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Ein Besuch in Salem

The Burying Point in Salem, Massachusetts bei Nacht. © Philipp Meier
Salem. Ein Name, der Assoziationen weckt. Meine erste Begegnung mit Salem fand noch während meiner Kindheit innerhalb der Serie "Sabrina" statt. Ihr Haustier war ein schwarzer, sprechender Kater namens Salem Saberhagen. Natürlich wusste ich damals nichts über die Hexenprozesse, aber im Nachhinein ist die Namensgebung des Katers natürlich ein mächtiger Wink mit dem Zaunpfahl. In meiner Jugend stolperte ich über das Buch "Brennen muss Salem" von Stephen King. Von da an war mein Interesse geweckt und ich begann, mehr darüber zu lernen. Damals noch altmodisch in einer Bibliothek, bevor dann auch bei uns zu Hause das Internet einzog. Im Sommer 2016 schaffte ich es dann endlich persönlich nach Salem, so dass ich euch mein vor Ort erworbenes Wissen gleich weitergeben kann.

Was genau ist damals eigentlich geschehen? Wie konnte es zu dieser Hysterie kommen, die so viele Menschen ihr Leben kostete? Wie geht man in Salem heute damit um? Und wo begegnet uns diese Geschichte in Serie und Film? Mit all diesen Themen wird sich dieser Artikel befassen.

Muggel auf Reisen: Die Harry Potter Studio Tour in London

Ollivanders Laden in der Winkelgasse © Sandra Scholz
Im Winter 2016 konnte ich endlich einen riesigen Eintrag von meiner endlosen "Dinge, die ich gesehen haben muss, weil ich sonst für den Rest meines Lebens unglücklich sein werden" Liste streichen. Und nein, ich bin absolut gar kein bisschen Drama-Queen, wenn es um Fandoms aller Art geht. Worum es geht, verrät euch ja schon der Titel. Die Harry Potter Studio Tour liegt etwas außerhalb von London und ist, das kann man so sagen, für Fans der Filme und Bücher wirklich absolut empfehlenswert. Ich habe euch einen kleinen Guide zusammengestellt, der euch das Wichtigste rund um die Tour verrät. Und natürlich habe ich euch jede Menge Fotos mitgebracht. Also, die Zauberstäbe zur Hand und "Alohomora" gesagt, und schon könnt ihr in eine magischen Welt eintreten.

Unterwegs: Bar Luce in Mailand, designet von Wes Anderson

Alles wundervoll pastellfarben in der "Bar Luce" © Sandra Scholz

Heute ist es mal wieder Zeit für einen etwas anderen Beitrag. Aber keine Angst, er hat trotzdem mit Film zu tun, auch wenn die Bilder durchaus einen anderen Eindruck erwecken.

Manchmal kommt es vor, dass sich zwei meiner liebsten Hobbies miteinander verbinden lassen: Filme und Reisen. Dank meines Umzuges in die Schweiz bin ich jetzt ja auch ein gutes Stück näher an Mailand dran. Kurz vor Ostern habe ich mir dann noch einen lang gehegten Wunsch erfüllt und mir endlich eine anständige Kamera zugelegt. Eine wunderschöne, toll in der Hand liegende Canon Eos 750D ist es geworden. Und die musste natürlich im Urlaub eingeweiht werden. Vor kurzem bekam ich mit, dass einer meiner liebsten Regisseure, Wes Anderson, in Mailand in der Fondazione Prada um genau zu sein, ein Café designet hat. Die Osterpläne waren also schnell geschmiedet und ich war hocherfreut, mein neues Spielzeug gleich an einem so schicken Ort ausprobieren zu können.


Wieso gerade eine Bar, Wes?

 

Ja, das mag man sich wohl fragen. Die Filme von Wes Anderson (u.a. Moonrise Kingdom oder Grand Budapest Hotel) fallen durch ihr feines Gespür für Symmetrie und Bildkomposition auf. So richtig erklären kann ich euch das auch nicht, aber wenn ihr einen Film von Wes Anderson seht, dann merkt ihr recht schnell, was gemeint ist. Alternativ dazu könnt ihr euch dieses wunderschöne Video anschauen, in dem der Symmetrie auf den Grund gegangen wird. Zu finden ist es auf dem Vimeo-Kanal von Kogonada:

Das Faible für Symmetrie findet sich auch in der "Bar Luce" wieder. Diese ist im wunderschönen Mailand zu finden, genauer in der Fondazione Prada. Während das sehenswerte Kunstmuseum Eintritt kostet ist der Zugang zur Bar gratis möglich: Ihr müsst einfach in den Innenhof laufen, direkt links abbiegen und am Ende seht ihr auf der linken Seite schon die Bar. Die naheliegendste Metrostation dürfte Lodi T.i.b.b. sein, von dort aus sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zur Bar. 
 
