Serie: The Expanse Staffel 1

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Story


Im 24. Jahrhundert haben die Menschen das Sonnensystem kolonialisiert. Die U.N. ist zur Weltregierung aufgestiegen, der Mars ist eine unabhängige Militärmacht. Beide Planeten sind auf die knappen Ressourcen des Asteroidengürtels angewiesen. Diese werden dort unter schlechten Bedingungen von den Gürtlern abgebaut. Unter ihnen hat sich eine militante Widerstandsgruppe gebildet, die Outer Planets Alliance (OPA). Das Sonnensystem steht an der Grenze zum Krieg, ein einziger Funke könnte diesen auslösen...


Kritik


Mit "The Expanse" macht sich eine Sci-Fi Serie auf, diese gähnende Leere, die in dem Bereich ja doch irgendwie herrscht, zu füllen. Sicher, das Genre ist weit weg davon, tot zu sein, aber wer gerne in fremde Welten eintaucht, der bleibt besonders im Hinblick auf den Detailreichtum oft auf der Strecke. Hier gibt es eine Zukunft zu entdecken, die bis in den kleinsten Winkel mit Leben erfüllt wurde. Es ist richtig angenehm, mal wieder eine Welt zu erleben, die durchgeplant ist, bei der klar wird, dass sich jemand Gedanken gemacht hat.

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In dieser ausgereiften Zukunftsversion finden drei größere Handlungsstränge statt. Ein Detektiv versucht, eine verschwundene junge Frau zu finden. Gleichzeitig kämpft die Crew eines Schiffes inmitten politischer Unruhen im wahrsten Sinne des Wortes um ihr Überleben. Und auf der Erde versucht eine hochrangige Politikerin, die Übersicht zu bewahren. Im Prinzip wird hier die gleiche Geschichte aus drei Perspektiven angegangen. Das ist am Anfang ein wenig mühsam, da sich erst nach und nach die einzelnen Fragmente zusammensetzen. Doch die Geschichten nehmen schnell Fahrt auf und wissen dann, den Zuschauer mitzureißen. Wer da übrigens lustige Zwischentöne erwartet oder ein locker-leichtes, flapsiges Miteinander der verschiedenen Figuren, der sollte sich auf eine Enttäuschung vorbereiten. "The Expanse" ist nicht gekommen, um Scherze zu treiben, das wird schnell deutlich.
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Überzeugend ist auch der Reichtum an Figuren. Hier gesondert Darsteller zu nennen, wäre fast schon unmöglich, denn alle tragen im Kollektiv ihren Teil zum großen Ganzen bei. Die Figuren sind herrlich divers, nicht jede Motivation wird gleich deutlich, jeder und jede hat Beweggründe, die nach und nach erforscht werden. Niemand ist irgendwie langweilig oder macht den Eindruck, dass die Geschichte auch ohne sie oder ihn funktionieren könnte. Das ist beinahe schon das Bewundernswerteste an der Serie, alles fühlt sich an, wie aus einem Guss. Inwieweit die Romanvorlage da eine Rolle spielt, vermag ich nicht zu beurteilen. Die Chemie zwischen den Darstellern stimmt jedenfalls. Gemeinsam mit den Figuren geht man als Zuschauer also auf die Reise, und erst im Verlauf der Staffel werden alle Hintergründe erklärt. Da kann man sich am Anfang schon etwas verloren vorkommen, doch am Ende wird jede Frage beantwortet, jede Unklarheit beseitig. Das passiert so überzeugend, dass mir beim besten Willen keine Serie einfällt, die da aktuell vergleichbar wäre. Vielleicht macht ja das auch den Reiz aus?

Fazit


"The Expanse" liefert in der ersten Staffel faszinierende Bilder und eine vielseitige Geschichte, bei der man rasend schnell eintaucht und dann nicht mehr vor dem TV wegkommt. Ein absolutes Serienhighlight, nicht nur für Sci-Fi Fans. 

Die Blu-ray


Die Blu-ray im Vertrieb von Pandastorm ist seit dem 5. Dezember 2017 im Handel erhältlich. Das Amaray-Keepcase wird in einem stabilen Pappschuber geliefert, der blaue FSK-Aufkleber ist dabei außen an der Folie befestigt, so dass man sich nicht mit Rückständen auf dem Schuber herumärgern muss. Auch das Keepcase selbst kommt mit einem Wendecover daher, hier wird also schon einmal voller Service geboten.
 Im Inneren befindet sich ein kleines Booklet mit einem Episodenguide. Die 10 Folgen sowie das Bonusmaterial sind auf zwei Discs verteilt. Sowohl die deutsche als auch die englische Tonspur liegen in DTS-HD MA 5.1 vor und überzeugen mit klarem, ausgewogenem Klang. Auch das Bild ist schick geraten, die Kontraste sind gut gesetzt, auch bei dunkel gehaltenen Szenen überzeugt das Bild, die Farben wirken schön differenziert. Als Extras gibt es Trailer sowie Deletec Scenes zu bewundern.

Infos zur Serie


Originaltitel: The Expanse Season 1
Produktionsjahr: 2016
Genre: Sci-fi
FSK: 16
Laufzeit: zehn Folgen mit je ~ 42 Minuten / 427 Minuten
Regie: Terry McDonough, Jeff Woolnough, Robert Lieberman, Bill Johnson
Drehbuch: Winston Graham
Darsteller: Steven Strait, Cas Anvar, Dominique Tipper, Wes Chatham, Florence Faivre, Shohreh Aghdashloo, Shawn Doyle, Thomas Jane, Chad L. Coleman u.a.

Trailer

 

 

1 Kommentar:

  1. Die Serie habe ich auch sehr genossen. Erstens, weil sie Science-Fiction so mit Politik verbindet und dabei in Staffel zwei noch komplexer und dichter wird. Schätze ich sehr, obwohl ich anfangs dachte, dass das evtl nicht mein Thema ist. Und ich bin sehr froh, dass sie kein scherzhaftes-buddy-Ding daraus gemacht haben, sondern tatsächlich so ernsthaft dabei bleiben.

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