Serienkritik: Doctor Who - Sechster Doctor, Volume 1

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Für meine liebsten Kollegen, den magischen Meeresfrüchten bei den Drei Muscheln, hab ich mir die seit Ende November erhältliche "Doctor Who" Box mit den ersten Folgen des sechsten Doctors mal genauer angeschaut. Schaut doch bei den Muscheln mal vorbei, sie sind sogar ohne Zitronensaft äußerst genießbar.

Story: Der neue Doctor zeigt sich von seiner düstersten Seite. Nach seiner traumatischen Regeneration ist er emotional unausgeglichen und unberechenbar. Dennoch muss er sich neuen Herausforderungen und alten Widersachern stellen.


Kritik: Mit Colin Baker geht es nun wieder einen Doctor weiter zurück in die Vergangenheit. Seinerzeit wurden einige der Folgen heftig kritisiert, da für damalige Verhältnisse ein recht hohes Maß an Brutalität herrschte. Das sorgte für einen schönen Zufall, denn die Doppelfolge „Revolte auf Varos“ beschäftigt sich dann prompt auch mit Folter als Unterhaltungsinstrument. „Doctor Who“ zögerte schon in den 80ern nicht wenn es darum ging kritische Themen anzusprechen. 

Aus heutiger Sicht kommt das natürlich alles recht harmlos daher. Aber fangen wir von vorne an. Geht man nach der englischen Aufteilung der Staffeln, so findet man hier das Ende der 21. Staffel und die ersten sechs Folgen der 22. Staffel. Im Vierteiler „Zweimal Einstein“ trifft der Doctor auf recht skurrile Schneckenmonster, die natürlich gleich die ganze Galaxie übernehmen wollen. In „Angriff der Kybermänner“ geht es zurück nach London, wo die Cybermen wieder recht unheilvolle Pläne in die Tat umsetzen wollen. „Revolte auf Varos“ setzt sich, wie eingangs erwähnt, mit dem Thema Reality TV auseinander und „Die Rache des Meisters“ bringt einen der ikonischsten Gegner des Doctor zurück.  
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Nachdem der fünfte Doctor, gespielt von Peter Davison, eher ruhig und zurückhaltend war erwartet den Zuschauer hier nun das absolute Gegenteil. Colin Baker ist bunt, und seine Persönlichkeit ist so schillernd wie seine Kleidung. Besonders in den ersten Folgen wirkt er aber eindeutig unsympathischer, vor allem sein Umgang mit seinem Companion, Peri, ist häufig herablassend. Das wird im Verlauf der Staffel nachlassen, dürfte aber besonders auf Neulinge abschreckend wirken. Auch sonst wirkt er sehr überheblich und hat auch deutlich weniger Probleme sich notfalls mit Gewalt zur Wehr zu setzen. Dazu kommen Stimmungsschwankungen, kleinere und größere Ausraster und teilweise beinahe schon manisches Verhalten. Nein, einfach ist dieser sechste Doctor auf keinen Fall. Wer aber schon immer besondere Freude an der Schlagfertigkeit und Redegewandtheit des Doctors hatte darf sich hier auf einiges gefasst machen.
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Wie generell in der Serie, sowohl bei Classic als auch New Who ab 2005 zünden nicht immer alle Folgen. Highlight dieser Box dürfte ganz klar „Die Rache des Meisters“ sein, nicht zuletzt auch weil die Kombination aus Master und Rani zu den klassischsten Begegnungen des Doctors zählt. Aber seit jeher waren die Folgen von „Doctor Who“ so vielseitig wie die Anhänger der Serie, und so wird auch in dieser Box jeder Fan der langlebigen Sci-Fi Serie seine Lieblingsgeschichte selbst entdecken. Neueinsteiger werden es, wie gewohnt, schwer haben und auch auf die oftmals improvisierten Kulissen wird man sich einlassen müssen, alle haben aber über die Extras eine Chance den Einstieg zu finden. Obwohl der sechste Doctor besonders zu Beginn nicht die sympathischste Inkarnation des Time Lords ist heizt diese Box den Appetit auf weitere Folgen mit Colin Baker mächtig an. Der genießt sein Dasein als Doctor auch heute noch, besucht fleißig Conventions und ist auch auf Twitter sehr aktiv. So ganz wird man eine der ikonischsten britischen Rollen scheinbar nie los. 

Die DVD: Besonders positiv stechen bei der DVD, wie auch schon bei früheren Veröffentlichungen von Pandastorm, die Extras heraus. Zu jeder Folge gibt es zahlreiche Audiokommentare und unzählige Featurettes, mit denen die Episoden bis in den letzten Winkel ergründet werden können. Bild und Ton wurden digital remastered und können begeistern. Abgerundet wird das stimmige Gesamtpaket durch ein Booklet, das randvoll mit Infos gepackt wurde. Ein persönliches Statement von Colin Baker, eine Vorstellung der Hauptdarsteller, Infos zu den einzelnen Folgen und wissenswerte Fakten laden zum Schmökern ein. Hier bleibt wirklich kaum ein Wunsch des Zuschauers unerfüllt.




Infos zur Serie

Originaltitel: Doctor Who

Erscheinungsjahr: 1984/85
Genre: Sci-Fi, Abenteuer
FSK:12
Laufzeit: ~ 370 Minuten
Regie: Peter Moffat, Mattheew Robinson, Ron Jones, Sarah Hellings
Drehbuch: Anthony Steven, Paula Moore 
Darsteller: Colin Baker, Nicola Bryant, Maurice Denham, Edwin Richfield, Anthony Ainley, Kate O'Mara




Kommentare:

  1. Hoffentlich fliegt die auch in Dortmund irgendwo rum, dann hab ich was für die Heimfahrt am Sonntag :)

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    1. Also, es wird ja ein Shooting mit Sylvester McCoy und einer Tardis angeboten, wenn du ein Auto mitbringst das groß genug ist kannst du die Tardis vielleicht gaaaanz heimlich klauen :D

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    2. Da ich schon dieses Jahr ein Foto mit ihm habe, wird ich eher keinen Shoot machen, vor allem da ich ihn auf den Big Finish Days im Januar schon zum dritten Mal in kurzer Zeit treffe :) Ich hab nur dummerweise meine Special Edition des Big Finish Special Light at the End daheim liegen lassen, das Autogramm, darauf wollte ich eigentlich jetzt schon abhaken.

      Und wenn schon denn schon nutzt man die TARDIS gleich als Fluchtfahrzeug. Hinterher war doch noch jemand drin und der Kofferraum ist plötzlich leer :)

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