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Blogparade: All you need is love

Bei Frau Margarete findet momentan eine Blogparade in Serie und zum Thema Serie statt. Pünktlich zum vierten Teil hab ich das endlich auch entdeckt, und fühle mich nun gezwungen, ordentlich Senf dazu zu geben. Das Thema? "All you need is love". Der Stein des Anstoßes formuliert sich so:

Welche sind deine liebsten Liebespärchen im Film? Welche Liebesgeschichte findest du besonders romantisch? Oder auch: In welchen Seriencharakter bist du (heimlich?) verliebt? Vielleicht aber auch: Welche Serienpärchen nerven dich besonders? Braucht eine gute Serie auch eine tolle Liebesgeschichte oder meidest du Romantik eher?

 

Liebesgeschichten. Schwieriges Thema, ehrlich. Die meisten davon finde ich nicht gut erzählt. Alles ist immer Kitsch und Regenbögen-kotzende Einhörner und so. Aber wenn ich sage "die meisten", dann bedeutet dass ja automatisch auch dass es Liebesgeschichten und Paare gibt, die ich gerne mag. Paare, die anders sind, Paare bei denen ich sagen kann: wow, die finde ich wirklich klasse. Vielleicht auch ein bisschen Paare, in denen ich Eigenschaften von mir und meinem Freund wiedererkenne. Meine fünf Favoriten habe ich euch herausgesucht, und ich stelle sie nachfolgend vor und erkläre, wieso ich gerade diese Paare ganz besonders mag.

Amy und Rory, Doctor Who

Ich breche jetzt an dieser Stelle mal keine Diskussion vom Zaun, in der ich mich darüber aufrege was für dämliche Rollen die weiblichen Companions bei "Doctor Who" so haben. Stattdessen möchte ich über Amy und Rory reden. Die beiden machen unglaublich viel zusammen durch: Rory wird ausgelöscht, in der Zeit zurückgeschickt, er erschießt aus Versehen die Liebe seines Lebens, wartet dann 2000 Jahre auf sie, und Kinder kriegen ist nochmal ein ganz anderes Thema. Doch die beiden macht so viel mehr aus. Sie sind die perfekten Gegenstücke zueinander. Und sie vervollständigen sich. Rorys Unsicherheit wird durch Amy abgefedert, und er glaubt unnachgiebig an sie, selbst wenn sie fest davon überzeugt ist ein wandelnder Haufen Chaos zu sein. 


April und Andy, Parks and Recreation


Ah, April und Andy. Was so seltsam anfing entwickelte sich zu einer meiner allerliebsten Liebesgeschichten überhaupt. Ever! Beide bringen jeweils das Beste am anderen zum Vorschein. Andy schafft es, dass wir erkennen dass hinter Aprils dickem Schutzschild aus Ablehnung und Sarkasmus eine tiefe, innere Verletzbarkeit liegt. Und April vollbringt das Wunder und macht aus einem am Anfang wirklich nutzlosen Charakter einen der liebenswertesten Typen im Fernsehen. Sicher, die beiden sind ein bisschen verrückt. Aber wer ist das nicht? Und am Ende will jeder nur, dass der andere glücklich ist. Und beide würden alles dafür tun, ihren Partner glücklich zu machen. Oftmals ist bei Fernsehpaaren am interessantesten, wie sie zusammenfinden. Sobald dann das Paar als solches existiert, werden sie oft sterbenslangweilig. Aber nicht mit April und Andy. 


Leslie und Ben, Parks and Recreation


Noch ein Paar aus Parks and Recreation, ja. Aber mal ehrlich: die Serie ist voll von wundervollen Paaren. Und was sie so besonders macht ist die Tatsache, dass die Serie an sich um ihre Figuren besorgt ist. Niemand wird je der Lächerlichkeit preis gegeben, und alle Figuren werden dabei unterstützt ihr Glück zu finden. Für Leslie, die am Anfang immer irgendwie etwas zu verrückt wirkte, kam das passende Gegenstück in Form von Ben. Ben fing an als eine Person ohne jede Art von Selbstvertrauen, mit mehr Stöcken im Hintern als tatsächlichem Rückgrat. Doch die beiden finden zueinander. Leslie macht Ben selbstbewusster, Ben sorgt dafür dass Leslie ein kleines bisschen weniger verrückt ist. Beide vervollständigen sich, runden sich ab und werden zusammen einfach immer besser. Dass sie ihre kleinen Macken jeweils voll unterstützen macht sie noch liebenswerter als sie eh schon wären.
Lily und Marshall, HIMYM
Irgendwo da draußen rennen vermutlich Leute rum, die Ted bei "How I met your Mother" am meisten mochten. Die sich auch nach neun Staffeln noch ernsthaft dafür interessiert haben, mit wem er nun am Ende zusammen ist. Da gehör ich nicht dazu. Sogar Barney hat irgendwann mein Interesse nicht mehr halten können. Die einzigen Figuren in dieser Serie, die ich von der ersten bis zur letzten Folge wirklich mochte waren Lily und Marshall. Klar, die beiden sind manchmal ein bisschen nervig, wenn sie es mit ihrem Paar-Gehabe mal wieder übertreiben. Aber verdammt, eigentlich ist es total süß. Aber sie nehmen Rücksicht aufeinander, sorgen dafür dass der andere glücklich ist. Erinnert ihr euch, als Marshall jahrelang auf Oliven verzichtet hat, weil Lily sie so gerne mag? Und sie lieben sich nicht nur, sie mögen sich auch. Und im Verlauf der Serie entwickeln sie sich weiter, und jeder Schritt in dieser Entwicklung macht sie zusammen stärker. Wenn das nicht romantisch ist, was dann? 
Zoe und Wash, Firefly
 Zoe und Wash sind ein weiteres Beispiel für ein Paar, dass auch nach der Paarbildung interessant bleibt. Die beiden starten die Serie und sind schon lange verheiratet, und sie beenden sie auch verheiratet. Dazwischen gibt es kein Drama. Also, außer die Angriffe von den ganzen Weltraumbarbaren und Piraten und zwischendurch mal ein Kidnapping. Aber die beiden sind verrückt nacheinander, respektieren und akzeptieren sich. Angenehm finde ich auch, dass die beiden nicht zusammengekommen sind nachdem Wash in guter, alter Heldenmanier die Jungfrau in Nöten gerettet hat. Die beiden fanden sich einfach ansprechend, und zack - man wird ein Paar. Die stabile Verbindung der beiden kontrastiert dann auch wunderbar mit dem Chaos und der Ungewissheit auf dem Schiff. Da findet man kein Beziehungsdrama, und das ist extrem angenehm. Dass die beiden ohne diese ganzen, elenden Klischees auskommen (man braucht ewig bis man zusammenfindet - es gibt Stress - man trennt sich - oh, man findet wieder zusammen...) ist dann das Sahnehäubchen auf der Beziehungstorte.


