechs umgibt. Cersei und die Serie gehen ihren Weg bis zum Ende, egal wie laut der Aufschrei drumherum ist. In ihrer Effektivität wurde die Folge dann nur von den Ereignissen im hohen Norden getoppt.
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An der Wall läuft es nicht sonderlich gut. Sam bittet Jon, gemeinsam mit Gilly und Sam2 nach Oldtown gehen zu dürfen. Da Castle Black momentan keinen Maester hat, würde er sich gerne ausbilden lassen. Ich hoffe er macht den Kompaktkurs, denn so eine Ausbildung ist sicher nicht eben in zwei Monaten abgeschlossen. Ein Fernstudium per Rabenpost wird ja vermutlich keine Option sein. Mit dem einzigen Freund auf dem Weg an einen anderen Ort (Edd ist sonderbar abwesend in dieser Folge) schaffen es die restlichen Mitglieder, ihren Lord Commander in eine fiese Falle zu locken. Benjen Stark wird als Vorwand herangezogen, Jon aus seinem Zimmer zu locken. Das kurzsichtige und rachsüchtige Pack verwandelt Jon kurzerhand in eine lebende Piñata, vollends davon überzeugt das Richtige zu tun. Olly, du kleiner Hund, ich fand dich noch nie sympathisch! Wie gut, dass kurze Zeit vorher eine völlig geistesabwesende Melisandre ihren Weg nach Castle Black gefunden hat, doch für Jon sieht es nicht allzu gut aus. Inmitten einer riesigen Blutlache ist sein erstarrtes Gesicht das letzte, was wir von dieser Staffel sehen. Jon hat in dieser Staffel eine richtige Entwicklung durchgemacht, doch in einer Welt die stets bereit ist, das Gute zu bestrafen, ist für ihn kein Platz. Die Weitsicht auf das große Ganze machte ihn blind für die Probleme im eigenen Haus, und am Ende zahlt er den gleichen Preis für seine Aufrichtigkeit wie schon Ned Stark. 

Doch natürlich gibt es bereits jetzt zahlreiche Möglichkeiten, wie Jon Snow dieses Szenario überleben könnte. Melisandre könnte ihre Fähigkeit entdecken, Leute wieder ins Leben zu holen. Jon könnte einen Schnellkurs im wargen machen und sich selbst in Ghost zwischenlagern. Oder wir kriegen endlich die Bestätigung dass er anteilig Targaryen ist, und er steht vom Scheiterhaufen wieder auf, so wie Daenerys in Staffel eins die Flammen überlebte. Ich gebe die Hoffnung jedenfalls nicht auf.
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Und so endet also die fünfte Staffel. Die längeren Szenen um Cersei und den Norden sorgen dafür, dass andere Dinge deutlich zu kurz gekommen sind, und gefühlt hatten wir noch nie so viele offene Enden zum Schluss einer Staffel. Es ist an der Zeit, über ein wichtiges Thema zu reden: Vertrauen. Allein in dieser Folge sind zahlreiche Figuren von uns gegangen, und man muss sich die Frage stellen: wie viele (beliebte) Figuren kann eine Serie töten oder foltern, bevor es dem Zuschauer zuviel wird? Die Hoffnungslosigkeit, die sich immer weiter ausbreitet, wird den ein oder anderen verschrecken. Als jemand, der die Bücher nicht kennt, hat man Hoffnung dass die favorisierten Figuren irgendwie durchkommen. Als Buchleser hofft man, dass das Debakel mit den Abweichungen nicht zu heftig wird. Und immer wieder versichern uns die Macher, dass alles innerhalb der Serie einen Zweck erfüllt. Und als Zuschauer vertrauen wir darauf. Obwohl wir spätestens seit Ned Starks Ableben wissen müssten, dass in dieser Welt niemand ein Happy End haben wird. Verdammt, am besten irgendwer schmilzt den blöden Thron einfach ein und beendet das Thema auf diese Weise. Doch Staffel fünf enttäuschte die Hoffnungen der Zuschauer am laufenden Band, niemand war sicher. Und oftmals ergingen sich die Macher in Gewaltdarstellungen, die keinen Sinn und Zweck erfüllten. 