Die Einrichtung erinnert an typische Mailänder Cafes der 50er und 60er. Zusätzlich ist sie klar an zwei Filmen orientiert: "Miracolo a Milano" (1951) und "Rocco e i Suoi Fratelli" (1960). Es ist nicht das erste Mal, dass die Fondazione Prada mit Wes Anderson zusammenarbeitet: Bereits 2013 unterstützen sie ihn beim Kurzfilm "Castello Cavalcanti" mit Jason Schwartzman. Ich hab euch den Film mal herausgesucht:
 
Im Gebäude mit den hohen Decken ist dann auch alles in etwa so eingerichtet, wie man es von Wes Anderson erwarten würde. Color-Blocking spielt eine zentrale Rolle, die Farben sind pastellig gehalten und alles schwenkt in Richtung Kitsch, ohne dabei übertrieben zu wirken. Ein Ort, an dem man sich gerne aufhält. Und als solcher ist die Bar Luce auch explizit gedacht. Wes Anderson hat folgendes dazu zu sagen: "There is no ideal angle for this space. It is for real life, and ought to have numerous good spots for eating, drinking, talking, reading, etc. While I do think it would make a pretty good movie set, I think it would be an even better place to write a movie. I tried to make it a bar I would want to spend my own non-fictional afternoons in." (Quelle: Homepage der Fondazione Prada)
Auch an Besucher, die allein kommen, wurde besonders stilvoll gedacht © Sandra Scholz
("Es gibt keine ideale Perspektive für diesen Platz. Er ist für das reale Leben gemacht und sollte mehrere gute Möglichkeiten haben um zu essen, zu trinken, zu reden, zu lesen und so weiter. Ich denke die Bar würde ein gutes Set für einen Film abgeben, aber sie wäre ein noch besserer Ort, um einen Film zu schreiben. Ich habe versucht eine Bar zu entwerfen, in der ich meine eigenen, realen Nachmittage verbringen wollen würde")

Ich hätte nicht dagegen, in dieser Bar zu leben © Sandra Scholz
 "Castello Cavalcanti" und "Steve Zissou" finden sich als Flipperautomaten neben einer Jukebox wieder © Sandra Scholz 
Natürlich ist auch der Weg zum WC pure Kunst © Sandra Scholz

Kaffee, Kuchen, kleine Snacks

Aber natürlich war ich nicht nur zum Gucken dort. Vor dem Besuch habe ich mir ein paar Sorgen in Bezug auf die Preise gemacht, das war aber völlig umsonst. Einen guten Kaffee bekommt man für unter 2 Euro, für Cappuccino oder Café Latte legt man immer noch unter 3 Euro auf den Tisch. Der Milchschaum auf dem Cappuccino ist übrigens göttlich, fluffig-fest und generell ganz wunderbar. Reichhaltig belegte Paninis gibt es auch für kleines Geld, mein Highlight war aber ganz klar der pastellige Kuchen. Bitte sehr:
Schmeckt so gut wie er aussieht © Sandra Scholz
 Kaffee und Kuchen als zweites Frühstück: So lässt es sich leben © Sandra Scholz
Die Gabel ist übrigens einfach eine normal große Gabel gewesen, auch wenn das Stück Kuchen im Bild arg klein aussieht. Es ist aber enorm reichhaltig und ich hatte knappe 2 Stunden nach dem Frühstück wirklich meine Mühe damit. Und wer mich kennt weiß, wie verfressen ich sein kann wenn es um Süßkram geht.

Ihr merkt also, ein Besuch in der Bar Luce lohnt sich. Um die Mittagszeit herum ist es allerdings sehr gut besucht. Ihr solltet also entweder etwas früher da sein, oder die Haupt-Fütterungszeiten meiden.

Wart ihr vielleicht auch schon in der Bar Luce? Würdet ihr dort gerne mal essen gehen? Welcher Regisseur würde sich wohl noch als Designer für Restaurants und Cafés eignen? Hinterlasst doch einen Kommentar!