Ist euer liebstes Paar auch dabei, oder habt ihr andere Favoriten? Lasst doch einen Kommentar da :)


 

Blogparade: Die fünf gruseligsten Film- und Serienmonster - Doctor Who Edition

Die Chaosmacherin lädt zur Blogparade, und das Thema lautet "Die fünf gruseligsten Film- und Serienmonster". Klar schossen mir da ziemlich schnell ganz viele Ideen durch den Kopf. Alien, Predator, alle Zombies, viele Vampire, sie alle feierten spontan eine wilde Party in meinem Kopf. Aber irgendwie waren sie mir alle zu offensichtlich, und das Alien führt sowieso bis in alle Ewigkeit die Liste der Film-Monster an. Mit dem Gefühl, nichts neues beitragen zu können, verabschiedete ich mich also innerlich von dieser Blogparade.

Doch dann kam die rettende Idee. Unbestritten ist "Doctor Who" eine meiner liebsten Serien, und sie ist randvoll gefüllt mit kreativen und vor allem gruseligen Monstern! Deswegen bekommt ihr nun meine fünf Favoriten. Regelmäßig wiederkehrende Monster wie die Silence oder die Weeping Angels habe ich außen vor gelassen, da sie doch recht offensichtlich sind. Und bevor ihr fragt: Daleks sind nicht mit auf der Liste, erstens weil sie dauernd da sind, und zweitens krieg ich Stress mit all den Daleks in meinem Zimmer, wenn ich was fieses über sie schreibe. Also, hier sind die fünf gruseligsten Monster mit einmaligem Auftritt aus "Doctor Who", diesmal sogar mit Ranking!

5. Vashta Nerada
Auftritt: Silence in the Library (Staffel 4, Folge 8)
© BBC
"Silence in the Library" gehört zu meinen liebsten Episoden. Kennt man die weiteren Staffeln, dann ist der erste Auftritt von River Song, gelinge gesagt, herzzerreissend. Dann ist auch noch Donna dabei, die zu meinen liebsten Companions gehört (ernsthaft, irgendwer muss sie mit Peter Capaldis Doctor zusammenbringen, ich würde auf der Stelle sterben vor lauter Freude). 

Aber die Episode sorgt auch für ein handfestes Monster...oder eben auch nicht. Denn die Vashta Nerada leben in den Schatten. Potentiell in ALLEN Schatten. Mikroskopisch kleine Bakterien, die, wenn sie in hoher Konzentration vorkommen, aussehen wie ein Schatten. Oh, und wenn sie an dich rankommen, dann schmelzen sie dir sozusagen das Fleisch von den Knochen. In Sekundenbruchteilen. Sympathisch, oder? Innerhalb der Serie dienen sie als Erklärung für all unsere Angst vor der Dunkelheit. 

Oh, ich hatte vergessen zu erwähnen: in der Folge tragen beinahe alle Figuren Schutzanzüge. Weil Skelette mit Schutzanzügen aber noch nicht gruselig genug sind, hallen die letzten Worte der Verstorbenen über die Kommunikationsvorrichtungen noch eine Weile nach. Man kann Doctor Who Einiges zur Last legen, aber die Fähigkeit, alltägliche und vertraute Dinge in purer Horror zu verwandeln, die hat diese Serie perfektioniert.

4. The Empty Child
Auftritt: The Empty Child/The Doctor dances (Staffel 1, Folge 9 und 10)
© BBC
Ich gehöre ja zu den Leuten, die im Angesicht von kleinen Kindern nicht das größte Wohlsein zeigen. So richtig schlimm wird es aber, wenn diese kleinen Kinder dann auch noch darauf abzielen, mich als Zuschauer zu erschrecken. in "The Empty Child" wird dieses Stereotyp des gruseligen Kindes auf die Spitze getrieben. Also, bis zur Auflösung, die dann für meinen persönlich schönsten Moment in der einzigen Staffel mit Christopher Eccleston gipfelt. 

Jamie, so der Name des Kindes, trägt eine Gasmaske, die an seinem Gesicht festgewachsen scheint. Der einzige Satz, den er von sich gibt, ist "are you my mummy", weil er im Blitzkrieg über London seine Mutter verloren hat. Jamie kann außerdem sämtliche Kommunikationsgeräte kontrollieren (sogar Schreibmaschinen), und er steckt bei Berührung Leute an, damit auch sie wunderschöne alte Gasmasken statt eines Gesichts bekommen. Purer Horror.