Hier folgen milde Spoiler zum fünften Buch "A Dance with Dragons" (entsprechend Buch 9 und 10 in deutscher Reihenfolge)

Die Frage ist, wofür? Zu Beginn wurde groß angekündigt, die Bücher nun hinter sich zu lassen. Alles sollte anders werden, Buchleser sollten überrascht werden. Diejenigen, die nur die Serie schauen, fühlten sich endlich in der erhabenen Position, auf das oftmals arrogante Leservolk herabzublicken. Doch diese Freude kam wohl zu früh, denn die Serienmacher haben George R.R. Martin nun offiziell mindestens ein halbes Jahr gekauft, um das nächste Buch vor Veröffentlichung der sechsten Staffel in die Welt zu bringen. Alle wesentlichen Storylines enden in der Serie genau so, wie sie auch im Buch enden. Sicher, die Wege dorthin waren teilweise anders. In Aryas Fall geht man sogar innerhalb der Buchstoryline zurück, um den von Martin gesetzten Endpunkt nur ja nicht zu überschreiten. Dies mag für Buchleser frustrierender sein als für alle anderen, da alle anderen sich nun wenigstens Sorgen um Arya machen dürfen.

Buchspoiler Ende

Was bleibt ist eine, in meinen Augen, wacklige Staffel mit einem wackligen Abschluss. Da bereits in Staffel 4 zahlreiche Figuren verabschiedet wurden, mussten große Teile von Staffel fünf herhalten, um das Schachbrett neu aufzustellen. Figuren wechselten den Schauplatz, neue Bande wurden geknüpft. So gestaltete sich der Anfang ein wenig schleppend. Der Umgang mit Sansa und Shireen schlug hohe Wellen und zeigte eindrucksvoll, dass zahlreiche Zuschauer eine innige Verbundenheit mit fiktiven Serienfiguren eingehen. Diese Verbundenheit ist Testament für die großartige Vorlage und die Leistung der Darsteller, welche den Figuren Leben einhauchen. "Hardhome" diente als eindrucksvolles Showcase für das immer größer werdende Budget, und die White Walker wurden als Bedrohung wieder ins Zentrum befördert. Am Ende stehen nun Buchleser und reine Serienzuschauer Schulter an Schulter, auf exakt dem gleichen Wissensstand. Einen wirklichen Abschluss findet niemand. Es ist ein abruptes Ende, eines mit zu vielen Cliffhangern. Die Frage wird sein, ob die Zuschauer im Kollektiv bereit sind, fast ein Jahr auf so viele Antworten zu warten, oder ob einige abspringen werden. Denn dass in diesem Lied von Eis und Feuer keine Hoffnung herrscht, für niemanden, das hat dieses Ende deutlich gemacht.

Wahllose Gedanken zum Schluss: 
  • Und Anna so zu Elsa: "Do you wanna kill a Snow, man?"
  • David Nutter hat sich in dieser Folge wirklich Mühe mit dem Licht gegeben. Wenn Jon mit Sam am Tisch sitzt, dann wird er von Schatten verdeckt. Sein Blut am Ende färbt den Schnee dunkel. Und wenn Cersei vor dem High Sparrow kniet, dann befindet er sich vor einem lichterfüllten Hintergrund, während hinter ihr Dunkelheit herrscht.
  • Die Macher und Kit Harington geben sich ja alle erdenkliche Mühe zu betonen, dass Jon tot ist und in Staffel 6 nicht wiederkehren wird. Mittlerweile traue ich aber niemandem mehr. 
  • Das "Previously on Game of Thrones" Intro hatte diesmal sowohl Benjen Stark als auch Syrio Forel mit dabei. Diese Serie ist manchmal so grausam. Für einen kurzen Moment dachte ich doch tatsächlich, wir würden in Sachen Coldhands mal was zu sehen kriegen.
  • Lady Stoneheart? Ich geb's auf.
  • Der Tyrion der Woche: "My Valyrian is a bit nostril". 
  • Cool wäre gewesen, wenn Dany am Strand einer einsamen Insel von Drogon's Rücken gefallen wäre und kurzzeitig im Land der Träume geblieben wäre. Dann wacht sie auf, und wir sehen aus ihrer Perspektive Jack, Locke und Sayid, sorgenvoll über sie gebeugt. Dödödööööm

Und so stehen wir nun hier, wie schon im letzten Jahr. An dieser Stelle bleibt mir nur, euch für eure Aufmerksamkeit, eure Gedanken, eure Kommentare zu danken. Die Leserzahlen stiegen von Folge zu Folge, was mich denken lässt, dass ich meinen Job hier ganz akzeptabel mache :D Also, danke dass ihr wieder dabei wart, danke dass ihr neu dazu gekommen seid. Danke für euren Input auf allen Kanälen. Danke, dass ihr die Leidenschaft für diese Serie teilt. Auch wenn ich viel kritisiere: ich tue dies, weil mir die Serie am Herzen liegt. Wenn man anfängt, Schwächen nicht mehr anzusprechen, dann ist einem bald auch alles egal. Ich hoffe ihr schaut auch in Zukunft wieder hier vorbei, spätestens wenn die sechste Staffel dann anläuft und wir erfahren, wie es weitergeht. Vielleicht erscheint ja sogar vorher ein Buch, wer weiß. Brechen wir also auf, in eine ungewisse Zukunft. Valar Morghulis!

