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Happy Places #1: Overwatch


Mit diesen Helden startete das Spiel. © Blizzard
Herzlich Willkommen zu einer neuen Reihe hier im Blog. "Happy Places" soll euch die Dinge näherbringen, in die ich mich besonders verliebt habe. Egal ob Games oder Bücher oder Filme, jeder von uns hat doch diese fantastischen Orte, an die sie oder er immer wieder gerne zurückkehrt. Dinge, die unsere eigene, kleine Welt ein bisschen fabelhafter machen. Mir geht es jedenfalls so, und mit dieser Reihe möchte ich euch daran teilhaben lassen. Macht euch also bereit für geballte Liebeserklärungen, überwältigendes Gefangirle und eine ganze Menge Emotionen.

gespielt: Horizon Zero Dawn

© Guerilla Games

Story


In einer üppigen, pulsierenden, postapokalyptischen, offenen Welt streifen gewaltige mechanische Kreaturen durch eine Landschaft, die sie der Menschheit abgerungen haben.
Die Menschen haben sich im Lauf der Zeit zu Jägern und Sammlern zurückentwickelt, die inmitten gigantischer Wälder, imposanter Gebirgszüge und der stimmungsvollen Ruinen einer längst vergangenen Zivilisation ums Überleben kämpfen – während die barbarischen Maschinen allmächtig geworden sind.
Du bist Aloy, eine geschickte Jägerin, die auf Geschwindigkeit, Cleverness und Flinkheit setzt, um zu überleben und ihren Stamm gegen die Stärke, Größe und rohe Kraft der Maschinen zu beschützen. Angesichts einer überwältigenden Übermacht begibst du dich auf eine fesselnde, emotionale Reise, um die Geheimnisse einer vergessenen Zivilisation und deren Artefakte aufzudecken und mehr über die fortschrittlichen Technologien zu erfahren, die über das Schicksal des Planeten entscheiden werden – und über das Überleben der Menschen. 

Spieletest: The Witcher 3 - Wild Hunt

© Bandai/Namco / CD PRojekt Red

Story


The Witcher 3 ist ein Rollenspiel der nächsten Generation mit packender Story und offener Welt, in einem grafisch atemberaubenden Fantasy–Universum voller folgenreicher Entscheidungen und einschneidender Konsequenzen. In The Witcher schlüpft der Spieler in die Rolle des Geralt von Riva, dessen Aufgabe es ist, in einer riesigen offenen Welt voller Handelsstädte, Wikinger–Pirateninseln, gefährlicher Gebirgspässe und vergessener Kavernen das Kind aus einer Prophezeiung zu finden.

Kritik


Rollenspiele im Fantasy-Setting sind ein Genre, mit dem ich aufgewachsen bin. Wie viele Stunden habe ich als Teenager damit verbracht, "Baldurs Gate" durchzuspielen? Ich erinnere mich nicht mehr. Ich weiß, dass ich gut ein Jahr lang mit "Final Fantasy VIII" auf der PS1 beschäftigt war, bevor der Endgegner endlich Geschichte war. Und über meine lange Geschichte mit MMORPGs will ich gar nicht anfangen. In den letzten Jahren allerdings flaute diese Liebe massiv ab. RPGs stecken, zumindest für mich, in einer Art Krise. Und die lässt sich ganz leicht zusammenfassen:

Folge ich einer strikt linearen Geschichte in einer geschlossenen Welt, dann komme ich schnell zum Ziel, lerne aber die Figuren wenig kennen und habe kaum ein Gespür für die Welt, in der ich mich bewege.
Habe ich jede Menge spannende Seitenquests in einer offenen Welt, dann macht das Spaß und ich lerne die Figuren und die Welt kennen. Es verwässert aber auch die Bedrohlichkeit der Hauptaufgabe. Wieso sollte ich mich beeilen, die Welt zu retten, wenn ich zwischendurch Boxweltmeister werden kann?
© Bandai/Namco / CD PRojekt Red
Seitenquests im Stile von "Bring mir 10 Eberschnauzen", für die man dann wegen schlechtem Dropglück rund 45 Schweine meucheln muss (nicht jedes Schwein hat scheinbar eine Schnauze), machen das Ganze nicht besser. Zumal solche Quests in den meisten Fällen komplett ohne Auswirkungen auf die Geschichte an sich bleiben. Egal, wie ich als Spieler handle, das Spiel schert sich nicht darum. Grund genug, dem Genre vorerst den Rücken zu kehren. Doch hier tritt "The Witcher 3" auf den Plan.