Media Monday #211


Sonntag Abend. Ich schreibe drei Artikel für 2 Outlets gleichzeitig. Neben mir liegt ein Haufen Klamotten neben dem Koffer, denn packen erledigt ja jeder vernünftige Mensch in der letzten Minute. Ich habe also bis morgen Vormittag Zeit, jawoll! Ein bisschen über Belgrad informieren wollte ich mich auch noch, aber ich glaube dafür ist es jetzt auch zu spät. Allerdings weiß ich, dass ich einen ganzen Tag mit shoppen verbringen werde. Ha! Die nächsten 10 Tage werden also auf jeden Fall ereignisreich, aber ich melde mich sicher hier mal zwischendurch. Und grad läuft auch noch die Comic Con, es herrscht also eh Ausnahmezustand.

Aber natürlich steht vorher der Media Monday vom Medienjournal ins Haus, der diesmal fast ohne Nachdenken von der Hand geht.

Buffy © Fox
1. Wäre ____ nicht bloß eine Film-/Serienfigur, würde sie/er fast ein Idol für mich sein, schließlich ____ . Völlig falsch gestellt, die Frage. Figuren wie Ellen Ripley oder Buffy Summers sind Idole für mich. Waren sie schon in meiner Jugend, und sie sind es auch heute noch. Unabhängige, vernünftige Frauen, die ihr Ding durchziehen und neben Sinn und Verstand noch eine ganze Palette an Emotionen auffahren können. Die Leute sollten mehr solche Idole haben. 
2. ____ war eine regelrechte kreative Meisterleistung, schließlich ____ . Heut hab ich's aber. Ist nicht jeder Film irgendwo eine kreative Meisterleistung? Also, bis auf wenige Ausnahmen. Wobei, eigentlich steckt in jedem Film Arbeit drin. Da haben sich Leute Mühe gemacht und eine Geschichte entwickelt, Figuren entwickelt. Schauspieler haben ihre Texte gelernt, sich vor der Kamera abgemüht. Hinter der Kamera arbeiten zahlreiche Leute, um eine Vision umzusetzen. Tja, manchmal kommt dann sowas wie der 40483 "Transformers" bei rum, wo alles kaputtgeht und sich scheinbar niemand Gedanken gemacht hat. Manchmal kommt sowas wie "Grand Budapest Hotel" dabei rum, wo offensichtlich ein wirklicher Künstler am Werk war. Aber kreativ sind sie alle irgendwie. 

Wobei, machen wir uns nix vor, "Grand Budapest Hotel" ist 'ne verdammte Meisterleistung, auch nach mehrmaligem Ansehen noch. Die Detailverliebtheit, die Bildkomposition...alles der pure Wahnsinn. 

3. Serien-Adaptionen zu erfolgreichen Filmen (bspw. Fargo, From Dusk Till Dawn, Scream etc.) betrachte ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Fargo" hat mir außerordentlich gut gefallen, und auch der Trailer zu "Ash vs. Evil Dead" macht mich sehr, sehr glücklich. Reine Nacherzählungen im Serienformat, wo eigentlich gute Darsteller durch irgendwelche unbekannten und untalentierten Typen ersetzt werden braucht allerdings kein Mensch. Ehrlich nicht. 

4. "World of Warcraft" spiele ich seit Jahren immer wieder gerne, weil ja, keine Ahnung. Man nach mehreren Jahren mit dem gleichen Charakter das Gefühl hat, dass man den jetzt nicht einfach so allein lassen kann? Weil es zumindest mit jedem neuen Patch und Addon was neues zu entdecken gibt? Weil ich meine Haustiersammlung noch immer nicht vervollständigt habe? Ich weiß es doch auch nicht. Ich freu mich auch massiv auf den "Warcraft" Film kommendes Jahr. 
Durotan © Legendary Pictures


5. Filme in schwarzweiß sind genauso Filme wie die in Farbe? Schau ich mir auch ganz gerne an? Können extrem stimmig sein? Alles davon? Nichts davon?

6. "Inherent Vice" von Thomas Pynchon zu lesen hat mir riesige Freude bereitet, denn das Buch ist tausendmal abgedrehter und verwirrter und zielloser als der ohnehin schon geniale Film. Deswegen saß ich häufiger mal irgendwo draußen herum und musste beim lesen leise vor mich hinkichern. Ich glaube, meine Umwelt und die Mitmenschen lieben mich. 