3. Toby Zed
Auftritt: The Impossible Planet/The Satan Pit (Staffel 2, Folge 8 und 9)
© BBC
Klar, das Biest, der Teufel, Satan, wie auch immer man ihn nennen mag, ist gruselig und böse und ziemlich fies. Aber in der gleichen Folge rennt auch Toby Zed herum, und er wandelt sich so langsam zu einem Sprachrohr für seinen Meister, welches auch einem gestandenen Whovian Alpträume verpassen kann. Nicht nur wirkt er ein bisschen creepy wenn er noch ein normaler Mensch ist, nein. Das Komplettpaket umfasst tiefrote Augen, ziemlich feurigen Atem und jede Menge gruselige Alien-Tattoos. 

Außerdem bringt er seine Crewmitglieder um, indem er ein Loch in die Außenwand der Station reisst und sie rausschubst, damit sie in ein schwwarzes Loch gerissen werden. Alles mit einem fiesen Grinsen, welches durch Mark und Bein geht. Ein durch und durch unsympathischer Kerl.

2. The Flood
Auftritt: The Waters of Mars (2009er Special Episode)
© BBC
"The Waters of Mars" gehörte zu den Special-Episoden, welche zwischen der vierten und der fünften Staffel liefen. Es handelt sich außerdem um die vorletzte Episode mit David Tennant, der mein Lieblingsdoctor ist. Die Episode kombiniert zwei extrem gruselige Dinge zu einem Monster: da wäre zum einen dieser absolut normale Bestandteil unseres Alltags, der auf einmal tödlich ist. Und dann ist das Wasser auch noch Infektionsquelle, und ein einziger Tropfen genügt um dich zu einem Host für...ja, keine Ahnung für was genau zu machen. 

Ich meine, schauen wir uns das mal genauer an. Ich habe hier grad eine riesige Flasche Wasser neben mir stehen. Ich war vorhin duschen, ich wasche mir andauernd die Hände, putze morgens und abends Zähne und spüle meinen Mund mit Wasser aus. Wasser ist verdammt nochmal überall, wir haben dauernd Kontakt damit. Die Folge schafft es außerdem, sechs Menschen sterben zu lassen, und keiner von ihnen ertrinkt. Wasser ist kreativ. 

Ist man dann erstmal infiziert, besessen, was auch immer diese Entität so treibt, sieht es auch nicht gut aus. Man wird extrem hässlich, verliert die ganze Zeit Wasser und sieht dabei um den Mund herum aus wie ein Stück vertrocknete Wüste. Oh, und man ermordet dann gerne weitere Leute, um noch mehr willenlose Zombies zu erschaffen. "Doctor Who" schafft es immer wieder, alltägliche Dinge mit Angstgefühlen zu verbinden, aber beim Thema Wasser finde ich das besonders schrecklich.

1. The Midnight-Entity
Auftritt: Midnight (Staffel 4, Folge 10)
© BBC
Eigentlich wäre Platz 2 ja unangefochten mein erster Platz. Eigentlich.... wenn da die Episode "Midnight" nicht wäre. Es beginnt so harmlos. Der Doctor will mit einer kleinen Gruppe einen vom Hotel organisierten Ausflug machen. Doch das Shuttle mit all den verschiedenen Besuchern kommt natürlich in Schwierigkeiten. Zunächst hört man ein seltsames Klopfen außen am Shuttle, dann gelangt Etwas hinein. Eine Passagierin scheint besessen, sie kopiert permanent, was die anderen Teilnehmer sagen, bis zu dem Punkt an dem sie vorhersagen kann, was andere sagen wollen. Doch wieso landet das jetzt auf dem ersten Platz?

Ganz einfach: als Zuschauer kriegen wir dieses Wesen nie zu sehen. Wir erleben nur Sky, wenn sie besessen ist. Erfahren, dass ein anderer Passagier draußen etwas gesehen haben will. Alles an diesem Monster bleibt unserer Vorstellung überlassen. Doch mit am schlimmsten ist, dass der Doctor nicht weiß, wie er damit umgehen soll. Er, der immer eine Lösung parat hat, der noch gegen jedes Monster angetreten ist, ist hier ratlos. Es ist die Angst vor dem Unbekannten, die so tief in uns verankert ist, und die in dieser Episode meisterhaft abgehandelt wird. Mit den anwesenden Passagieren haben wir auch gleich verschiedene Reaktionsmöglichkeiten, mit denen wir uns vergleichen können. Ein wohlverdienter erster Platz, wie ich finde.

Blogparade: 10 meiner liebsten Serien-Soundtracks

Sigur Rós als Hochzeitsband in "Game of Thrones" © HBO
Nachdem schon die 10 liebsten Film-Soundtracks zusammengestellt werden sollten, legt "Passion of Arts" direkt die nächste Parade nach. Diesmal geht es um Serien-Soundtracks. Da ich guten Gewissens behaupten kann ein Serienjunkie zu sein, fühle ich mich also nahezu berufen, mitzumachen. Stellvertretend für den jeweiligen Soundtrack habe ich euch die Songs aus dem Intro, wenn möglich mit Introvideo dazu, herausgesucht. Unter die komponierten Soundtracks haben sich auch einige gemischt die eher als Compilation durchgehen. In dem Fall gefällt mir die zusammengestellte Musik einfach besser als die, die speziell für die entsprechende Serie komponiert wurde. Also, viel Spaß beim stöbern. Für den überaus großen Anteil an HBO-Serien möchte ich mich ja fast entschuldigen. Aber auch nur fast ;)

Game of Thrones (Ramin Djawadi, HBO)

 Episches Intro, epischer Soundtrack. Ramin Djawadi erschafft Folge um Folge Musik mit hohem Wiedererkennungswert. Und nach mittlerweile mehr als vier Staffeln kennt man sich als Zuschauer bereits aus. So bereitet das Stark-Theme mir Gänsehaut, versetzt das Lannister-Theme mich in Unbehagen. Die perfekte musikalische Wiederspiegelung von Drachen, Wölfen, Herrschern und Beherrschten.