Ihr findet das Recap, wie jede Woche, auch bei Moviebreak.

Media Monday #207


Heute schreibe ich ganz sneaky die Antworten schonmal am Sonntag Abend vor, damit ich mich morgen direkt um das Finale von "Game of Thrones" kümmern kann. Also, äh, quasi heute. Mein Wochenende war recht entspannt. Oder auch nicht, so ganz sicher bin ich mir da noch nicht. Am Freitag hatte ich ein ganzes Kino voller gestörter Jungs, die ebenfalls dachten es wäre eine gute Idee sich "Jurassic World" anzusehen. Mein Tipp: es ist keine gute Idee. Und wann wurde es akzeptabel, den ganzen Film lauthals zu quatschen, zwischendurch irgendwelche Videos auf dem Handy abzuspielen und die Leute um sich herum völlig zu ignorieren. Wenn das die Leute sind, die den Film am Ende gut bewerten, dann Gute Nacht... Vielleicht ist mein Beurteilungsvermögen aber auch korrumpiert weil ich die Woche damit verbracht habe, die alten Filme anzuschauen.

Den Samstag und Sonntag habe ich dann damit verbracht auszuschlafen. Das ist auch dringend nötig wenn man um drei Uhr morgens noch vor dem Fernseher sitzt weil die aktuelle Serie mal wieder soooo spannend ist. Momentan schaue ich "Wonderfalls". Die Serie ist so gut, Fox hat sie nach nur vier Folgen wieder abgesetzt. Mittlerweile nehme ich das als Qualitätsmerkmal, "Firefly" wurde ja auch zu früh abgesetzt (Hier stellt ihr euch bitte eine Schweigeminute vor). Ansonsten wurde am Wochenende Urlaub geplant. Diesen Sommer werde ich ein paar Tage in Belgrad und ein paar Tage in Madrid verbringen. Wenn ihr die ultimativen Geheimtipps für eine der beiden Städte habt, lasst es mich gerne wissen. 

So, aber das ist ja kein Tagebuch hier sondern der Media Monday, und deswegen gibt's jetzt wieder Antworten.

Soooo süß: ein Direwolf. Auch im Bild: Jon Snow © HBO
1. Am liebsten wäre ich Teil der Film- oder Serien-Familie Addams ,weil Wednesday die coolste Schwester wäre, die man haben kann. Alternativ wär ich gern eins der noch lebenden Mitglieder von Haus Stark, weil die dann doch in ihrer Gesamtheit ziemlich awesome sind. Ich mein, wenig Probleme mit Kälte hab ich jetzt schon, und so einen Direwolf würd ich auch dankend annehmen. 
2. Eine/r meine/r LieblingsautorInnen Nur einer??? Ich soll mich zwischen Stephen King (Ikone meiner Jugend), Tolkien (Präger meiner Leidenschaft für Fantasy) und Marion Zimmer Bradley (who run this mother? Girls!) entscheiden? Geh weg! Geh weh und komm nie wieder!
3. Dwayne "The Rock" Johnson hat ja schon so einige Rollen gespielt, aber ich würde sie/ihn ja gerne mal als ganz ernste Person in einem Film komplett ohne Action oder Comedy-Elemente sehen, denn ich find den Kerl verdammt sympathisch. Ich wüsste gerne ob er mehr kann als die Welt retten oder pseudolustige Kinderunterhaltung zu fabrizieren.
4. Mit Mafiafilmen kann ich ja so überhaupt nichts anfangen, weil mich das Geschehen schon vorher massiv langweilt. Sicher, "Scarface" hat schon was an sich, und ich bin mir sicher dass auch "Der Pate" mich irgendwann mal begeistern wird, aber irgendwie.... hach. Nee. Ich find das vorher schon alles abschreckend und schaue mir so im Schnitt einen Film mit diesem Thema pro Jahr an. Dieses Jahr hatte ich noch keinen, vielleicht mache ich also mal meinen Frieden mit Don Vito Corleone.
 Auf der Suche nach der zukünftigen Ex-Mrs.-Malcolm: Jeff Goldblum © Universal
5. Dr. Ian Malcolm ist an Coolness kaum zu übertreffen, schließlich wird er von Jeff Goldblum gespielt, und wenn der nicht die menschgewordene Coolness ist, wer dann?
6. Wäre ja schon cool, wenn es Die Tardis aus Doctor Who auch im wahren Leben gäbe, denn dann wären Raum und Zeit kein Hindernis mehr, und kostengünstig reisen kann man damit auch. Ohh, die Dinge die ich anschauen würde...
7. "Alte Filme" haben mich früher nie gereizt, aber mittlerweile arbeite ich mich voller Freude nach und nach durch die Klassiker. Bis vor ein paar Jahren hab ich immer gedacht "es werden sooo viele Filme produziert, du kommst ja so schon kaum hinterher". Aber irgendwann musste ich einsehen dass es eh nicht machbar ist. Niemand kann *alles* sehen. Seitdem bin ich viel entspannter.