7. Zuletzt habe ich "Age of Adaline" gesehen und das war grad zum Ende hin wirklich gut , weil ab der Mitte aus einer bis dahin völlig belanglos erzählten 0815-Romanze ein recht gutes Liebesdrama wurde, mit Figuren denen ich ein Happy End echt gewünscht habe.
© Universum Film

Reise nach Westeros, Teil 3

© HBO
Es ist mal wieder Sonntag, und Zeit für den dritten Teil der Reise nach Westeros. Für diesen Tag stehen noch einmal ein paar richtige Highlights auf dem Plan. 

Die Reise beginnt mit der Fahrt nach Ballintoy. Wenn ihr mutig seid, dann probiert ruhig die Carrick-a-Rede Rope Bridge aus, achtet aber darauf dass es windstill ist. Ich hatte das Vergnügen bei Sturm, und ich erinnere mich beim besten Willen nicht daran, wann ich das letzte mal solche Panik hatte. Viel interessanter ist allerdings Larrybane Head. Dort hat Renly sein Camp aufgeschlagen, in dem Catelyn ihn besucht und Brienne sich ihren Platz in seiner Leibgarde verdient. Bringt euer Auto einfach auf den Parkplatz der Seilbrücke, doch dann lauft einfach an's andere Ende und ihr könnt auf die Landzunge hinaus gehen. Im Meer vor euch seht ihr die Rathlin Islands, und bei richtig gutem Wetter könnt ihr bis nach Schottland schauen. 
Aussicht auf Larrybane Head von der Carrick-a-Rede Rope Bridge.
Von dort aus geht es runter zum Ballintoy Harbour. Dieser wurde in die Iron Islands verwandelt, Theon hat hier seine eigene kleine Gedenktafel. Lasst euch an stürmischen Tagen nicht von den Wellen erwischen! Auf dem weiteren Weg könnt ihr einen kurzen Halt bei der Ruine von Dunseverick Castle einlegen. Nicht direkt eine Location von Game of Thrones, aber trotzdem aus der kurzen Distanz vom Parkplatz aus sehr sehenswert. Den Aufstieg zur Ruine selbst würde ich nur bei langer Trockenheit empfehlen, nordirischer Matsch schien mir bei meiner Reise besonders rutschig und heimtückisch.
Ballintoy Harbour.
Als nächstes sollten die mittlerweile legendären Dark Hedges auf eurer Route stehen. In der ersten Staffel haben sie als King's Route herhalten dürfen, Arya ist auf diesem Weg mit den Leuten der Night's Watch aus King's Landing abgereist. Fahrt einfach zu der Straße, parkt euer Auto am Anfang am Rand und wartet auf die Sekunde, in der keine weiteren Touristen durch euer Bild laufen. 
Der Mussendun Temple, oberhalb den Downhill Beach.
Von dort aus fahrt ihr nach Castlerock weiter. Leider gibt es nach Coleraine keine Brücke über den Fluss, der Weg ist deswegen etwas länger. Hier könnt ihr am Mussendun Temple anhalten und bis an den Rand der Klippen laufen, um die alte Anlage zu besuchen. Sie diente Melisandre als spektakuläre Kulisse für die Verbrennung der alten Götter. Wenn ihr noch ein bisschen Zeit habt, fahrt ruhig auch runter zum Downhill Beach. Dort wurden die Szenen gedreht, man kann mit dem Auto bis an den Strand direkt fahren.Im Sonnenuntergang sieht es dort besonders spektakulär aus, deswegen sollte dieser Besuch am Ende eures Tages stattfinden.Zurück nach Bushmills könnt ihr entweder über die gut ausgebaute A29 oder die durchaus malerische Küstenroute fahren, letzteres dauert nur minimal länger.

Gesamtstrecke Tag 3: 100km
Fahrzeit: ~ 120 Minuten



© für alle Fotos: Sandra Scholz

Reise nach Westeros, Teil 2

© HBO
So, nachdem wir am ersten Tag die Gegend südlich von Belfast erkundet haben, ist es nun Zeit sich in den Norden zu verziehen. Dort erwartet euch neben jede Menge Schauplätzen vor allem eine wunderschöne Landschaft mit spektakulären Klippen, Sehenswürdigkeiten und einer rauhen See, die dieser Bezeichnung alle Ehre macht. 