True Detective (HBO)

Hier handelt es sich ebenfalls eher um eine Zusammenstellung verschiedener Songs von zahlreichen Interpreten. Die Auswahl ist wirklich gut gelungen und passt sich an das drückende Südstaaten-Feeling an.



Penny Dreadful (Abel Korzeniowski, Showtime)

Der Soundtrack und vor allem der Themesong in Verbindung mit dem Intro von Penny Dreadful schafft es auf so wunderbare Weise, sowohl die Essenz der Show als auch die der einzelnen Figuren einzufangen. Ich bin dieser Musik wirklich restlos verfallen. Es beginnt so düster, doch dann scheint geradezu ein Kampf zwischen zwei verschiedenen Melodien auszubrechen. Am Ende gewinnt die positivere der beiden, oder vielleicht doch nicht?


The Leftovers (Max Richter, HBO)

Max Richter gehört generell zu meinen liebsten Musikern, und seine Musik für diese Serie ergänzt sich wirklich ganz zauberhaft mit den Bildern. Musik zum Augen schließen und entspannen.



True Blood (Various Artists, HBO) 

Noch mehr Südstaaten. True Blood nahm ein eher unrühmliches Ende, doch der Soundtrack war stets einer der Höhepunkte der Show. Die Verbindung von Show und Musik wurde auch bei der Titelwahl deutlich: jede Episode trägt den Namen eines Songs, der dann auch in der Episode vorkommt. Wenn ich einfach so zwischendurch Musik hören will, zu der man sowohl entspannen als auch tanzen kann, dann ist True Blood meine bevorzugte Adresse.



Sons of Anarchy (Various Artists, FX)

Noch ein Soundtrack, der nicht so wirklich komponiert wurde. Sons of Anarchy liefert größtenteils rockige Töne. Die Besonderheit hier: viele Songs sind Coverversionen. Und viele davon werden von Katey Sagal gesungen. Sie spielt in der Serie Gemma, viele von euch kennen sie vielleicht vor allem als Peggy Bundy. Bisweilen pathosmäßig ganz am Anschlag unterstreicht der Soundtrack nur zu oft das familiäre Gefühl in dieser hochgradig dysfunktionalen Familie von Bikern.



Sherlock (Michael Price, David Arnold, BBC)

Sherlock darf hier natürlich nicht fehlen. Liegt auf keinen Fall daran, dass ich der Neuinterpretation des Detektives restlos verfallen bin oder so. Üüüüberhaupt nicht.



Doctor Who (Murray Gold, BBC)

Murray Gold komponiert ganz gerne für die BBC, mein Favorit stammt allerdings aus einer meiner absoluten Lieblingsserien. Nicht nur versuche ich bei jeder neuen Folge erfolglos, das Intro mitzusingen (ich weiß, dass es keinen Text besitzt. Stellt es euch eher als "uuuuuiiiiiuuuuuuu, döööö döö döö, laaalala, laalala, lala" vor). Manche der Songs sind so eng mit der jeweiligen Szene verbunden, dass allein der Soundtrack mich auf eine emotionale Achterbahn schicken kann. Schaffen nicht allzu viele Soundtracks.



Ripper Street (Dominik Scherrer, BBC/Amazon Prime)

Wundervoll komponierter, klassischer Soundtrack, der durchaus bisweilen an die Version von Hans Zimmer für "Sherlock Holmes" erinnert. Stimmt mich jedes Mal wieder neu auf die Serie ein, die wirklich sehenswert ist.



Supernatural (Various Artists,The CW)

Supernatural begeistert immer wieder mit seinem gut zusammengestellten Soundtrack. Egal ob es das ikonische "Carry on my Wayward Son" ist, zahlreiche Songs von AC/DC oder andere Klassiker des Rock, die Musik passt wie die Faust auf's Auge. Besonders gefällt mir, dass viele Songs sich nahtlos in das Geschehen einfügen. Werwölfe sind unterwegs? "Bad Moon Rising" von Creedence Clearwater Revival ist der Song der Wahl. Nervige, sich stetig wiederholende Songs im Radio? "Heat of the Moment", at your service. Musik und Geschehen verschmelzen hier immer wieder zu einer Einheit. Nebenbei kann man sich den ganzen Soundtrack als Compilation für lange Autofahrten schnappen.

Blogparade: Die 10 legendärsten Serienepisoden

© Fox
Miss Boolena hat eine ganz wunderbare Blogparade zum Thema "legendäre Serienepisoden" ins Leben gerufen. Und weil sich an meiner Vorliebe für Listen noch immer nichts geändert hat, präsentiere ich euch jetzt meine 10 liebsten Serienepisoden, die mich entweder zutiefst erfreuten oder tränenüberströmt in der hinterletzten Ecke meines Bettes zurückließen. Nie war es hier im Blog so angebracht wie zuvor, aber: Spoiler. Ich hab euch jeweils direkt im Namen der Episode auch die Staffel mit angegeben, ihr könnt also auch nur die Texte lesen, zu denen ihr die Folgen schon kennt.

Nochmal, deutlicher: Spoiler

This article is dark and full of spoilers!

Also, legen wir los.

Lost - The Constant (Season 4, Episode 5)

Ohh, right in the feels. Lost war die erste Serie, die ich so richtig durchgesuchtet habe. Kurz vor der letzten Staffel bin ich eingestiegen, und weil ich mich zwischen zwei Jobs befand, habe ich eine ganze Woche genutzt um ALLES nachzuholen. "The Constant" wird für mich auf ewig einen ganz besonderen Platz im Seriengedächtnis haben. Einfach, weil es grandios gespielt und grandios geschrieben war. Weil es so viel Belohung für die Figuren war. Und weil ich zum ersten Mal so richtig mit Figuren mitgeweint habe.



