Happy Places #1: Overwatch


Mit diesen Helden startete das Spiel. © Blizzard
Herzlich Willkommen zu einer neuen Reihe hier im Blog. "Happy Places" soll euch die Dinge näherbringen, in die ich mich besonders verliebt habe. Egal ob Games oder Bücher oder Filme, jeder von uns hat doch diese fantastischen Orte, an die sie oder er immer wieder gerne zurückkehrt. Dinge, die unsere eigene, kleine Welt ein bisschen fabelhafter machen. Mir geht es jedenfalls so, und mit dieser Reihe möchte ich euch daran teilhaben lassen. Macht euch also bereit für geballte Liebeserklärungen, überwältigendes Gefangirle und eine ganze Menge Emotionen.


Den Anfang macht eines meiner liebsten, vermutlich sogar mein allerliebstes Computerspiel (keine Angst, es ist auch für Playstation und XBox erhältlich) überhaupt. Die Rede ist natürlich, der Titel verrät es ja schon, von "Overwatch". Blizzards Online Multiplayer Ego-Shooter hat es geschafft, mich für ein Genre zu begeistern, mit dem ich sonst bisher wenig Berührungspunkte hatte. Das Spiel an sich ist dabei recht schnell zu verstehen. Zwei Teams mit jeweils sechs Personen müssen entweder Punkte auf einer Karte einnehmen oder eine Fracht über eine Karte eskortieren. Manchmal auch eine Mischung aus beiden Mechaniken. Es gibt offensive und defensive Helden, die primär Schaden austeilen. Dazu Tanks, die vor allem ordentlich einstecken können, und Supportcharaktere, die für die Heilung ihres Teams zuständig sind. So weit, so gut. Man sucht sich aus, was man spielen will, gibt sich dann gegenseitig auf die Mütze und am Ende gewinnt eine der beiden Mannschaften. Was soll daran besonders sein? Was bringt mich dazu, immer wieder zu diesem Spiel zurückzukehren, während mein Stapel ungespielter anderer Games immer weiter in die Höhe wächst?


Jede Menge Auswahl

Da wäre zum einen die Anzahl an verschiedenen Charakteren, die man spielen kann. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte, und die Figuren sind angenehm divers gestreut. Es gibt junge und ältere Helden, sie alle kommen aus verschiedenen Ländern, sind verschieden gebaut. Klar, auf das Spiel an sich hat das keinerlei Einfluss, aber es ist schon, so viele verschiedene Figuren in einem Spiel zu sehen. Ich kann beispielsweise D.va spielen, eine junge Pro-Gamerin aus Korea, die in einem Meka die Aufgabe als Tank übernimmt. Oder eine Ärztin aus der Schweiz, die natürlich auf das Heilen spezialisiert ist. Mich persönlich macht die Herkunft der Figuren immer enorm neugierig und ich will so viel wie möglich über ihre Geschichte erfahren. Und das bringt uns gleich zum nächsten Punkt.
Tracer ist quasi das Aushängeschild von "Overwatch". © Blizzard

Da steckt mehr dahinter

"Overwatch" ist ein Shooter mit sogenannter Lore, also einer Hintergrundgeschichte und einer ausformulierten Welt, über die man stetig mehr erfährt. In unregelmäßigen Abständen werden Cinematics, kurze Videos und Comics veröffentlicht, in denen die Geschichte der Figuren miteinander verknüpft und diese Welt ausgebaut wird. So eröffnen sich oftmals neue Perspektiven auf die Helden. Ich persönlich kann es jeweils kaum erwarten, wenn ein neuer Comic oder Cinematic angeteasert wird. Und wie das für Blizzard eben typisch ist, sehen die Videos jeweils grandios aus. Schaut mal den Cinematic zu Bastion, einem der Helden, an:



Viele verschiedene Spielmodi 

"Overwatch" bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten zum Spielen. Man kann gegen die KI üben oder sich allein auf dem Trainingsplatz austoben gehen, um ein erstes Gespür für Helden zu bekommen. Im Quickplay geht es dann gegen andere Spieler zur Sache, hier gehe ich z.B. gerne hin, wenn ich für Ranked Matches üben möchte oder einfach entspannt mit Freunden spielen will. In Competitive, oder eben Ranked Matches geht es um etwas mehr. Hier spielt ihr gegen Spieler eures Niveaus um Punkte und Ränge. Man kann auf- und absteigen und sich mit den erspielten Punkten schicke, goldene Waffen freispielen. Hier und da trifft man in den Spielen auf so genannte toxische Spieler, die sich einen Spaß daraus machen, anderen das Spiel zu verderben. Lasst euch davon nicht entmutigen. Sucht euch Freunde, die mitspielen wollen, verbreitet ein bisschen positive Stimmung (ein simples "Hallo" im Teamchat kann Wunder bewirken!) und macht eine Pause, wenn es zu stressig wird. Am Ende des Tages ist es nur ein Spiel, und mit dem soll man Spaß haben.