Von Belfast aus folgt ihr der A2, auch als Causeway Coastal Route bekannt. Lasst euch nicht erschrecken wenn das Wetter etwas wilder ist, die Wellen kommen teilweise bis auf die Straße. In Carrickfergus könnt ihr kurz beim Schloss anhalten, es liegt direkt zwischen dem Meer und der Straße. Von dort aus geht es weiter nach Magheramorne. Dort interessiert uns vor allem der Steinbruch, denn dort wurden zahlreiche Szenen gedreht. In der ersten Staffel diente er als Kulisse für Castle Black, für die fünfte Staffel wurde Hardhome, ein komplettes Dorf nördlich der Wall, dort gebaut. In den Steinbruch selbst kommt man nicht unbedingt hinein, aber man kann von außen ein paar Blicke riskieren. 
Die Cushendun Caves. Von Melisandre war allerdings keine Spur zu finden.
Von hier aus gibt es nun zwei Möglichkeiten. Wenn ihr gerne die Dothraki Grasslands und Vaes Dothrak sehen wollt, dann bietet sich ein Abstecher nach Shillanavogy an. Für die 26 Kilometer braucht ihr etwas mehr als eine halbe Stunde. Euer nächstes Ziel heißt in beiden Fällen Cushendun. Egal von wo ihr startet, in beiden Fällen erwartet euch eine knappe Stunde Fahrt.

In Cushendun werdet ihr nicht nur eine sehr berühmte Ziege finden, sondern vor allem die Höhle besuchen, in der Melisandre im Beisein von Davos Seaworth ihr Schattenbaby zur Welt brachte. Fahrt einfach die Straße durch das Dorf entlang, direkt hinter der Brücke (bei besagter Ziege) bietet ihr auf den Hotelparkplatz ab. Den bis zum Ende durchfahren, das Auto abstellen, feste Schuhe anziehen und den kurzen Weg bis zu den beiden Höhlen laufen. Obenrum ist leichter als am Strand selbst, und ihr müsst am Ende weniger klettern.

Von Cushendun aus geht es für eine kurze Fahrt nach Murlough Bay wieder oberhalb der Küste lang. Hier wurden für Staffel 3 die Szenen auf den Iron Islands gedreht. Ihr erinnert euch, als die Welt für Theon noch in Ordnung war? Außerdem ist Davos Seaworth hier mit seinem Boot gelandet. Renly und Stannis hatten hier ebenfalls eine gar nicht so brüderliche Unterhaltung. 
Eigentlich noch vom ersten Tag: die Kulisse für die Riverlands mit der Kathedrale von Downpatrick.
Und dann ist der Tag auch schon zu Ende. Übernachtungstechnisch würde ich ein Bed and Breakfast in der Umgebung von Bushmills empfehlen. Wenn ihr es besonders bequem und günstig haben wollt, dann bietet sich das Finn McCools Giants Causeway Hostel an. Wieso? Die Lage ist unfassbar gut für einen Besuch am Giants Causeway geeignet. Doch dazu kriegt ihr im letzten Artikel dieser Reihe mehr Infos. Es empfiehlt sich außerdem, direkt 2 Nächte hintereinander zu buchen, denn es gibt hier wirklich eine Menge zu sehen.

Gesamtstrecke Tag 2: 130Kilometer
Fahrzeit: ~ 3 Stunden mit Umweg über Shillanavogy, ~ 2 Stunden ohne Umweg.

Im nächsten Teil wird die nördliche Küste weiter erforscht. bevor es dann im vierten und letzten Teil noch ein paar generelle Tipps und jede Menge Infos gibt. 

© für alle Fotos: Sandra Scholz

Reise nach Westeros, Teil 1

© HBO
Bald startet die fünfte Staffel "Game of Thrones". Hier im Blog wird es dazu natürlich wieder Recaps geben, doch dieses Jahr gibt es rund um den Start noch ein kleines Special. Vor ein paar Wochen hatte ich das Glück, für ein paar Tage in Nordirland unterwegs zu sein. Und dort wird ja nun ein ganz beträchtlicher Teil der Serie gedreht. In diesem mehrteiligen Artikel stelle ich euch einige Drehorte vor, gebe Tipps zur Anreise und Übernachtung und versorge euch mit ein paar schicken Fotos. Am Ende gibt es dann nochmal die wichtigsten Infos schön komprimiert. Also, ich packe meinen Koffer und nehme mit: feste Schuhe für's wandern, bequeme Schuhe für's Autofahren, eine Kamera und warme Klamotten. Ehrlich, ihr werdet sie brauchen. 