Parks and Recreation - One last Ride (Season 7, Episode 12)

Parks and Recreation habe ich erst entdeckt, als die sechste Staffel bereits gelaufen war. In Windeseile habe ich also alle Folgen angeschaut, und dann auf die finale Staffel gewartet. Und was soll ich sagen? Selten habe ich eine letzte Staffel von irgendwas erlebt, die so aus allen Kanonen feuert. Die all ihren Figuren ein wunderschönes Ende beschert. Die sich so viel Mühe gibt, allen gerecht zu werden. Parks and Recreation war für eine Weile wie ein guter Freund. Mit Figuren, in denen man sich wiedererkennen kann. Mit einer tollen Botschaft. Und natürlich mit Leslie Knope, einer der besten Frauen im Fernsehen. Ich vermisse diese Freunde. Statt eines Clips aus der letzten Folge gibt es ein überall einsehbares Best-of Video von meiner heimlichen Seelenschwester April Ludgate. Bedankt euch bei Youtbe.





Breaking Bad - Ozymandias (Season 5, Episode 14)

Statt einer Szene aus der Episode möchte ich hier lieber den Trailer zeigen. Bryan Cranston liest das gleichnamige Gedicht von Percy B. Shelley. Und weil ich Gedichte mag, vor allem wenn sie aus der britischen Romantik stammen, gibt es an dieser Stelle das Gedicht für euch:
I met a traveller from an antique land 
Who said: — Two vast and trunkless legs of stone 
Stand in the desert... Near them, on the sand, 
Half sunk, a shattered visage lies, whose frown, 
And wrinkled lip, and sneer of cold command, 
Tell that its sculptor well those passions read 
Which yet survive, stamped on these lifeless things, 
The hand that mocked them, and the heart that fed: 
And on the pedestal these words appear: 
‚My name is Ozymandias, king of kings: 
Look on my works, ye Mighty, and despair!‘ 
Nothing beside remains. Round the decay 
Of that colossal wreck, boundless and bare 
The lone and level sands stretch far away.



True Detective - Who goes there? (Season 1 Episode 4)

In dieser Episode wird das Doppelleben von Hart aufgedeckt. Und True Detective hat in der ganzen ersten Staffel sowieso keinerlei Schwachpunkte. Nachdem ich also fast vier Folgen lang gaaaaanz langsam in die tiefen Abgründe dieser Serie hineingezogen wurde, endet die vierte Folge. Und nicht nur irgendwie, nein. Sie endet mit einem fast sechs Minuten langen One-Take Tracking-Shot. Was bedeutet das? Sechs gottverdammte Minuten ist die Kamera an Matthew McConaughey dran, es gibt keinen einzigen Schnitt. Das war der Moment in dem ich wusste: ich werde Zeugin von absoluter Ultrakunst. Am Ende saß ich auf der Bettkante und war sprachlos. 



Leftovers -The Prodigal Son Returns (Season 1, Episode 10) 

"Leftovers" spaltete die Serienzuschauer. Einige (so auch ich) sind begeistert und haben das Geschehen Woche um Woche mitverfolgt. Andere haben sich zu Tode gelangweilt. Die in meinen Augen treffendste Auseinandersetzung mit Depression und Verlust, die ich je in einer Serie erlebt habe, gipfelte in einem fulminanten Ende. in der Katharsis für die Figuren. Ich bin jetzt schon auf eine zweite Staffel gespannt.



Buffy - Once More with Feeling (season 6, Episode 7)

Joss Whedon, die erste. Dass der Meister aller Serien hier vertreten sein *muss*, ist ja klar. Buffy wird für mich immer einen besonderen Platz im Herzen haben, und "Once more with Feeling", die Musical-Episode, ist mit Abstand meine liebste Folge. Ich hab euch den Song von Spike, "rest in peace" herausgesucht. Die Beziehung zwischen Buffy und Spike war alles andere als einfach, das ist in diesem Song perfekt herausgearbeitet. Nebenbei ist James Marsters ein wirklich toller Sänger. Wer noch nie in dieser Hinsicht gesucht hat: Sucht bei Youtube nach "Ghost of the Robot".



Firefly - Out of Gas (Season 1, Episode 8)

Und Joss Whedon, die zweite. Firefly habe ich erst kürzlich entdeckt, aber die Liebe entwickelte sich wie ein Waldbrand. Fox bewies hier vermutlich am deutlichsten, wie kurzsichtig sie sind. Die erste Staffel wurde nicht einmal zu Ende ausgestrahlt. Und trotzdem werden auch nach 10 Jahren noch immer Neulinge zum Fan der wundervollen Crew um Captain Mal Reynolds. Episode 8 fällt aus dem restlichen Rahmen der Serie durchaus raus, denn hier gibt es vor allem eines: Hintergrundgeschichte. So ist die Crew der Serenity in der Gegenwart in einen Unfall verwickelt. Flashbacks erzählen dann, wie es zu diesem Unfall kam. In einem weiteren Rahmen erzählen andere Flashbacks, wie die Crew zusammenkam. Nicht dass die komplette Crew nicht vorher schon liebenswert gewesen wäre. Aber diese Folge zeigt das ganze Potential, welches "Firefly" gehabt hätte, wenn Fox nicht wieder dumm gewesen wäre. Curse you and your sudden but inevitable betrayal, Fox!