Recap: Game of Thrones 5.9: The Dance of Dragons

Wir sind schon wieder am kritischen Punkt jeder einzelnen Staffel "Game of Thrones" angekommen: Folge 9. Vier Staffeln lang lieferte die neunte Episode uns entweder eine wirklich eindrucksvolle Schlacht (Blackwater in Staffel zwei, Castle Black in Staffel vier), oder wir mussten viel zu hohen emotionalen Tribut zollen (Baelor in Staffel eins und die Red Wedding in der dritten Staffel). Theoretisch könnte man darin ein Muster erkennen, und so rechnete ich bereits vor der Folge damit, in irgendeiner Weise einen harten Tritt mitten in die Gefühle zu kassieren. Und was soll ich sagen? Staffel fünf mischt erfolgreich das Emotionale mit dem Epischen, und heraus kommt eine ganz wundervoll geteilte Episode. Stürzen wir uns also ein vorletztes Mal gemeinsam in die Ereignisse, die da hinter uns liegen. 

Nachdem die letzte Woche ziemlich eisig war, macht es nur Sinn in dieser Folge einfach alles in Flammen aufgehen zu lassen. Sicher, es gibt auch ruhigere Momente. Jon kommt zurück an die Wall, und nach ein bisschen Spannungsaufbau lässt Ser Alliser die ganze Mannschaft passieren. Unter zahlreichen zusammengekniffenen Augen wandern die Wildlinge durch Castle Black. Jon darf sich derweil anhören dass er ein gutes Herz besitzt, und dass diese Tatsache ihm und allen Anwesenden eines Tages zum Verhängnis wird.  Ansonsten war es in dieser Woche an der Wall ruhig. Natürlich demonstriert das Geschehen aber eines: das Scheitern. Jon ist direkt in mehrfacher Hinsicht gescheitert. Seine Männer denken, die Wildlinge mit einzubeziehen ist ein riesiger Fehler. Und er selbst findet, er hätte mehr Leute vor dem Angriff der White Walker und ihrer Zombies retten müssen. Das reiht sich ein in den Grundtenor der Serie: es gibt keine guten, keine richtigen Entscheidungen. Niemand kann nur gewinnen. Ein Thema, welches sich auch durch diese Episode zieht.
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In Braavos geht Arya ihrem Geschäft nach, doch die Ankunft von Ser Meryn Trant macht ihrem eigentlichen Plan einen fetten Strich durch die Rechnung. In bester Assassin's Creed Manier schleicht sie mit ihren Austern hinter dem Fiesling her. Mace Tyrell regelt derweil Bankgeschäfte, und er ist ein ganz und gar nerviger Kunde. Diese Sorte Kunden, die so extrem nervig sind, aber man muss trotzdem nett zu ihnen sein, weil man sonst Stress mit dem Chef kriegt? So einer ist Mister Tyrell. Urgh. Gegen Ser Meryn und seine Gelüste ist er allerdings ein richtiger Sympathiebolzen. Da stellt sich gleich die Frage ob er Arya so gruselig anstarrt weil er das Gefühl hat sie von irgendwo zu kennen, oder weil er gedanklich schon bei seinen abendlichen Aktivitäten ist. Genug Zeit für Homophobie hat er auch, und seinen Vorgesetzten findet er auch viel zu deutlich blöd. Arya verfolgt den Mistkerl Trant in ein Bordell und beobachtet, wie er sich immer jüngere Mädchen bringen lässt. Falls den Zuschauern also noch nicht klar war, dass der Kerl ein Unsympath ist, gibt es hier also den endgültigen Beweis. Jaqen erzählt sie am Ende des Tages, dass ihr eigentliches Ziel heute keinen Hunger hatte. Ich bin mir sehr, sehr sicher dass Jaqen Bescheid weiß, entweder will er sehen wie weit Arya geht, oder es ist ihm einfach egal. So oder so, ich hoffe Arya kann Trant baldmöglichst von ihrer Liste streichen. Die Möglichkeit ist ihr ja mehr als gegeben, da Trant nach weiteren Minderjährigen verlangt hat und Arya immerhin trainiert, um ihr Gesicht zu verlieren. Dennoch leidet Aryas Geschichte unter der viel zu beschränkten Perspektive, ähnlich wie Daenerys im Verlauf der letzten Staffel zu oft zu einseitig und isoliert war. Die Anwesenheit anderer, bereits bekannter Figuren lockert das hoffentlich auf. 

