Posts mit dem Label Game of Thrones werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Game of Thrones werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Game of Thrones - Reise durch Island


Der Thingvellir Nationalpark war mehrfacher Drehort für "Game of Thrones". © Sandra Scholz
Island ist nicht nur sagenhaft schön, sondern hat sich auch als feste Größe in Sachen Drehorte für alle möglichen Filme und Serien etabliert. Im Sommer 2017 konnte ich mir endlich einen lang gehegten Wunsch erfüllen und zwei Wochen auf der zauberhaften Insel verbringen. Wie der eine oder die andere von euch schon mitbekommen hat, bin ich ja auch ein ziemlicher Fan von "Game of Thrones", also habe ich mir den Spaß erlaubt, in Island auf die Suche nach den Drehorten zu gehen. Für euch bringe ich also nicht nur generelle Tipps für Island mit, sondern auch einen Großteil der Drehorte aus "Game of Thrones".

gelesen: Das Erbe von Winterfell

© Blanvalet
Und da sind wir auch schon beim zweiten Band aus der Reihe "Das Lied von Eis und Feuer" von George R.R. Martin, der Grundlage für die Serie "Game of Thrones". Wie immer gilt: In der Besprechung werdet ihr kaum Spoiler finden, allenfalls verrät euch der Klappentext, worum es im aktuellen Band geht.

Das steht drin


Eddard Stark, der Lord von Winterfell, ist dem Ruf seines Königs und alten Freundes Robert Baratheon gefolgt und hat seine kalte Heimat im hohen Norden verlassen, um als Hand – als Roberts Berater und Stellvertreter – zu dienen. Eddard ist ein geradliniger, tapferer und aufrechter Mann, der sich jeder Gefahr mit dem Schwert entgegenstellen würde – doch die Ränke der Mächtigen bei Hof sind nichts, was man mit einem Schwert bekämpfen kann. Auch dann nicht, wenn man die Hand des Königs ist ...


Game of Thrones 7.7: The Dragon and the Wolf

© HBO
Da sind wir auch schon wieder, am Ende der bereits siebten Staffel "Game of Thrones". Und was für ein Ende! Hoffen wir, dass an den Gerüchten, es würde erst 2019 weitergehen, nichts dran ist, denn ich bezweifle ernsthaft, dass ich so lange ohne Thrones auskommen kann. Aber genug gequatscht, stürzen wir uns in die bisher längste Episode mit saftigen 80 Minuten Laufzeit.

Game of Thrones 7.6: Beyond the Wall

© HBO

Die vorletzte Folge ein jeder Staffel "Game of Thrones" geizt für gewöhnlich nicht mit großen Schockmomenten. Das ist auch in der siebten Staffel wahr, wobei die Betonung in diesem Fall tatsächlich auf dem Wort "groß" und weniger auf dem Schockmoment als solchen liegt. Die düstere Eröffnung der Folge mit der Fahrt über den Tisch, die im wahrsten Sinne des Wortes nördlich der Wall endet, stimmt jedenfalls auf die Dinge ein, die in den nächsten 70 Minuten passieren.

Recap: Game of Thrones 7.5: Eastwatch

© HBO
Nach der ziemlich heftigen Episode der letzten Woche präsentiert sich "Eastwatch" fast schon als ruhige Episode, zumindest gibt es hier keine großen Gefechte. Doch mit Wendungen, Überraschungen und dergleichen wird trotzdem nicht gespart, und so rücken all die einzelnen Puzzleteile weiter zusammen.

Recap: Game of Thrones 7.4: The Spoils of War

© HBO

Nachdem die vierte Episode vor allem durch einen vorzeitigen Leak ihre Wellen im Internet schlug, ist es nun an der Zeit, den knackig-knusprigen Fünfzigminüter (ist das ein Wort? Gelebter Sprachwandel, liebe Leute!) gebührend zu besprechen. Aber reden wir zuvor noch über den Leak und unsere teilweise fehlende Geduld.