Doctor Who - Vincent and the Doctor (Season 5, Episode 10)

Nicht-Whovians Doctor Who nahe zu bringen ist eine Herausforderung. Normalerweise wird bei "ein 900 Jahre altes Alien in Menschengestalt, dass in einer Telefonzelle durch Raum und Zeit...." ihr wisst schon. Meine Episode um Neulinge zu überzeugen ist "Vincent and the Doctor". Nicht nur ist mit Amy Pond mein liebster Companion dabei, die Geschichte hat alles, was Doctor Who so großartig macht. Eine spannende Zeit, in der sie spielt. Ein faszinierendes Alien. So unendlich viel Herz. Und Vincent van Gogh. Und verdammt nochmal, Bill Nighy. Mit Abstand einer meiner liebsten Momente in der ganzen Serie ist das Ende der Folge. Denn zwischen all den Aliens, den verrückten Reisen und den Eigenartigkeiten des Doctors ist es das Herz, was die Serie besitzt. Dieses unendlich große Herz (manche sagen, es sind zwei), in dem Platz für jeden ist.



House of Cards - Chapter 14 (Season 2, Episode 1)

Mit House of Cards bin ich momentan noch beschäftigt und am Ende der dritten Staffel. Nachdem ich Staffel 1 schon grandios fand und mich fröhlich-motiviert auf die zweite Staffel stürzte, erlebte ich den bis dato größten "wtf-Moment" meines Serienlebens zu Beginn von Staffel 2. Franks unschöne Auseinandersetzung mit Zoe verfrachtete mich in eine Schockstarre. Als ich dann dort saß, ein kleiner Haufen Elend, wollte ich nichts weiter, als dass Frank mit mir spricht. So schrecklich dieser Mensch auch ist, ich wollte tröstende Worte. Doch es kam nichts, Frank schwieg mich an. Enttäuscht und allein gelassen saß ich also dort, um in letzter Minute doch erlöst zu werden. Und ich war Frank so dankbar. Dankbar, dass er mich nicht vergessen hat. Doch ich schämte mich auch. Für die Aufmerksamkeit, die ich von diesem Menschen haben wollte. Für mein beleidigt-sein, weil er mich eine ganze Stunde ignoriert hat. Ich hoffe, er wird mich nie wieder ignorieren. 



Game of Thrones - Mountain vs. Viper (Season 4, Episode 8)

Als Buchleser wusste ich ja, was kommt. Ich hatte allerdings zu Beginn der Staffel nicht damit gerechnet, dass mir Oberyn so sympathisch werden würde. So hatte ich dann also bis zum Ende des Kampfes noch einen Restfunken Hoffnung, dass irgendjemand sich erbarmen würde und hier die Serie vom Buch abweichen lassen würde. Aber keine Chance. Als ich die Folge angesehen habe, konnte ich am Ende nicht mehr hinsehen. Zwei Wochen später überraschte mich jemand mit einem Bild von Oberyn nach dem Kampf, und ich brach auf der Stelle in Tränen aus.


Blogparade: 10 Best Villains in Film und/oder Serie, Teil 1: Serie

Da ich gerade das Thema "Blogparaden" für mich entdecke (mal ehrlich, Listen aufstellen ist mit das Beste, was es so gibt!), kommt mir die Blogparade der Singenden Lehrerin zum Thema "Bösewichte in Film und Serie" gerade recht. Nachdem letzte Woche bereits "Filmmusik" Thema war, geht es also nun um die bösen Jungs und Mädchen. Der Übersichtlichkeit halber werde ich zwei Einträge zum Thema machen. Hier geht es also zunächst um das Thema Serien, die Filme folgen dann im Lauf der Woche. Wie auch schon bei der Musik ist das hier kein Ranking, aber wenn ich jemanden besonders böse finde, dann wird das vermerkt. Also, los geht's. 


Moriarty aus "Sherlock"
"Did you miss me?" Aber sowas von!
Keinem steht die Krone so dermaßen gut wie Jim Moriarty.
© BBC

Lorne Malvo aus "Fargo"
Fargo wollte ich schauen, weil ich den Film mochte. Weil ich die Coens generell mag und neugierig war wie sich der Stoff in eine Serie übersetzen lässt. 
Und wegen Martin Freeman, den ich überaus schätze. 
So richtig fasziniert hat mich dann aber Billy Bob Thornton als Lorne Malvo. 
Die Personifizierung von "not giving a fuck".
© FX

Crowley aus "Supernatural"

"Hello Boys". Mark Sheppard weiß, wie man mich begeistert. Auffällige Stimme, toller Akzent und immer die richtigen Worte.
Einer der Hauptgründe, aus denen heraus ich dem
 ausgelutschten Supernatural immer wieder eine neue Chance gebe.
© The CW

Gustavo "Gus" Fring aus "Breaking Bad"
Ganz eindeutig die Person, die ich am wenigsten als Chef haben wollen würde. 
Mr. "Los Pollos Hermanos" ist nicht nur der Alptraum jedes Angestellten mit seinem Zweitjob als Drogenbaron. Er hat auch diese eklige "vornerum freundlich, 
hintenrum Arschloch"-Attitüde, die ich besonders eklig finde.
© AMC

Ben Linus aus "Lost"
Lost war ja ein ziemliches Event, und Ben Linus war für mich eines der Highlights.
Seine Machenschaften zu durchschauen war
eine meiner liebsten Beschäftigungen, während ichLost verschlungen habe. 
© ABC

Hannibal Lecter aus "Hannibal"
Der Mensch, von dem ich einerseits liebend gerne Kochunterricht nehmen würde, andererseits aber andauernd Panik wegen der Zutaten hätte. Mads Mikkelsen als Hannibal fasziniert, schockiert, überrennt Grenzen und ist dabei stets auf Stil und Benehmen bedacht. 
© NBC

Alle Daleks aus "Doctor Who"
Die Daleks versetzen seit etwas mehr als 50 Jahren die Welt in Angst und Schrecken, einen Platz in dieser Parade haben sich die hasserfüllten Blechdosen also allemal verdient. Ein besonders kuscheliges Exemplar befindetsich in meinem Besitz.
Seit seine Batterien leer sind macht er auch keinen
Lärm mehr, wenn man nachts aus Versehen darauf drückt.
Das Leben kann so schön sein.
© BBC