Zunächst stellt sich ja die Frage, wie man am besten nach Nordirland kommt. Wenn ich bei Billigportalen wie Fluege.de nach einem Direktflug von Köln nach Belfast suche, dann bin ich schnell mal eben bei knapp 400€, und das mitten in der Woche. Der Trick? Ihr fliegt für kleines Geld nach Dublin, steigt am Flughafen für 10€ in einen Bus (Aircoach bietet sich an, bucht am besten online), fahrt bequem die zwei Stunden nach Belfast hoch und freut euch, für einen zweistelligen Betrag angekommen zu sein.

Belfast ist übrigens eine tolle Stadt, wenn ihr dort zwei Tage einschieben könnt, dann solltet ihr das auf jeden Fall tun. Im Titanic Quarter befinden sich dann auch direkt die Titanic Studios, dort werden viele Szenen gedreht. Wer weiß, vielleicht trefft ihr ja ein paar Schauspieler, wenn ihr Glück habt? Der Zutritt zum Studio selbst ist allerdings verboten.

Ab hier bietet es sich dann an, einen Mietwagen zu nehmen. Denkt dran, auf der Insel wird auf der anderen Seite gefahren. Nordirland ist darüber hinaus vor allem abseits der großen Straßen gerne mal extrem uneben, falls euch die Mietwagenfirma also einen Wagen mit Automatikschaltung andrehen möchte, schlagt ruhig zu. Spätestens wenn ihr auf einer einspurigen, bergauf führenden Straße Gegenverkehr in Form eines LKW bekommt werdet ihr euch drüber freuen, nicht auch noch ans schalten denken zu müssen.
Ob hinter dem Baum ein White Walker wartet? Hoffentlich ist Ramsay nicht auch unterwegs...
Von Belfast aus geht es früh morgens erstmal  Richtung Süden, in den Tollymore Forest. Dort findet ihr nicht nur zahlreiche wunderschöne Wanderwege, sondern auch einen ganzen Haufen Drehorte. Hier hat Jon Snow in der ersten Folge die Schattenwölfe gefunden, hier wurden die ersten Szenen jenseits der Mauer gedreht, hier wurde Theon von Ramsay gejagt. Bringt so zwei bis vier Stunden Zeit mit, dann könnt ihr den Wald ausreichend erkunden. Für den Wald müsst ihr keinerlei Eintritt zahlen.

Von dort aus geht es wieder nach Norden, zum Städtchen Downpatrick. Dort besucht ihr Inch Abbey. Die liegt direkt am River Quoile. Während die alten Ruinen als Kulisse für Catelyns Besuch in Robbs Camp herhalten durften, wurde der Fluss genutzt um Riverrun darzustellen. Hier wurde die Bestattung von Hoster Tully gedreht und die umgebende Landschaft wurde ausgiebig von Arya und dem Hound bereist. Hier solltet ihr mit einer Stunde Aufenthalt gut hinkommen. Auch der Zugang zur Abbey und der Anlagen drumherum ist kostenfrei.
Inch Abbey.
Die letzte Etappe südlich von Belfast ist dann Castle Ward. Hier handelt es sich um einen der vielen Drehorte für Winterfell. Ich selbst bin in der Woche dort gewesen und im Winter, leider war da nichts los. An geschäftigeren Tagen findet sich im Innenhof eine Firma, die alle möglichen Aktivitäten anbietet, beispielsweise kann man sich Kostüme leihen oder Bogenschiessen. Wenn man bereits vor Ort ist, so bietet sich auch hier wieder ein Spaziergang an. Folgt man den Beschilderungen des Uferweges, so kommt man nach wenigen Minuten zu Audleys Castle. Diese Ruine diente als Außenkulisse für die Twins von Walder Frey. Um die Felder herum werdet ihr immer wieder Hinweisschilder an den Bäumen finden. Diese gehören zu zwei Radwegen, die man mit gemieteten Rädern befahren kann. So befindet sich in den Wäldern das Lager von Tywin, das Lager von Robert Baratheon und zahlreiche kleinere Drehorte an denen Robb Stark zugegen war. Auch wenn ihr auf die Räder verzichtet und lauft sind die einzelnen Orte recht markant.
Audleys Castle, besser als "Twins" bekannt.
Danach ist es auch erstmal gut für den Tag, und ihr kehrt am besten zurück nach Belfast. Wenn ihr prestigeträchtig übernachten wollt, dann bietet sich das Europa-Hotel an, hier handelt es sich um ein früher mal sehr beliebtes Ziel für Anschläge aller Art. Heute ist es dort aber sehr friedlich. Wenn's eher kostengünstig sein darf kann ich persönlich das Lagan Backpackers Hostel empfehlen.

