Serienkritik: NCIS: New Orleans Staffel 1*

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Story: New Orleans, pulsierende Metropole. Dort werden kriminelle Fälle untersucht, die das Militär betreffen. Leiter des Teams ist Special Agent Dwayne Cassius Pride aka „King“ (Scott Bakula), der in New Orleans aufwuchs und dem es besonders wichtig ist, immer das Richtige zu tun. Zusammen mit Pride arbeiten Special Agent Christopher LaSalle (Lucas Black), der sich zu vergnügen weiß, aber umso härter arbeitet, sowie Special Agent Meredith „Merri“ Brody (Zoe McLellan), die im Verhör besonders taff und nach einer Versetzung aus dem Great Lakes Office auf der Suche nach einem Neustart ist. Unterstützt wird das Team von der Rechtsmedizinerin Dr. Loretta Wade (CCH Pounder), die ebenso exzentrisch wie clever ist. Diese bunte Stadt, die auch eine dunkle Seite birgt, ist Anziehungspunkt für beurlaubtes Militärpersonal. Und wenn übermäßiger Genuss zu Schwierigkeiten führt, ist Prides Team stets zur Stelle.

Kritik: Erst CSI, dann NCIS: Krimiserien, gerne auch mit zahlreichen Spin-Offs die dann verschiedene Städte bedienen, boomen nach wie vor. Nun kommt also "NCIS: New Orleans" daher und buhlt um die Aufmerksamkeit des Zuschauers. Das frische Team wurde bereits in der elften Staffel der Mutterserie vorgestellt, nun geht es also an eigene Fälle, die gelöst werden müssen. Zu Beginn lernen wir das Team wenigstens in groben Zügen ein wenig kennen. Pride ist sozusagen der Vater des Teams, er kümmert sich um seine Kollegen, macht ihnen Frühstück und hat stets ein offenes Ohr für Probleme. Als Zuschauer ist schnell klar: es handelt sich um eine eingeschworene Truppe. Damit man einen Zugangspunkt findet gibt es Meredith. Sie kommt von außerhalb neu dazu und muss ihren Platz im Team erst finden. Ihre Figur dient dem Zuschauer als Fixpunkt, mit ihr kann man sich identifizieren und den Zugang zur Gruppe finden. 

Doch es handelt sich um NCIS, also müssen wir nicht lang auf den ersten Mord warten. Bei dem besteht gleich eine Verbindung zum Team, es wird also emotional richtig gut investiert. Die folgenden Episoden funktionieren dann in typischer Manier für solche Serien vollkommen alleinstehend. Immer wieder werden aber Verknüpfungspunkte eingebaut, so dass auch die Zuschauer, welche vor allem an den Figuren interessiert sind voll auf ihre Kosten kommen. Und Interesse an den Figuren wird man hier beinahe automatisch entwickeln. Vielleicht nicht gerade weil sie so herausragend geschrieben sind, es handelt sich ja doch eher um allseits bekannte Stereotypen. Aber die Darsteller, allen voran Scott Bakula und CCH Pounder, die wohl jedem aus zahlreichen anderen Serien bekannt sein dürften, spielen bemerkenswert sympathisch. Persönliche finde ich es toll CCH Pounder nach ihrem tollen Auftritt bei "Sons of Anarchy" mal in einer etwas entspannteren und humorvollen Rolle zu sehen, denn sie kann wirklich vielseitig und immer überzeugend spielen. 
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Heimlicher Star ist aber natürlich das Setting. Besonders zu Beginn der ersten Staffel wird manchmal noch ein wenig übertrieben mit den Anspielungen, so als ob der Zuschauer wirklich mit aller Gewalt daran erinnert werden müsste dass er sich nun in New Orleans befindet. Pride ist besonders stolz auf sein Gumbo, jeder steht total auf Jazz: hier werden erstmal Klischees abgearbeitet. Doch das hört recht zügig auch wieder auf und man kann die wirklich wunderschönen Kulissen bewundern. Die Farben sind knallig und bunt, die ganze Stadt scheint zu pulsieren. Atmosphärisch überzeugt "NCIS: New Orleans" absolut. Die zu lösenden Fälle sind nicht immer absolute Hochkaräter, aber bei dem Überangebot an Kriminalserien ist es vermutlich mittlerweile auch schwer sich noch großartig abzuheben. Dennoch bleiben die allermeisten Fälle recht spannend und man rätselt gerne mal mit.

Fazit: Vor einer toll in Szene gesetzten Kulisse darf ein grundsympathisches Team ermitteln: Innovativ sind Serien wie "CSI" und "NCIS" wohl schon seit einer Weile nicht mehr. Aber "NCIS: New Orleans" sollte euch dennoch einen Blick wert sein. Toll aufgelegte Darsteller, größtenteils spannende Fälle und ein Team welches man schnell ins Herz schließt verschmelzen gemeinsam mit dem abenteuerlichen New Orleans zu einer Krimiserie, bei der man ruhig einen Blick riskieren darf. 

Die DVDs: Paramount Home Entertainment hat die Staffeln auf zwei DVD Boxen aufgeteilt, mit je 11 bzw. 12 Folgen. Besonders überzeugen kann das Bild, welches für DVD Verhältnisse wirklich ausgesprochen scharf und kontrastreich daherkommt. Auch die Farben überzeugen und New Orleans wirkt richtig schön knallbunt und lebendig. Neben der deutschen Tonspur gibt es noch englisch und französisch, alle drei kommen in satten Dolby Digital 5.1 daher. Der Klang verteilt sich gleichmäßig auf die Lautsprecher, die Stimmen sind auch in der OV noch deutlich zu hören und werden kaum von den Hintergrundgeräuschen übertönt. Besonders toll ausgefallen sind die Extras. Einblicke hinter die Kulissen, zahlreiche Featurettes rund um die Episoden, entfernte Szenen und Promo-Trailer laden zum stöbern ein. Ebenfalls mit in der ersten der beiden Boxen sind die Backdoor-Pilotepisoden aus der Mutterserie, NCIS, gelandet. Diese liefen unter dem Titel "Crescent City" in der elften Staffel.

Infos zur Serie

Originaltitel: NCIS: New Orleans
Erscheinungsjahr: 2014
Genre: Krimi
FSK: 16
Laufzeit: ~ 922 Minuten (475 Minuten in Box 1, 447 Minuten in Box 2)
Regie: James Whitmore Jr., Tony Wharmby
Drehbuch: Gary Glasberg
Darsteller: Scott Bakula, Lucas Black, Zoe McLellan, Rob Kerkovich, CCH Pounder

Trailer

    

*Es handelt sich um einen Sponsored Post. Für diesen Artikel wurden mir beide DVD-Boxen über Hashtaglove zur Verfügung gestellt. Die Kritik spiegelt vollumfänglich meine eigene Meinung wieder, eine anderweitige Bezahlung fand nicht statt.

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