Team Rocket aus "Pokémon"

Muss man eigentlich gar nicht so viel drüber sagen, 
deswegen lass ich das Team mal selbst reden:
"Jetzt gibt's Ärger
...und es kommt noch härter
...Wir wollen über die Erde regieren
...und unseren eigenen Staat kreieren
...Liebe und Wahrheit verurteilen wir
...mehr und mehr Macht, das wollen wir
...Jessie – James
....Team Rocket – so schnell wie das Licht
...gebt lieber auf und bekämpft uns nicht
...Miauz, genau!" 
© TV Tokyo/Nintendo

Cersei Lannister aus "Game of Thrones
Cersei Lannister versorgt wohl sämtliche Weinhändler in Game of Thrones allein mit ihrer Nachfrage nach dem überaus gesunden Traubensaft. Wenn sie nicht
mit trinken beschäftigt ist befindet sie sich mit ihrem
Zwillingsbruder entweder im Bett oder im Streit,
versucht ihren jüngeren Bruder zu ermorden,
versucht die Herrschaft an sich zu reissen,
terrorisiert die Ehefrau ihres jüngsten Sohnes,
bildet unheilvolle Allianzen mit Wahnsinnigen,
und hat generell nichts gutes im Schilde.
Eine absolut faszinierende Figur und trotz der starken
Konkurrenz aus der Serie mein absoluter Favorit unter den bad guys im Thrones-Universum.
© HBO

 Drusilla aus "Buffy" 
Buffy war eine der ersten "richtigen" Serien, die ich geschaut habe. Und recht bald tauchte 
mit Drusilla die bis dahin furchteinflößendste Lady in meinem ganzen Leben auf. 
Bis heute gehört sie zu meinen Lieblingen, auch wenn bei Buffy wirklich viele fiese 
Damen unterwegs waren. Darla, Anyanka, Faith (jedenfalls zwischenzeitlich), 
Dark Willow... Buffy bewies mir, dass Frauen nicht immer nett und freundlich zu sein haben. 
© WB Television Network


Blogparade: 10 meiner liebsten Film-Soundtracks

© Dreamworks
Die bezaubernde Gina von "Passion of Arts" hat eine Blogparade zum Thema Filmmusik ins Leben gerufen, und wenn ich mir meine Filmmusiksammlung so anschaue, dann ist klar: da *muss* ich mitmachen. Bei genauerem Überlegen ist es natürlich irgendwie brutal schwer, sich auf 10 Soundtracks zu beschränken, aber ich sage mal: Challenge Accepted. Die folgenden Soundtracks sind nicht nach Beliebtheit oder so geordnet. Stellvertretend für den kompletten Soundtrack habe ich jeweils ein Lied herausgesucht. Neben dem jeweiligen Song bekommt ihr natürlich noch eine kurze Erklärung, wieso gerade dieser Soundtrack zu meinen Favoriten gehört. Also, legen wir los!

1. Fargo: Main Theme (Carter Burwell)

Carter Burwell gehört zu meinen liebsten Filmkomponisten. Mit Fargo ist ihm allerdings wirklich ein kleines Meisterwerk gelungen. Faszinierenderweise handelt es sich hier aber um ein Cover eines norwegischen Folksongs namens "den borkomne sauen". Die Serie "Fargo" nutze den Song ebenfalls, als Outro der letzten Folge der ersten Staffel. Für mich ist der Beginn des Songs die ideale Musik für den ersten Schneefall im Jahr. Am Ende wird es dann dramatischer und ich kann an meinem Fenster sitzen und mir vorstellen, was für Dinge im Schneetreiben geschehen, die ich nicht sehen kann.


©Conc Cr Turner

2. Jurassic Park: Welcome to Jurassic Park (John Williams)

Mein erstes Mal "Jurassic Park" werde ich wohl nie vergessen. Bis dahin wusste ich nicht, was Filme alles können, und ich saß als kleines Kind zwischen meinen Eltern auf dem Sofa. Und dann erklang diese Musik, und ich sah zum ersten Mal "richtige" Dinosaurier. Und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Dieser Soundtrack bereitet mir auch heute, viele Jahre später noch eine Ganzkörpergänsehaut vom Allerfeinsten. John Williams hat generell eine gigantische Liste grandioser Soundtracks, die ich alle an dieser Stelle hätte einfügen können. Da Dinos aber nach wie vor einen ganz besonderen Platz in meiner Erinnerung haben, sind sie nun hier vertreten.

© Universal

3. How to train your Dragon: Forbidden Friedship (John Powell)

Die Geschichte um Hiccup und den besten Drachen der Filmgeschichte ist wunderschön erzählt, und Jon Powells Soundtrack ist die Kirsche auf dem Sahnehäubchen. "Forbidden Friendship" untermalt eine der schönsten Szenen der jüngeren Kinogeschichte und sorgt immer wieder dafür, dass ich mich sehr anstrengen muss um nicht spontan loszuweinen. Drachen machen mich irgendwie sehr emotional, kann ich mir auch nicht so recht erklären. Die zunächst zaghafte Annäherung spiegelt sich wundervoll in der Musik wieder, und je mehr Instrumente hinzukommen, desto mehr will ich meinen eigenen Nightfury besitzen, mit dem ich durch die Wolken fliegen kann. Man wird ja noch träumen dürfen, und dafür ist dieser Soundtrack geschaffen worden. Ich hatte ja gesagt, dass es sich hier nicht um ein Ranking handeln wird, aber wenn es eins wäre, dann wäre dieser Soundtrack auf dem ersten Platz, und dann käme lange Zeit erstmal gar nichts.