So wie es aussieht, wurde HBO in der vergangenen Woche gehackt und bis zu 1,5 Terabyte an Daten sind entwendet worden. Darunter auch Scripts zu weiteren Folgen. Der Leak der vierten Episode scheint damit aber nicht zusammenzuhängen, stattdessen wird eine undichte Stelle bei "Star India" dafür verantwortlich gemacht. Der Sender kümmert sich um die Ausstrahlung der Serie in ... na, dreimal dürft ihr raten. Und scheinbar klappt das nicht so gut, wie es sollte. Die Qualität des Leaks selbst ist allerdings unterirdisch gewesen und ich wage zu behaupten, dass zwei Tage warten in diesem Fall die klügere Entscheidung waren. So schick, wie Thrones aussieht, wäre es eine Schande, es nicht in voller Pracht zu genießen. Aber in Zeiten in denen alles immer schneller und am besten sofort und auf einmal verfügbar sein muss, ist Geduld ein rares Gut geworden, wie mir scheint. Aber genug davon, kehren wir zunächst zurück nach Winterfell.

Recap: Game of Thrones 7.3: The Queen's Justice

© HBO
Zehn Folgen. Das ist alles, was uns von "Game of Thrones" insgesamt noch erwartet. Dementsprechend bleibt das Tempo irgendwo auf Lichtgeschwindigkeitsniveau und es passieren unendlich viele und unendlich große, wichtige Dinge. "The Queen's Justice" verschwendet keine Zeit und gönnt dem Zuschauer keine Sekunde zum Durchatmen.

Auffällig ist vor allem, wie sich die Serie in Bezug auf den Geschwindigkeitsfaktor entwickelt hat. Als sie noch dichter an die Buchvorlage geknüpft war, verliefen die einzelnen Geschichtsstränge langsamer. Da konnte schon mal eine Figur zwei Staffeln lang im wahrsten Sinne des Wortes in der Wüste herumstehen. Mittlerweile ist Zeit kein Faktor mehr, der eine Rolle spielt. Die Geschichten entwickeln sich allesamt so, dass die Hauptstory nicht zum Erliegen kommt. Das ist ungewohnt, war Thrones doch bisher eine eher zähfließende Serie. Nun geht es im gestreckten Galopp Richtung Ziellinie. Einige Ereignisse fallen so zwar irgendwie unter den Tisch, doch im Ganzen macht es die Serie konzentrierter, was so kurz vor dem Ziel sicher keine schlechte Idee ist.

Recap: Game of Thrones 7.2: Stormborn

© HBO

Da sind wir also wieder, dieses Mal mit der zweiten Episode von "Game of Thrones" mit dem verheißungsvollen Namen "Stormborn", oder "Sturmgeborene" in der deutschen Fassung. Gemeint ist damit natürlich Daenerys. In vielerlei Hinsicht ist die Folge aber einfach eine logische Fortsetzung der letzten Woche. Dort wurden uns die verbliebenen Mitspieler vorgestellt. In dieser Woche müssen sie alle wichtige Entscheidungen über ihre weiteren Schritte auf der Landkarte treffen. Einige davon erscheinen sinnvoll, andere wirken auf den ersten Blick etwas überhastet. Aber der Reihe nach.

Recap: Game of Thrones 7.1: Dragonstone

© HBO
Willkommen zurück, falls ihr bisher schon treu mitgelesen habt. Und willkommen an Bord, falls ihr diesen Blog erst im letzten Jahr entdeckt habt und euch bisher der akute "Game of Thrones" Wahnsinn, der sich hier abspielt, entgangen ist. Offensichtlich ist alles, was nach diesem kleinen Absatz steht, voller Spoiler. Falls ihr die Episode also noch nicht gesehen habt und eine Allergie gegen besagte Spoiler habt: Husch husch mit euch, weg von hier. Alle anderen: nehmt euch ein gutes Glas Wein (keine Angst, wir servieren heute einen guten, dornischen Tropfen) und lasst den Staffelauftakt nochmals Revue passieren.

gelesen: Die Herren von Winterfell

© Blanvalet

Die Serie "Game of Thrones" bespreche ich mittlerweile seit der vierten Staffel für euch, und auch so einiges an Literatur zum Thema und von Autor George R.R. Martin gab es hier schon in Besprechungen. Die Buchreihe, mit der alles seinen Anfang nahm, die wurde allerdings bisher vernachlässigt. Höchste Zeit, diesen Fehler zu korrigieren.