Wenden wir uns nun der ersten von zwei wichtigen Szenen der Folge zu. Ramsay Bolton und seine 20 extrem fähigen Männer infiltrieren das Camp von Stannis und legen an allen wichtigen Stellen Feuer. Schätze, sie sind wirklich sehr fähig, denn niemand bemerkt etwas. Stannis gibt danach den Befehl die Wachen zuerst zu befragen und dann zu hängen. Dann schickt er Ser Davos zurück an die Wall, um die Versorgung seiner Truppen zu garantieren. Davos verabschiedet sich aber vorher von Shireen. Die ist, wie immer, mit lesen beschäftigt. "A Dance of Dragons", die Geschichte zweier Targaryen-Geschwister, die um die Herrschaft kämpfen. Shireen erklärt ihrem Vater, dass sie sich für keine der beiden Seiten entschieden hätte, da diese Entscheidung der Auslöser für das wirkliche Drama gewesen wäre. Doch als Zuschauer wissen wir es mittlerweile besser: man *muss* sich für eine Seite entscheiden. 

Wenn Stannis seine kleine Tochter besucht und ihren Rat einholt, dann zeichnet sich die Tragödie als solche schon ab. Sie bestärkt ihn darin, dass zu tun was er für richtig hält. Sie macht deutlich, dass sie helfen will, immerhin sei sie seine Tochter und eine Prinzessin. Und verdammt nochmal, die ganze Staffel wurde sie mit einbezogen und diente auch dazu, Stannis irgendwie sympathischer wirken zu lassen. Und während irgendwo vielleicht noch nachvollziehbar ist, dass Stannis sich in eine ausweglose Situation manövriert hat (keine Versorgung, kein Vor, kein Zurück), ist seine Lösung für das Problem eine Abscheulichkeit. Bisher war er nur erfolgreich, wenn er auf Melisandre gehört hat. Sich nach den Ratschlägen von Davos zu richten brachte ihm eine katastrophale Niederlage ein, in deren Verlauf er von Tyrion und dessen Taktikgefühl einfach ausmanövriert wurde. Melisandre hingegen bringt mal eben ein Schattenbaby auf die Welt, welches seinen unliebsamen Bruder aus dem Weg räumt. Oder sie wirft ein paar vollgesogene Blutegel in's Feuer, und schon fallen die Könige links und rechts wie die Fliegen. Also, bis auf Balon Greyjoy, der immernoch auf seiner Insel versauert. Jetzt also auf ihr Drängen nachzugeben scheint für Stannis sinnvoll und zielführend. 