Anders als die Anderen

Als ich mir 2015 zu Weihnachten eine Playstation 4 schenkte, lag "Witcher 3" einfach im Bundle mit dabei. Meine bis dahin einzigen Berührungspunkte mit Geralt von Riva hatte ich tatsächlich mit den Büchern von Andrzej Sapkowski. Bereits dort hatte mir die Welt an sich gefallen, und auch Geralt erschien mir als vielseitige Figur, die man näher kennenlernen will. Für die Spiele hat es trotzdem nie gereicht, auch wenn die beiden Vorgänger auf meinem PC installiert sind. Der Stapel der ungespielten Games ist in meinem Haushalt gigantisch groß. Mein Freund zockte Witcher 3 bereits munter auf dem PC, also fing ich auch einfach mal an, ohne große Erwartungen. Und was soll ich sagen? Ich wurde überrascht. Zunächst einmal vom Inhalt der Spieleverpackung: Eine Karte der Welt, ein Handbuch, der Soundtrack auf CD, Aufkleber und ein kleines Dankesschreiben vom Entwicklerstudio, weil ich das Spiel gekauft habe. Ich bin ja ein ausgewiesener Freund von solchen Bonusinhalten, die man anfassen kann. 
Jeede Menge Extras in der Spielepackung.
Doch das Spiel hat mich dann, gelinde gesagt, vom Hocker gehauen. Gut drei Monate verbrachte ich damit, bevor dann eines der zahlreichen möglichen Enden über den Bildschirm flimmerte. Je nachdem, welche Entscheidungen man auf seiner Reise getroffen hat, verändert sich nämlich der Spielverlauf. Doch die Konsequenzen des eigenen Handelns sind nicht nur auf dieser großen Ebene spürbar. Auch im Kleinen haben beinahe alle Entscheidungen Auswirkungen. Die Welt ist nicht nur Schwarz oder Weiß, hier gibt es Grauschattierungen ohne Ende. Niemand ist wirklich gut oder böse. Und Geralt mag vielleicht nicht der sympathischste, strahlendste aller Helden sein, aber dieser Hauch von Zynismus, der ihm anhaftet, macht ihn greifbar für den Spieler. Überhaupt sind die Figuren hier toll geschrieben und ausformuliert. Das gilt für die Hauptfigur, es gilt erfreulicherweise aber auch besonders für die Nebenfiguren. 

