gesehen: 47 Meters Down

© Universum Film

Story


Hai-Alarm im Tropenparadies! Eigentlich wollten Kate und Lisa bei ihrem Mexikotrip einfach nur die Sau rauslassen und sich vielleicht noch einmal selbst beweisen, dass sie keine Langweiler sind. In feuchtfröhlicher Feierlaune entscheiden sich die beiden dann vor Ort aber natürlich genau für die falschen Jungs, den falschen Ausflug und das falsche Boot, um ein wildes Abenteuer zu erleben. Was als Käfigtauchgang runter zu einer Gruppe zähnefletschender Haie beginnt, wird so schnell vom Urlaubshighlight zum Horrortrip ihres Lebens. Denn 47 Meter unter dem Meeresspiegel stranden die zwei Frauen und sitzen in ihrem rostigen Tiefseegefängnis fest.


Kritik


Für viele von uns beherbergt das Meer eine Art Faszination. Wir können ins Weltall fliegen und wissen, was für Planeten dort sind, aber der Grund des Meeres, der fühlt sich nur schon beim Gedanken daran irgendwie fremd und unbekannt an. Mit dieser Angst, und natürlich mit dem Respekt, den einem ein Hai abverlangt, spielt "47 Meters Down".

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Als Zuschauer muss man dabei über ein paar doch eher unlogische Momente hinwegblicken können. Die Idee, mittels zwielichtig wirkender Käfigtauchaction über die Trennung von Lisas (Mandy Moore) Freund hinwegzukommen, wirkt spätestens dann wahnsinnig, als man zum ersten Mal den rostigen Käfig und den generellen Zustand des Equipments sieht. Im Verlauf des Films gilt dann: Wenn etwas schiefgehen kann, weil die Figuren extrem tollpatschig sind, dann wird es auch schiefgehen. Andererseits haben schon unzählige Horrorfilme noch viel dämlichere Figuren gezeigt, und besonders Lisa wird einfach extrem sympathisch gespielt, so dass darüber hinweggeschaut werden kann.

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Denn wer sich auf den Film einlässt, der bekommt spektakuläre Unterwasserbilder serviert. Mark Silk, der bereits die Unterwasseraufnahmen von Filmen wie "Captain Philipps" oder "Under the Skin" leitete, erschafft auch hier eindrückliche Bilder und spielt gekonnt mit dem Schatten und der Dunkelheit. Oftmals lässt sich nur erahnen, was um den Käfig herum passiert, bis dann plötzlich ein Hai wie aus dem Nichts auftaucht. Diese Jumpscares sind effektiv eingesetzt und das Spiel zwischen Spannungsaufbau und - entladung beherrscht Regisseur und Drehbuchautor Johannes Roberts sehr gut. Auch der Soundtrack, der sich angenehm zurückhält und recht spärlich eingesetzt wird, unterstreicht die Stimmung. Blutig ist der Film nicht unbedingt, doch zwischenzeitlich herrscht beim Anschauen genau das richtige Maß an Anspannung, um die 97 Minuten nicht langweilig wirken zu lassen. 

Fazit


"47 Meters Down" erfindet das Genre zwar nicht neu und jongliert mit den gängigsten Klischees, Spaß macht das allerdings trotz einer gewissen Vorhersehbarkeit durchaus. Fans von Tierhorror, schicken Unterwasseraufnahmen und Haien sind hier jedenfalls gut bedient und auch Mandy Moore bekommt endlich mal wieder die Chance zu zeigen, dass sie eigentlich eine recht talentierte Darstellerin ist. 

Die Blu-ray




Die Blu-ray im Vertrieb von Universum Film ist seit dem 1. Dezember 2017 im Handel erhältlich. Dem Keepcase liegt leider kein Wendecover bei. Aber es zählen ja die inneren Werte, und die können hier überzeugen. Der Sound ist sowohl in der englischen Originaltonspur als auch in der deutschen Synchronfassung in sattem DTS-HD MA 5.1 abgemischt und unterstreicht besonders die sowieso schon eindrücklichen Unterwasserszenen besonders markant. Das Bild ist ebenfalls sehr gelungen, die Farben überzeugen und besonders unter Wasser sieht der Film wirklich gut aus. Bonusmaterial ist leider keines vorhanden.


Infos zum Film

 

Originaltitel: 47 Meters Down
Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Horror, Thriller
FSK: 16
Laufzeit: 97 Minuten
Regie: Johannes Roberts
Drehbuch: Ernest Riera, Johannes Roberts
Darsteller: Mandy Moore, Claire Holt, Matthew Modine u.a.
 

Trailer