Aber! Was wird denn das für ein König? Einer der seinen eigenen Bruder ermordet, der seine eigene Tochter verbrennen lässt, nur um auf dem Thron zu sitzen? Damit macht der dem Verrückten König, also Dany's Vater, alle Konkurrenz. Die Szene an sich ist beinahe unerträglich. David Nutter als Regisseur hat das Feingefühl, die Kamera nicht auf Shireen zu halten, wenn sie verbrennt. Doch die Schreie nach ihren Eltern, die gehen durch Mark und Bein. Und es ist das ganze Setup vorher, welches dieses Gefühl des Unausweichlichen so richtig einsinken lässt. Davos verabschiedet sich und hinterlässt den kleinen Hirsch aus Holz, den Shireen bis zum Ende bei sich trägt. Neben Ned Stark und der Beziehung zu seinen Kindern sind diese Momente zwischen Davos und Shireen die einzigen, in denen (Zieh-)Eltern einfach aufrichtig zu ihren Kindern sind. Davos wird sicher irgendwo auch wissen, was los ist, jedenfalls deutet sein Abschied darauf hin. Dass er trotzdem geht und Shireen nicht mitnimmt kann ich mir nur so erklären, dass er selbst nicht glaubt, dass Stannis zu solchen Maßnahmen fähig ist.
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Stannis holt sich indirekt die Absolution von seiner Tochter für das, was er ihr antun wird. Und auch hier bin ich mir sicher dass er weiß, das er die einzigen beiden Menschen mit klarem Verstand von sich abstößt. Shireen sagt ihm klar und deutlich, was die ganze Sache für eine schlechte Idee ist, auch wenn sie es auf die Geschichte in ihrem Buch bezieht. Die Parallelen sind zu klar. Melisandre ist voll in ihrem Psycho-Element, die ganze Folge. Und doch hat man als Zuschauer Hoffnung, dass etwas passieren wird. Dass Melisandre erkennt, dass es nicht die Lösung sein kann, kleine Mädchen zu verbrennen (was soll das überhaupt, wie will sie an das königliche Blut kommen wenn nurnoch ein Häuflein Asche übrig ist???). Das Stannis erkennt, dass es nicht die Lösung sein kann, seine kleine Tochter zu verbrennen.

Und im Aufbau ähnelt die Szene verdächdig dem, was Sansa in Folge sechs durchmachen musste. Der quälende Aufbau, der Marsch durch die Männer, die Spalier stehen. Das Wegblenden der Kamera auf die Gesichter der Umstehenden, wenn es tatsächlich passiert. Doch während Selyse zu Beginn noch rechtfertigt, was gerade geschieht, ist es ausgerechnet sie, die Mutter die ihre eigene Tochter verabscheut, die zusammenbricht. Die schreiend und weinend von Stannis' Männern festgehalten werden muss, während ihre Tochter schreiend von den Flammen verschlungen wird. Stannis mag sich irgendeinen magisch-militärischen Vorteil gesichert haben, bei dem völlig unklar ist wie er aussehen wird. Aber er hat dafür das verbrannt, was ihn irgendwie noch menschlich erscheinen ließ. Und das schlimmste daran? Er scheint auch noch zu glauben, dass er das Richtige getan hat. Vielleicht hätte er mal darüber nachdenken sollen, dass er nun keine Nachkommen mehr hat. Dass er ein König wäre, der seine halbe Familie geopfert hat. Dadurch dass er Shireen geopfert hat, hat er einen ziemlich großen Teil von sich selbst direkt mit getötet. Und mal ehrlich, wollen wir den Typen als König? Mit dieser Frau als Königin? Konvertiert oder sterbt? Kniet nieder, oder sterbt? Rosige Aussichten.

Was Daenerys nur zu Gute kommen kann. In dieser Woche steht die feierliche Eröffnung der Fighting Pits an, und alle sind sie an Ort und Stelle versammelt. Hizdahr und Daario betreiben fleißig ganz und gar unnötige Schwanzvergleiche, und selbst einem zuschauenden Stück Brot wird klar, was Hizdahr für ein Idiot ist. Falls dem nicht so sein sollte ist ja Tyrion da, um das deutlich zu machen. Während Tyrion und Daenerys also weitere Gemeinsamkeiten entdecken und Dany's Männer sich gegenseitig verbal fertig machen, betritt Jorah die Arena. Bis dahin war es für Dany nur ein passives Zuschauen, das Beobachten der Konsequenzen ihrer eigenen, schrägen Form von Herrschaft. Doch plötzlich ist sie emotional in das Geschehen eingebunden. Ich müsste lügen wenn ich sagen würde, ich hätte nicht kurz die Luft angehalten als Jorah mit dem Speer scheinbar auf Dany zielt. Doch es stellt sich heraus, dass die maskierten Wutbürger von Meereen die Arena infiltriert haben. Zahlreiches sterben auf den Rängen beginnt, und man stellt mit Schrecken fest: verdammt, da sind ziemlich viele Figuren die ich eigentlich ziemlich gerne mag auf einmal ALLE in Gefahr. Jorah und Daario versuchen die Königin zu retten, Tyrion bewahrt Missandei vor dem sicheren Tod. Doch mitten in der Arena werden sie umzingelt. Dany und Missandei sind nicht einmal bewaffnet, Hand in Hand warten sie auf das Unausweichliche. 