Figuren, die man mögen muss

Bleiben wir kurz bei Geralt. Auf den ersten Blick wirkt er wie ein vertrockneter Ast. Man meint, er würde kaum Emotionen zeigen. Besonders als kompletter Neuling in diesem doch recht düsteren Universum stellt sich die Frage, wieso man ausgerechnet mit dieser Figur spielen muss. Hexer sind, das geht sozusagen mit dem Beruf einher, frei von menschlichen Emotionen. Alles würde also darauf hindeuten, dass wir mit einem seelenlosen Roboter spielen müssen. Und doch zeigt Geralt reihenweise Emotionen. Sein Lachen ist vielleicht nicht besonders laut, aber je mehr Spielstunden man mit ihm verbringt, desto deutlicher wird: er ist eine hochgradig komplexe Figur. An gewissen Momenten verlässt sich das Spiel darauf, dass emotional gehandelt wird, um das Ende anders zu gestalten. Immer wieder erhält der Spieler die Möglichkeit, auf seine Belohnungen zu verzichten, ungerecht behandelten zu helfen, und und und. Klar, wer natürlich im Arschloch-Modus spielen will, der kann das tun. Und schauen, wie weit man damit kommt.
© Bandai/Namco / CD PRojekt Red
Ein Thema, welches aktuell oft diskutiert wird (und das völlig zu Recht), sind weibliche Figuren in Spielen. Witcher 3 hat sich, besonders im direkten Gegensatz zum ersten Teil (dort konnte man Karten von den Frauen sammeln, mit denen man im Verlauf des Spiels Sex hatte) enorm weiterentwickelt. Ciri ist stellenweise als spielbarer Charakter vorhanden. Und während ihre Gegner sie zwar sehr gerne beleidigen, ist die Lady so schnell und schlagkräftig, dass schon mal die Köpfe fliegen gehen. Yennefer, Triss und Keira sind nur drei Beispiele für weibliche Figuren, die im Spielverlauf immer wieder wichtig werden. Sie sind mächtige Zauberinnen, ihre Worte haben Gewicht und teilweise kämpfen sie besser als Geralt. Klar, man kann mit allen dreien auch in die Kiste springen, man muss aber nicht. Entscheidet man sich dafür, dann sind die Sexszenen geschmackvoll inszeniert. Im Umgang von Geralt mit all diesen Frauen wird außerdem wieder deutlich, welche Bandbreite an Emotionen eigentlich alle Figuren hier durchmachen. Und daraus zieht sich auch ein Großteil der Motivation, weiterzuspielen, denn die geschickte Verknüpfung der Figuren miteinander sorgt für zahlreiche emotionale Treffer. 

Suche in einer dreckigen Welt

"Witcher 3" lebt von seinen Dialogen (die übrigens auch in der deutschen Version grandios vertont sind). Sie bieten nicht nur die Möglichkeit, zahlreiches Hintergrundwissen anzuhäufen. Sie sorgen vor allem auch für den einen oder anderen Lacher und lassen die Figuren näher zusammenrücken. Das hebt das Spiel auf eine persönliche Ebene, und da scheint es gerechtfertigt, dass es am Ende darum geht, dass ein Ziehvater die junge Frau retten will, die für ihn wie eine Tochter ist. Ich will nicht spoilern, aber bei mir sind tatsächlich an zwei Stellen dicke Tränen geflossen. Die Thematik geht nahe, und sie kommt absolut überzeugend und packend rüber. 
© Bandai/Namco / CD PRojekt Red
Die Welt, in der die Geschichte sich abspielt, ist dabei herrlich düster. Es gibt zahlreiche Parallelen zu heutigen Gesellschaften. Man schreckt auch vor aktuellen Themen nicht zurück, und so wird man als Spieler mit Sexismus, Rassismus, den Folgen des Krieges und zahlreichen anderen Unerfreulichkeiten konfrontiert. Geografisch betrachtet ist die Spielwelt dann riesengroß. Einzeln voneinander getrennte Gebiete wirken zunächst übersichtlich, doch allein im kleinen Prologdörfchen kann man locker fünf Stunden verbringen, bis alle Quests erledigt sind. Egal ob keltisch inspirierte Inseln, eine riesige Stadt oder endlos langgezogene Felder und Wälder, es bleibt abwechslungsreich. Die NPCs folgen dem Tagesverlauf, wilde Tiere im Wald kämpfen schon mal miteinander. Alles macht den Eindruck einer lebendigen, vollen Welt, die zum Erkunden einlädt. 