Gesamtstrecke Tag 1: 154 Kilometer
Fahrzeit: ~ 4 1/2 Stunden

Im nächsten Teil geht es dann hoch an die Küste. Dort warten mysteriöse Höhlen, Tempel und weitläufige Felder auf uns.

© für alle Fotos: Sandra Scholz

Doctor Who wird 10: Ein Besuch in Cardiff

Zeit, das haben wir bei Doctor Who gelernt, ist ziemlich wibbly-wobbly. Stand vor kurzem also noch das 50. Jubiläum an, feiern wir heute den 10. Geburtstag. Also, den von New Who. Also der Staffel von 2005, welche die Serie aus ihrem Tiefschlaf riss und fulminant wiederbelebte. Drüben auf Moviepilot findet eine Blogparade zum Thema statt, dort könnt ihr auch von mir einen Beitrag finden. Für meinen Blog hab ich mir etwas anderes überlegt, nämlich eine Art Reisebericht.

Torchwood-Fans dürfen hier nach dem Eingang suchen
Letztes Jahr hatte ich das Glück, 6 Wochen in London leben und arbeiten zu dürfen. Und an einem schönen, sonnigen Wochenende kam mein Freund zu Besuch und wir sind zusammen nach Cardiff gefahren. Dafür hatten wir uns ein Auto gemietet, und wir haben dann direkt noch einen Umweg über Stonehenge gemacht und in Cardiff übernachtet. Denn Stress will ja auf Reisen eh niemand haben (und die Betten von Premier Inn sind wirklich sehr bequem). Der Mietwagen war übrigens günstiger als eine Zugfahrt gewesen wäre, ich weiß wirklich nicht was da drüben mit den Zugtickets los ist. Wenn ihr mit dem Zug anreisen wollt, bucht am besten so weit wie möglich im Voraus. Tipps zur Anreise nach London gibt es demnächst in einem weiteren Artikel, dort werd ich euch dann die Drehorte von Sherlock zeigen. Haltet also die Augen offen.

Jedenfalls, Cardiff. Klein und beschaulich liegt es direkt am Meer, und an diesem Sonntag im Herbst war kaum etwas los. Die BBC hat dort ein paar ziemlich große Gebäude verteilt, aber wir waren ja nur aus einem Grund dort:

Exterminate!

Meiner Meinung nach das Beste Straßenschild, dass ich je gesehen habe! Ganz kurz hab ich überlegt, ob ich es klauen sollte, letztendlich hat dann aber doch die Vernunft gesiegt :D

Nach einem ganz kurzen Fußweg (Cardiff ist wirklich klein) ist man dann auch schon am Hafen, und dort wartet sie: die Doctor Who Experience. Ich war dort, als sie gerade mit dem aktuellen Doctor neu eröffnet hatte, und es war ziemlich leer. Man gelangt im Inneren zunächst an die Kasse und darf seinen Eintritt bezahlen. Ich kopiere euch an dieser Stelle mal die Infos von der Homepage:

Adult: £14* (£16 on the door)
Child (5-16 yrs): £9.75* (£11.75 on the door)
Family £41* (£49 on the door)
Under 5s: Free*

Studenten bekommen 20% Rabatt, allerdings nur während der britischen Vorlesungszeiten. Zu beachten ist auch, dass für die Online-Buchung nochmal Gebühren pro Ticket draufkommen, die Ersparnis ist also nur sehr gering, wenn überhaupt vorhanden. Es wird empfohlen 2 Stunden für den Besuch einzuplanen. Wir haben nur wenige Minuten warten müssen, waren am Ende aber mehr als drei Stunden im Gebäude unterwegs.

Wenn wenig los ist, dann darf man sich der nächsten Tour anschließen. Bei vollem Betrieb kann es sein, dass man warten muss. Die Angestellten halten die Gruppen relativ klein, damit auch wirklich jeder seinen Aufenthalt genießen kann. Im Wartebereich gibt es auch ein kleines Café und Toilettenräume. Der Kaffee ist vermutlich auch besser als der in der BBC-Kantine. Und natürlich warten hier schon ein paar eindrucksvolle Ausstellungsstücke, z.B. einen riesigen Lego-Dalek oder einen Triceratops. 