Doch dann ertönt der wohlbekannte Schrei in der Ferne, und das Geschehen stoppt. Und siehe da, Drogon ex Machina! Mamis Liebling räumt ordentlich auf und veranstaltet sein ganz eigenes Festmahl. Es geht halt nichts über ein leckeres BBQ. Doch während seiner Aufräumaktion wird er verletzt. Wieder wird Spannung kreiert, als Dany ihm einen Speer aus der Seite entfernt und er sie anbrüllt. Doch Drogon ist zwar ein rebellischer Teenager, aber am Ende mag er seine Mutter eben doch. Dem rührenden Moment kommen allerdings weitere Maskenträger dazwischen, und so sieht Dany nur einen Ausweg: sie klettert auf Drogons Rücken und die beiden fliegen davon. 
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In erster Linie ist das ein ziemlich mieser Move ihren Beratern gegenüber. Die bleiben jetzt in der Arena zurück, und selbst wenn sie dort rauskommen stehen sie vor einem Scherbenhaufen, in einer Stadt die im Chaos versinkt. Also, noch mehr als das eh schon der Fall ist. Vielleicht hat Dany diesen Ausweg auch gewählt, weil Drogon sicher nicht unterscheiden konnte zwischen "Leute, die Mami angreifen" und "Leute, denen Mami egal ist /die ihr helfen wollen". So ein nahezu unkontrollierbarer Drache hat eben auch Nachteile. Ihre Berater jedenfalls bleiben in einer Stadt zurück, die von Konflikten heimgesucht wird. Ordnung schaffen dürfte unmöglich sein, also bleibt nur noch die Flucht. Doch ob die gelingen wird? Dass Dany aus der doch eher lahm vor sich hin kriechenden Meereen-Storyline gerissen wird ist ein Befreiungsschlag, aber nur für sie allein. Meereen bleibt auf der Strecke, ihre Berater und Freunde ebenso. Es macht aber auch deutlich, dass Dany niemals nur auf ihre Eroberung dieser einen Stadt reduziert werden sollte. Meereen bleibt zurück, so wie Yunkai zurückbleiben musste. Doch das Geschehen bringt Dany auf die richtige Route, oder zumindest in eine Richtung die weniger einseitig ist. Je nachdem, wo sie mit Drogon landen wird. 

Sowohl die Ereignisse um Stannis als auch die um Danenerys machen deutlich, dass wir uns auf ein Ende vorbereiten sollten. Das Tommen nicht ewig auf diesem Thron herumlümmeln kann ist mehr als klar. Und während ich mich persönlich liebend gerne in "was wäre wenn" Szenarien ergehe, in denen alle möglichen Figuren am Ende auf dem Eisernen Thron Platz nehmen, so sind Daenerys und Stannis momentan doch eindeutig die Figuren, bei denen eine Herrschaft über ganz Westeros am wahrscheinlichsten ist. 

Was bleibt ist das Sorgenkind dieser Staffel, Dorne. Nachdem Oberyns Nachkommen keinen klaren Sinn und Zweck erfüllten außer bei unpassender Gelegenheit nackt zu sein, peinliche Kämpfe zu absolvieren und irgendwelche schwesterlichen Machtspielchen zu spielen, und Ellaria innerhalb einer Staffel von rachsüchtiger Geliebten zu vergebender Mutter mutierte, stellt sich die Frage: was soll das eigentlich? Die einzig greifbare Konsequenz ist, dass Bronn nach dem Abenteuer in Dorne einen Ellbogen ins Gesicht kassiert. Prinz Doran verfolgt entweder, wie Littlefinger, sein eigenes kleines Spielchen, oder er ist einfach der netteste Mensch in ganz Westeros. Myrcella darf nach Hause, ihr Zukünftiger wird sie begleiten und einen Platz im Small Council kriegen. Gratis Umarmungen für alle! Hätten Jaime und Bronn einfach bei Doran geklopft, gefragt ob sie die Kinder mitnehmen dürfen, die komplette Geschichte wäre auf das gleiche Ergebnis hinausgelaufen. Falls sich da also nicht noch die große Verschwörung anbahnt war das mit Abstand der sinnloseste Plot in der Geschichte der Serie. 

Nächste Woche steht bereits das Finale an. Vermutlich steht eine Rückkehr nach King's Landing an, hoffentlich werden die Geschichten um Stannis, Jon und Dany zufriedenstellend gelöst.  