Quests 

Natürlich folgt man in erster Linie der Hauptquest. Die bietet auch gut Inhalt, an gewissen Punkten im Spiel denkt man "oha, nun ist es vorbei", und dann folgen einfach nochmal zehn Stunden Inhalt. So richtig verlieren kann man sich in den Nebenquests, und für die besondere Herausforderung zwischendurch sind die etwas anspruchsvolleren Hexeraufträge ideal. Und wer lieber auf Schatzsuche geht, der kann sich Schatzkarten bei den Händlern kaufen und die abgelegensten Höhlen erkunden gehen, um Pläne für bessere Rüstungen zu erhalten. Die Quests sind schön abwechslungsreich. Schade ist nur, dass sie mit steigendem Level nicht mitgehen und es einfach zu viele Aufgaben gibt. Denn jede einzelne macht Laune und offenbart ein Stückchen mehr Hintergrund für die Welt und die Geschichte. So holt man zahlreiche Quests nach, die schon weit unter dem eigenen, aktuellen Level liegen, dementsprechend nutzlos sind dann die Belohnungen. 
© Bandai/Namco / CD PRojekt Red
Auch ist es zwar irgendwie nett, dass diejenigen, denen man geholfen hat, einen mit seltenen Familienerbstücken überschütten, irgendwann reicht es dann aber doch. Wenn sich 20 seltene Schwerter in den Satteltaschen befinden wird es Zeit, einen Händler zu finden, der einem all das Zeug irgendwie abkauft. Das kann schon mal dauern, denn die Händler haben nicht unbegrenzt Geld zur Verfügung und es dauert eine Weile, bis ihre Kasse wieder gefüllt ist, nachdem man ihnen fünf Schwerter und zwei Rüstungen angedreht hat. Alternativ zerlegt man die Gegenstände einfach und lässt sich dank der vielen auffindbaren Rezepte bessere Rüstungen und Waffen schmieden. Besonders die speziellen Hexersets sind auf bestimmte Spielstile abgestimmt und als vollständige Sets wirklich überlegen. Und wer sich komplett ablenken will, der findet mit dem integrierten Kartenspiel Gwint einen nahezu unendlichen Quell der Zerstreuung. 

Schwierigkeitsgrad und Steuerung

Die Steuerung auf Konsole braucht eine kleine Weile, bis man sich reingefuchst hat. Wer sich permanent die Belegung der einzelnen Tasten nicht merken kann, der kann sich die wichtigsten Dinge auch einfach einblenden lassen. Einblenden ist überhaupt ein gutes Stichwort, beinahe alle Elemente des Interface lassen sich ausblenden, damit man sich voll auf die Spielwelt konzentrieren kann. Besonders in grafisch anspruchsvollen Szenarien hängt das Spiel manchmal ganz leicht, das wirkt sich dann auch negativ auf die Steuerung aus. Ansonsten ist in diesem Bereich aber alles flüssig und leicht zu erlernen. 
© Bandai/Namco / CD PRojekt Red
Der Schwierigkeitsgrad kann ebenfalls eingestellt werden. Wer sich bisher noch nie mit RPGs befasst hat, wird wohl auch auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad hier und da zu knabbern haben. Prinzipiell kommt man aber durch die leichteste Variante des Spiels, indem man sich mit seinen Schwertern den Weg freihackt. So weit, so gut. Doch das Spiel bietet mehr Möglichkeiten. Alchemie lässt Geralt Tränke und nützliche Bomben herstellen. Verschiedene Tinkturen verbessern kurzzeitig die eigenen Waffen. Das Bestiarium gibt Hinweise auf Schwächen der Gegner. Wer sich gut vorbereitet, hat es in den einzelnen Gefechten deutlich leichter. Auch seine Talentpunkte kann man unterschiedlich verteilen. Wer sich gerne durchkloppt wird in die Kampftalente investieren. Auch Magie und Alchemie lassen sich verbessern, dort gibt es nützliche Effekte zu holen, die teilweise auch Einfluss auf den Spielverlauf nehmen können. 