Kurz bevor die Tour dann losgeht bekommt man seinen Kristall ausgehändigt. Kristall? Ja, richtig gelesen. Jeder Besucher bekommt einen Pass mit einem Kristall, der dann "aktiviert" werden muss. Er ist eure Eintrittskarte in das Museum von Gallifrey, welches man besuchen wird. Bei Gefahr leuchtet er auf, aber hey, man besucht ja nur das Museum von Gallifrey, was soll da schon passieren? Und dann geht es auch schon los. 

Und natürlich geht schief, was nur schief gehen kann. Eh man sich versieht ist man mitten in einem Abenteuer mit dem Doctor selbst! In unserer Gruppe waren eine Menge sehr junger Zuschauer, aber sie waren bei weitem nicht die Einzigen, die ihren Spaß hatten. Zu viel verraten will ich auch nicht, aber wer schon immer mal die Tardis steuern wollte, den Daleks aus nächster Nähe gegenübertreten will und in einem Wald voller Engel die Nerven behalten kann, der wird hier seine pure Freude haben. Auch bei den erwachsenen Besuchern machte sich zwischendurch die Angst breit, und zu Recht! Wann hat man schon die Gelegenheit in seinem eigenen Abenteuer mit dem Doctor unterwegs zu sein? 

Die Tardis von 9. und 10.
Nachdem hoffentlich alle ihr Abenteuer gut überstanden haben, kommt mein persönliches Highlight: Das Museum. Hier ist auf zwei Etagen alles versammelt, was man sich nur erträumen kann. Die untere Etage hat komplette Innen-Sets der verschiedenen Tardis (Tardisse?), von der ersten Tardis bis Tennant und Smith sind sie vertreten. Man kommt auch unglaublich nah an die Sachen heran und die Beleuchtung ist gut genug, um anständige Fotos machen zu können. Auch die verschiedenen Außenmodelle sind zahlreich vertreten, und zwischen ihnen kann man sogar K-9 entdecken, wenn man aufmerksam nach ihm schaut. 
 
Der obere Bereich des Museums ist dann den Companions, den Gegnern und den verschiedenen Doctoren selbst gewidmet. Ihr wolltet schon immer mal sehen, wie sich die Daleks und die Cybermen im Verlauf der Jahre entwickelt haben? Ihr wolltet schon immer mal diesen unglaublich schicken Mantel von #10 oder die sexy Lederjacke von #9 bewundern? Oder Amy's Polizistinnen-Outfit aus nächster Nähe bewundern? Oder doch lieber alle Sonic Screwdriver nebeneinander in einer Vitrine sehen? Dann stellt sich an dieser Stelle nur noch die Frage: womit wollt ihr anfangen? 

Das Outfit von #10.
Die Ausstellung wächst stetig und wird immer wieder durch aktuelles Material ersetzt. Zum Zeitpunkt meines Besuches hatten die bis dahin gelaufenden Episoden der ersten Staffel mit Peter Capaldi jeweils ihren eigenen kleinen Bereich. Dort konnte man sogar Rusty treffen:

Rusty, der freundliche Dalek.
Und wenn man dann mit der Ausstellung fertig ist landet man... nicht vor der Tür, nein: direkt im Shop. Hier erwartet den Besucher eine gigantische Auswahl an Merchandise. Shirts, Poster, Kunstdrucke, Tassen, Bücher, Figuren...nichts, was es nicht gibt. Ich habe sicherlich fast eine Stunde Waren durch die Gegend getragen und überlegt, was ich in meinen viel zu vollen Koffer quetschen kann, und was mit meinem Budget noch vereinbar ist. Am Ende verließ ich den Shop mit einem Notizbuch, einem Stift, Postkarten und diesem widerwärtigen Gefühl, vernünftig gewesen zu sein, auch wenn unvernünftig sein viel mehr Spaß gemacht hätte. Die Sachen sind auch nicht übermäßig teuer, man muss also nicht unbedingt überlegen ob es woanders billiger wäre. Und einige Sachen sind auch exklusiv für die Experience hergestellt und nur dort zu kaufen.

So, ich hoffe mein kleiner Reisebericht hat euch gefallen. Wart ihr auch schon in Cardiff und habt die Doctor Who Experience besucht? Wenn ja, mit welchem Doctor? Oder habt ihr diese Reise noch vor euch? Und feiert ihr den Geburtstag des Doctors? Hinterlasst doch einen Kommentar :)

Ein Making of mit Peter Capaldi auf dem offiziellen Youtube-Kanal von Doctor Who


Alle Fotos © by me.


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