© Dreamworks

4.Sucker Punch: Army of Me (Björk)

Björk ist für mich ein richtiges Ausnahmetalent, und "Army of Me" wird wohl auf ewig auf meiner Motivational-Songs-Liste ganz weit oben stehen. Zu Zack Snyders "Sucker Punch" passt der Film dann auch wie die Faust auf's Auge. Als Regisseur gefällt er sicher nicht jedem, doch Sucker Punch hat mir außerordentlich gut gefallen. So kann der Soundtrack gefühlt vor lauter Coolness keinen Meter geradeaus laufen, aber wieso sollte man laufen wenn man auch einfach über alles hinweg fliegen kann? Alternativ hätten hier auch Korn feat. Skrillex mit "Get Up" Platz gefunden.


©Warner Bros.

5. Vicky Cristina Barcelona: Barcelona (Giulia y los Tellerini)

Manchmal darf es auch etwas entspannter zugehen. Vicky Christina Barcelona vereint einige meiner liebsten Schauspieler, und der Soundtrack erinnert mich an die vielen in Spanien verbrachten Abende, auf die ich zurückblicken kann. Aber auch hierzulande klappt das einigermaßen: einfach an einem warmen Sommerabend nach draußen setzen, die Musik mitnehmen, Leute beobachten, vielleicht in einem kleinen Café etwas trinken gehen. Manchmal ist entspannt sein so einfach :)

©Concorde

6. Die fabelhafte Welt der Amélie: Comptine d'un autre été: L'après-midi (Yann Tiersen)

Aufmerksame Leser werden es vielleicht schon bemerkt haben: Der Name meines Blogs ist eine Variante dieses Filmtitels. Amélie ist mir vor einigen Jahren zum ersten Mal begegnet. Es stand der erste Auszug von Zuhause aus, und ich saß inmitten meiner gepackten Kisten in meinem Zimmer. Irgendwie war ich traurig und wollte mich ablenken, also legte ich diesen Film ein. Drei Packungen Taschentücher später ging es mir besser. Doch auch wenn ich gute Laune habe mag ich den Film, denn er passt sich wirklich jeder Stimmung an. Yann Tiersens Soundtrack läuft immer wieder bei mir in Dauerrotation, manchmal tagelang.

 ©Prokino (Fox)

7. Guardians of the Galaxy: Hooked on a Feeling (Blue Suede)

Vielleicht habt ihr auch schon mitbekommen, dass ich bedingungslos Alles liebe, was aus dem Hause Marvel kommt. Guardians of the Galaxy nimmt da nochmal einen Sonderplatz ein. Nicht nur habe ich ein Faible für Dinge, die im Weltraum stattfinden, ich hab auch eine (jetzt nicht mehr so) heimliche Vorliebe für semi-trashige Musik aus den 80ern. Die Guardians habe ich ganze vier Mal im Kino bewundert, und der Soundtrack riss mich bei jedem einzelnen Mal erneut mit. Stellvertretend für sie alle habe ich "Hooked on a Feeling" ausgewählt. Wieso? Weil ich seit dem ersten Guardians-Trailer immer sofort in ein grenzdebiles Grinsen verfalle, wenn ich den Song höre.

©Marvel/Disney

8. Inception: Dream is Collapsing (Hans Zimmer)

Um Hans Zimmer kommt man wohl eher schlecht herum, wenn es um Soundtracks geht. Inception hat vor allem mit dem allseits bekannten Schiffshorn aus dem Trailer ein Statement gesetzt. Doch der Soundtrack an sich weiß zu begeistern. Langsam baut sich der Song auf, die Anspannung steigt und steigt und steigt. Irgendwann fliegen mir die Kopfhörer quasi um die Ohren und ich fühle mich als wäre ich aus einem Fiebertraum aufgewacht, nein, unsanft mit kaltem Wasser ins Gesicht geweckt worden. Ein ganz starkes Stück Musik und ein perfektes Spiegelbild zu einem meiner liebsten Filme.

©Warner Bros.

Zum wirklich episch fühlen wende ich mich dann aber doch lieber "Time" zu. Auch hier ist der Aufbau langsam und endet in einem furiosen Finale, um dann doch in die leisen Töne abzudriften. Man kann Zimmer vorwerfen dass er oft gleich klingt. Aber was macht das schon, wenn er in der Lage ist so wunderschöne Musik zu erschaffen?

©Warner Bros.

9. Matrix: Château (Rob Dougan)

Sicher, die Matrix-Reihe hat mit jedem weiteren Film qualitativ abgenommen. Doch die Château-Kampfszene gehört bis heute zu meinen Favoriten, und die musikalische Untermalung ist (wie in der ganzen Reihe) enorm gelungen. Ich erinnere mich noch lebhaft an den Kinobesuch und dieses Gefühl, etwas richtig Cooles und Seltenes gesehen zu haben. Wäre mal wieder an der Zeit, die Reihe wieder auszupacken.

©Warner Bros.

10. Terminator 2: Theme Song (Brad Fiedel)

Terminator ist so eine Reihe, wo meiner Meinung nach der zweite Teil den (schon genalen ersten) mal locker überboten hat. Nicht nur ist Sarah Connor (gespielt von Linda Hamilton) eine meiner liebsten Frauenfiguren im Kino, der Soundtrack fetzt auch so richtig. Verzerrte Klänge, die für die damalige Zeit recht ungewöhnlich gewesen sein dürften, stimmen auf ein irres Action-Spektakel ein. Höre ich mir nicht oft an, macht mir aber immer wieder enorme Freude, wenn es sich dann doch in die Playlist verirrt.

© Columbia

Diese Liste ist bei weitem nicht vollständig, aber ich denke eine repräsentative Auswahl ist dennoch zusammengekommen. Ist euer Favorit dabei? Wenn nicht, dann postet ihn doch in die Kommentare!