Grafik und Technik

 

Gespielt habe ich auf der PS4, ein paar Angaben zur PC Version kann ich dank doppelt vorhandenem Spiel aber trotzdem machen. Auf der PS4 läuft das Game in 1080p und mit 30 fps. Das sorgt hier und da für einige Ruckler, vor allem wenn es mal schneller zur Sache geht. Geralt kann sich z.B. nicht auf der Stelle umdrehen, er braucht immer einen kleinen Wendekreis. In hitzigen Gefechten oder bei zu eng gebauten Treppen kann das mitunter nerven. Der eine oder andere Grafikbug hat sich ebenfalls eingeschlichen, so bleibt Plötze gerne mal im Zaun hängen und ein oder zwei schwebende Kisten sind mir beim Durchspielen ebenfalls untergekommen. Ärgerlich sind die enorm langen Ladezeiten. Besonders dramatisch ist dies, wenn man gestorben ist, dann sind gut 40-50 Sekunden warten angesagt, bis man aus dem Ladebildschirm wieder herauskommt. Keinerlei Probleme machen hingegen die Quests, diese ließen sich alle problemlos abschließen. Das ändert aber alles nichts daran, dass das Spiel verdammt schön aussieht. Ich habe jedenfalls mehrmals einfach in der Gegend herumgestanden, um die Landschaft genauer zu inspizieren. 
© Bandai/Namco / CD PRojekt Red
Wer allerdings das grafische Maximum haben will, der sollte (gute Hardware) vorausgesetzt, zur PC-Version greifen. Die Grafik ist hier nochmal um einiges schöner und detailreicher. Auch die Ladezeiten sind hier kürzer. Wer sich nicht mit der Tastatur am PC stressen will, kann mit dem Controller spielen, die Spieloberfläche passt sich dann an. Riesiger Vorteil am PC: Ihr könnt einen Spielstand von "Witcher 2" importieren.

Fazit


"The Witcher 3" schafft es zielsicher, die meisten langweiligen, immer wiederkehrenden Probleme von Rollenspielen zu umgehen. Eine packende Geschichte, eine vielseitige Hauptfigur, vor allem aber auch die facettenreichen Nebenfiguren und die riesengroße Welt laden zum Entdecken und Verweilen ein. Präsentiert wird all das in einer Grafik, die einen nicht selten atemlos vor dem TV sitzen lässt. Völlig zu Recht mit Preisen überschüttet, ist "Wild Hunt" ganz, ganz nah dran an der Perfektion.

Infos zum Spiel

Originaltitel: Wiedźmin 3: Dziki Gon
Erscheinungsjahr: 2015
Plattformen: PS4, PC, XBox One
USK: 18
Entwickler: CD Projekt Red
Publisher: Bandai Namco


Heute wird gespielt: Fallout Shelter (Android /iPhone)

Ja, der Name meines Vaults ist extrem einfallsreich © Bethesda
Vermutlich bin ich nicht die einzige Person, die sehnsüchtig auf das Erscheinen von "Fallout 4" wartet. Freundlicherweise hat Entwickler Bethesda vor kurzem mit "Fallout Shelter" ein Spiel für Smartphones herausgebracht, um die Wartezeit zu verkürzen. Nachdem ich mich zunächst ein wenig geziert habe, hab ich das Spiel nun auch endlich heruntergeladen. Und jetzt will ich euch davon berichten. Ihr findet in diesem Artikel einen Test, zum Abschluss verrate ich euch dann noch ein paar Tricks, damit auch ihr einen erfolgreichen Bunker leiten könnt. 

Worum geht's? 

"Fallout Shelter lässt Sie eine der modernsten unterirdischen Bunkeranlagen der Firma Vault-Tec verwalten. Bauen Sie den perfekten Bunker, stellen Sie Ihre Bewohner glücklich und beschützen Sie sie vor den Gefahren des umgebenden Ödlands. Schaffen Sie eine bessere Zukunft… unter der Erde! Wählen Sie eine Reihe moderner Annehmlichkeiten aus, um eine Felshöhle 500 Meter unter der Erde in ein Bunkerparadies zu verwandeln."

 Die Anfänge eures Bunkers © Bethesda

Worum geht's tatsächlich?