Wahllose Gedanken zum Schluss:
  • Man, ich hasse es das sagen zu müssen, aber: Ich würde diese ganzen Unsullied einfach direkt zurückgeben. Bisher machen die in der Serie höchstens den Eindruck, dass sie ganz spektakulär sterben können. 
  • Bedeutet diese Folge jetzt, dass das Elend in Dorne vorerst ein Ende hat?
  • "Oysters. Clams and Cockles" erfüllt mich mit tiefster Zufriedenheit. 
  • Mycroft...äh, Mark Gatiss ist immer wieder eine Freude, wenn er denn mal auftaucht. 
  • Der Tyrion der Woche war diesmal echt schwer, aber ich habe mich für diesen entschieden: “In my experience, eloquent men are right every bit as often as imbeciles.” 
  • Die Bordellszene kam völlig ohne Nacktheit aus. Lag das daran, dass Minderjährige am Set waren? Ich fand das sehr angenehm anzuschauen, weil es deutlich gemacht hat dass sich wirklich auf die Charaktere konzentriert wird. Damit hätte die Serie den Beweis gebracht, dass Storytelling in einem Bordell ohne nackte Brüste auskommt. Hab ich jetzt auch nicht unbedingt mit gerechnet, aber es ist schön wenn man überrascht wird. 
  • Davos, meine Aufgabe für dich: Erschlag Stannis mit einem möglichst dicken Buch. Pack vorher deine Sachen, und dann such dir irgendeinen anderen Vorgesetzten. Meinetwegen bleib direkt an der Wall, ich schätze Jon Snow freut sich über Männer mit klarem Verstand. 
  • Thema Jon Snow: Wie sein Lächeln aus seinem Gesicht verschwand....Olly, reiss dich gefälligst zusammen!
  • Je mehr Stannis sich benimmt wie die Axt im Walde, desto mehr vermisse ich Renly und seine Pfirsiche.
  • Mace Tyrell, Bringer der guten Laune, Charmeur von Bankangestellten, offizieller Vertreter der "not giving a fuck"-Liga und Sänger wundervoller Lieder. 
  • Wo wir bei Titeln sind: Stannis erkenne ich seinen inoffziellen Titel (The Mannis) an dieser Stelle ab. Bastard. Brienne, ich zähle auf dich, dieses Chaos zufriedenstellend zu einem Ende zu bringen. Zufriedenstellend bedeutet: Stannis bringt Roose um. Ramsay und Stannis verletzten sich gegenseitig, Brienne kommt angerauscht, erledigt beide, Ende der Staffel. Yay!
  • First of her Name, The Unburnt, Queen of Mereen, Queen of the Andals and the First Men, Khaleesi of the Great Grass Sea, Breaker of Chains, Mother of Dragons, Breaker of the Wheel, Clapper of Hands. You're welcome, Dany.  
  • “Find out the truth and then hang them.” Stannis hätte mal besser hören sollen was Tyrion zu sagen hat über Anführer, die ihre loyalen Anhänger töten. 
  • Der Moment als Tyrion augenrollend jeder einzelne Zuschauer der Serie war, wenn Daario und Hizdahr ihren kleinen Schwanzvergleich betreiben.
  • David Nutter kehrt nach Staffel 3 wieder auf den Regiestuhl zurück. Doch so richtig rund will sich das alles nicht anfühlen. Ich vermute dass selbst Dorne ein bisschen besser weggekommen wäre, wenn man fähiges Regiepersonal rangelassen hätte. Oh Michelle McLaren, wo bist du nur?


Noch mehr Gedanken, mit Spoilern zu den Büchern
  • Yoo, habt ihr die Promo für Folge 10 gesehen? Was ist da bei Sansa los? Erleben wir Lady Stoneheart in anderer Gestalt?  
  • So, damit wäre also noch ein Charakter in der Serie tot, der in den Büchern noch putzmunter unterwegs ist. So langsam frage ich mich ein wenig, was das Ganze soll. Ich meine, hallo? Da wurde ein kleines Kind verbrannt, vom eigenen Vater. Fieser wird es wohl nicht mehr. 
  • Wie schön dass der Versuch unternommen wurde, Aryas Beziehung zu den Bordellen von Braavos mit einzubeziehen.
  • Wenn ich an das Ende des fünften Buches denke, dann wird mir so richtig schlecht. Ich meine, ich weiß dass es ein paar Wege gibt wie Jon dieser Sache entgehen kann, aber schön find ich die alle nicht. Ich bin nach dieser Episode nicht bereit, mich von weiteren anständigen Figuren zu verabschieden.
Wie immer in dieser Staffel findet ihr das Recap auch bei Moviebreak. Ich würde mich freuen, wenn ihr dort in die Diskussion mit einsteigen wollt :)