Und dann gibt es noch den Arcade-Modus. Dort könnt ihr euch im Deathmatch üben, eine Runde Überraschungshelden spielen (was übrigens toll ist, um sich mit sonst nicht so oft gespielten Figuren vertraut zu machen) oder euch euer ganz eigenes Spiel zusammenstellen. Man kann zum Beispiel die Schwerkraft runterschalten, das sieht dann am Ende so aus:



Lasst uns die Sache professionell angehen

Blizzard unternimmt einiges, um "Overwatch" im eSport zu etablieren. Die Overwatch League als offizielles Turnier mit 12 Teams steht aktuell in den Startlöchern und an der Blizzcon 2017 wurde der WorldCup ausgetragen, den das Team aus Südkorea zum zweiten Mal in Folge mit nach Hause nehmen konnte. Als jemand, der sich selten dafür begeistern kann, Sport anzuschauen, machen selbst mir diese Events richtig Spaß. Vor allem lernt man noch gehörig etwas, wenn man den richtig guten Profis beim Spielen zuschaut.

Bastion mit seinem gefiederten Begleiter, Ganymede. © Blizzard
Hier bietet sich natürlich auch Youtube an, um von den Besten zu lernen. Da ich selbst nicht jeden Helden im Spiel gerne habe, kann ich euch natürlich nicht um die 25 Youtuber empfehlen, von denen ihr lernen könnt. Aber eine kleine Auswahl hab ich dann doch mitgebracht.

  • Valkia ist ein extrem guter Pharah Spieler, von ihm lerne ich immer wieder etwas Neues über meinen Main. Er ist außerdem wirklich sympathisch und nicht so ein nervig-toxisches Wesen wie es leider einige andere Profis teilweise in ihren Streams sind. 
  • HarryHook und seinem Reaper zuschauen ist ebenfalls eine pure Freude, er hat den Charakter wirklich im Griff. Einen eigenen Kanal hat er meines Wissens nach nicht, aber man findet zahlreiche Videos mit ihm.
  • Bei Animetic lernt ihr viel Wichtiges über Mercy, die ebenfalls zu meinen Main Charakteren gehört. Aus einem mir unerfindlichen Grund wird oft über Mercy und diejenigen, die Mercy als Main spielen, gemeckert, aber am Ende des Tages sind sie doch meistens alle froh, wenn irgendjemand auf sie aufpasst. Und darin ist eine gute Mercy in meinen Augen beinahe unschlagbar.

Abwechslung durch Events

Blizzard bietet, wie auch beispielsweise in "World of Warcraft" zahlreiche Events an. Zu diesen Events kommen neue Spielmodi sowie jede Menge neue Outfits, Emotes und Sprüche in das Spiel. So gibt es gruselige Items zu Halloween oder festlich anmutendes zu Weihnachten. Wer bisherige Events verpasst hat, kann sich die erspielbaren Items im nächsten Jahr unter den Nagel reißen.  

Mei und ihr Roboter, Flöckchen. © Blizzard

Belohnung, ohne dafür einen Arm hergeben zu müssen

Lootboxen in (Vollpreis-)Spielen sind ja aktuell als Thema in aller Munde. Auch "Overwatch" bietet solche Boxen an. Allerdings befinden sich darin ausschließlich kosmetische Gegenstände. Nichts davon hat irgendeinen Einfluss auf das Spiel. Man bekommt pro Levelaufstieg eine Box, im Arcade Modus sind jede Woche drei Boxen erspielbar. Natürlich kann man dafür auch Geld ausgeben, notwendig ist es aber absolut nicht. Mit der Zeit bekommt man so ziemlich alle Outfits, Sprüche, Sprays, Siegerposen und Emotes automatisch. Bekommt man hingegen etwas aus einer Box, was man bereits hat, gibt es stattdessen einen kleinen Betrag an Credits, der Spielwährung. Damit können die Gegenstände ebenfalls freigeschaltet werden. Das oftmals auftretende Gefühl, ohne den Kauf solcher Lootboxen einfach nicht vorwärts zu kommen, entfällt hier.

Hier spiele ich. © Sandra Scholz
Da mit "Overwatch" auch sonst keine weiteren Kosten ins Haus kommen, finde ich diese Form der Lootboxen vertretbar. Blizzard hat seit dem Release des Spiels einige neue Helden vorgestellt, liefert immer wieder Events, zieht eine eigene eSports Liga hoch und interagiert viel mit der Community. Persönlich würde ich mir einen etwas strikteren Umgang mit den Spielern wünschen, die mit Absicht anderen den Spielspaß verderben, gefühlt wird dies seit einiger Weile aber bereits besser gehandhabt.

Und wie geht's weiter?

Nach rund einem Jahr mit "Overwatch" bin ich vom Spiel tatsächlich noch begeisterter, als ich es zu Beginn war. Mit jedem Match, jedem Sieg und jeder Niederlage lerne ich etwas dazu. Ich spiele viel mit Freunden und es ist klar von Vorteil, wenn man ein eingespieltes Team hinter sich hat. Aber auch allein macht "Overwatch" mir eine Menge Spaß. Im Laufe der Zeit wird man beinahe automatisch besser, das Spiel bleibt aber herausfordernd und wird nicht langweilig. Immer wieder gibt es neues über die Spielwelt, die Geschichte und die Figuren zu erfahren und ich bin mehr als neugierig, wo der Weg noch hinführen wird.

Spielt ihr ebenfalls "Overwatch"? Oder habt ihr ein anderes Game, zu dem ihr immer wieder zurückkehrt?

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