Wie bei den meisten anderen Spielen dieser Art müsst ihr auch hier eine eigene kleine Stadt aufbauen. Nur handelt es sich eben um einen Bunker in einem Endzeit-Setting. Ihr bringt die Bewohner eurer Vault dazu in verschiedenen Räumen Ressourcen herzustellen, sorgt dafür dass sie Nachwuchs zeugen, geht auf Erkundungstour und wehrt gelegentlich Angriffe von Außerhalb ab. Das alles erinnert ein bisschen an Die Sims, ist aber wirklich charmant auf das Fallout-Universum gemünzt. Wer einen Shooter erwartet wird allerdings enttäuscht, es handelt sich um eine reine Aufbausimulation. Bis zu drei Vaults könnt ihr gleichzeitig betreiben.

Ein richtiges Freemium-Spiel ist "Fallout Shelter" dabei nicht. Es gibt keine ewig langen Wartezeiten wenn ihr etwas bauen wollt. Statt euch einfach Spielwährung, also Kronkorken, zu kaufen könnt ihr Lunchboxen erwerben. In denen befinden sich Sammelkarten. Diese Karten bringen euch Kronkorken, Waffen und Rüstungen, Ressourcen und manchmal auch seltene Charaktere ein. Ab und an gibt es diese Lunchboxen auch geschenkt. Sie sind ein nettes Extra, aber das Spiel funktioniert auch völlig stressfrei wenn man keine Boxen kauft. Eine Premium-Währung gibt es gar nicht. Da es von vornherein nicht um Tempo geht muss sich niemand abhetzen. Angenehm ist auch die Möglichkeit, direkt zu Beginn festzulegen ob man Push-Benachrichtigungen will. Lehnt man diese ab, hat man tatsächlich Ruhe ohne dass alle fünf Minuten eine nervige Warnung rausgeht. Großartig: das Spiel kommt auch ohne Online-Verbindung aus. 

Wie sieht das aus?

Irgendwie niedlich sieht das aus. Eine cartoonartige Grafik konterkariert das eigentlich drastische Setting. Besonders witzig wird es, wenn man in die einzelnen Räume hinein zoomt. Die Figuren unterhalten sich miteinander oder führen Selbstgespräche. Ihr solltet ab und an nach ihnen schauen, denn wenn sie in ihrem zugeteilten Arbeitsraum nicht glücklich sind, dann teilen sie euch das auch so mit. Und die Zufriedenheit eurer Bewohner ist das A und O! Passend dazu ist die Musik typisch für Fallout und lädt zum Entspannen ein. 

Quatschen bei der Arbeit... © Bethesda

Aber wie kriege ich zufriedene Bewohner?

Wie auch in den regulären Fallout-Spielen haben die Bewohner ihre SPECIAL-Fähigkeiten. Die verschiedenen Räume in eurem Vault sind auf diese Fähigkeiten abgestimmt. Für die Krankenstation ist es beispielsweise nützlich, wenn man ein wenig intelligenter ist. Achtet bei der Zuteilung einfach ein wenig darauf, dass die Bewohner dort landen, wo ihre Fähigkeiten zum Einsatz kommen können. 

Auch die Ressourcen spielen eine Rolle. Gibt es keinen Strom, dann schalten eure Räume sich nach und nach ab. Essen und Wasser sind ebenfalls wichtig, ansonsten verstrahlen die Bewohner oder verhungern ganz einfach. Unfälle, die entstehen wenn ihr den Tempo-Modus wählt machen kurzzeitig auch unzufrieden. Und falls alle Stricke reißen könnt ihr Männlein und Weiblein auch auf ein Intermezzo in die Baracken schicken. Achtet aber darauf dass Schwangere zwar arbeiten, aber keine Waffen tragen und im Notfall in die Baracken flüchten. 

Das Menü eines zufriedenen Bewohners © Bethesda

Nützliche Tipps und Tricks!

  • Ihr könnt bis zu drei Räume des gleichen Typs miteinander verbinden. Dadurch werden die Räume deutlich produktiver. Bedenkt dies, wenn ihr euren Bunker ausbaut. 
  • Lunchboxen können Ressourcen enthalten. Theoretisch könnt ihr eure Boxen vom Spielbeginn also aufbewahren und auf Glück bei den Karten hoffen. 
  • Wenn ihr das Spiel beendet werden noch drei Minuten lang Ressourcen verbraucht. Plant dies ein wenn ihr euch anderen Dingen zuwenden wollt. 
  • Charaktere mit hohem Charismawert verlieben sich schneller. Eine Schwangerschaft dauert 3 reale Stunden, bis das Kind erwachsen ist vergeht ebenso viel Zeit. Cersei Lannister würde "Fallout Shelter" nicht mögen, denn Inzest ist nicht möglich. Achtet also darauf, wen ihr zum Kinderkriegen auserwählt. Sind die Figuren verwandt quatschen sie darüber, wie schön es ist die Familie zu treffen. 
  • Brecht nicht in Panik aus, wenn die Rohstoffe knapp werden. Meistens lässt sich das beheben wenn ihr einfach eine Weile am Stück spielt. Achtet auf die Zuteilung der Bewohner. Qualifizierte Bewohner beschleunigen die Produktion drastisch. 
  • Falls es doch mal dauerhaft knapp wird: Ressourcenmangel wirkt sich nicht auf die Bewohner aus, die das Ödland erkunden. Schickt also die gut ausgerüsteten Leute mal nach draußen und lasst nur die Arbeiter im Bunker, die ihr wirklich braucht. 
  • Nutzt den Tempomodus weise. Unfälle machen eure Bewohner unglücklich und setzen die Timer des jeweiligen Raumes zurück. Wenn das Unfallrisiko unter 30% liegt seid ihr meistens auf der sicheren Seite. Als Belohnung für einen erfolgreichen Tempomodus wirken Kronkorken und Erfahrung. Ein hoher Glückswert senkt die Unfallgefahr. Achtet auch darauf dass niedrigstufige Figuren unter den stärker werdenden Rad-Kakerlaken deutlich mehr leiden.
  • Räumt eure Leichen auf! Falls doch mal das große Sterben beginnen sollte, so räumt die Leichen schnell weg. Die senken nämlich die Moral erheblich. Schwangere und Kinder können übrigens nicht sterben. Falls ihr das Massensterben nicht abwenden könnt schickt ihr die Leute am besten ins Ödland, dann müsst ihr euch nicht ums aufräumen kümmern. 
  • Kümmert euch zeitig darum die Tür eures Bunkers aufzuwerten. Eine gut bewaffnete Person im ersten Raum ist ebenfalls nützlich wenn die Raider sich zum Angriff entschließen. 
  • Wenn ihr auf Beutezüge geht oder Lunchboxen öffnet werdet ihr Waffen finden. Haltet ein paar davon im Lager. Wenn es einen Überfall gibt könnt ihr so schnell und effizient eure Bewohner ausrüsten. 
  • Kronkorken verdient ihr auf vielfältige Weise. Levelaufstieg, Beute aus dem Ödland, die tägliche Statusbewertung, der Verkauf von Waffen und Rüstung, Lunchboxen, ein erfolgreich eingesetzter Tempomodus und das Erfüllen von Spielzielen bringen Geldsegen.
  • Richtig erkunden leicht gemacht: Schickt eure Leute morgens auf Beutezug. Schaut ab und an mal rein ob sie noch genügend Stimpaks/Rad-away haben. Abends ruft ihr sie zurück. Das zurückkommen dauert halb so lang wie die Erkundung. Am nächsten Morgen könnt ihr eine Menge Beute einsammeln und das Spiel wiederholen. 
Das erste Mal auf Erkundungstour © Bethesda
Spielt ihr auch schon "Fallout Shelter"?

Alle weiteren Infos: 

Homepage

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