gelesen: Die Sieben Königslande von Westeros

© Piper Verlag
Nanu, ein "Game of Thrones" Reiseführer? Ihr glaubt ja gar nicht, wie leicht man meine volle Aufmerksamkeit erwecken kann. Flugs landete das Buch dank der netten Menschen beim Piper Verlag in meinem Briefkasten, und ich konnte stöbern. Ein Reiseführer für Westeros... sicherlich eines der gewöhnungsbedürftigsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Aber keinesfalls im schlechten Sinne. Wieso das so ist? Das erfahrt ihr weiter unten im Text.

gelesen: Der Heckenritter von Westeros - Das Urteil der Sieben

© Penhaligon

Nach wie vor herrscht Flaute an Lesematerial in Sachen "Game of Thrones", oder "Song of Ice and Fire", wenn man mal bei der korrekten Version der Buchreihe bleiben will. Das sechste Buch von George R.R. Martin lässt auf sich warten, die siebte Staffel der Serie wurde um ein paar Wochen nach hinten verlegt. Freundlicherweise beendete der Penhaligon Verlag meine Durststrecke und schickte mir "Der Heckenritter von Westeros". Eine Sammlung von drei Kurzgeschichten, die zwar nicht, wie auf dem Cover vollmundig verkündet wird, die direkte Vorgeschichte zum Lied von Eis und Feuer sind, aber dennoch damit verbunden sind. Schauen wir uns das doch mal genauer an.

Das steht drin


Ein Jahrhundert vor den Ereignissen in der Bestsellersaga »Das Lied von Eis und Feuer« nimmt ein Knappe namens Dunk das Schwert seines verstorbenen Herren an sich. Er will an einem Turnier teilnehmen, um selbst ein Ritter zu werden. Doch »Ser Duncan« hat noch viel zu lernen über die Welt der Edlen und Mächtigen. Beim Versuch, einen Platz im Turnier zu ergattern, macht er sich bald ebenso viele Feinde wie Freunde. Dunk ist ein fähiger Kämpfer mit einem starken Ehrempfinden. Doch wird das reichen, um ihn in den Augen der Welt als wahrer Ritter dastehen zu lassen? Oder ist er nur ein fehlgeleiteter junger Mann, der sich und andere in tödliche Gefahr bringt?

Kritik


Im Buch stecken insgesamt drei mehr oder weniger kurze Kurzgeschichten. "Der Heckenritter" erzählt von einem Turnier, bei dem Dunk seinen Knappen Ei kennenlernt. Natürlich läuft dieses Turnier alles andere als harmlos ab, denn wann eskalierte ein Turnier in Westeros mal nicht? Eben. "Das verschworene Schwert" schickt Dunk und Ei in einen mittelschweren Konflikt zwischen zwei Häusern, der natürlich gelöst werden muss, möglichst ohne Verluste von Leben. "Der geheimnisvolle Ritter" führt die beiden Hauptfiguren zurück auf ein Turniergelände, wo... ihr habt es erraten, die Dinge nicht so sind, wie sie zunächst scheinen.

Rhaegal freute sich mächtig auf die Begegnung mit dem Heckenritter.

Die drei Kurzgeschichten veröffentlichte George R.R. Martin (die beiden R stehen übrigens für Raymond Richard) bereits in verschiedenen Anthologien, also Sammlungen von Geschichten. Teilweise wurden diese bisher gar nicht für den deutschen Markt veröffentlicht, andere sind bereits vergriffen. Die Zusammenfassung und Übersetzung in einem Buch ist daher eine tolle Idee. Einzig, wieso auf dem Cover eine römische Eins mit aufgedruckt ist, verwirrt. Denn bisher hat Mister Martin tatsächlich auch nur diese drei Geschichten geschrieben. Laut eigener Aussage plant er zwar weitere Abenteuer für den Heckenritter, ob und wenn ja, wann, diese erscheinen, steht aber in den Sternen. Ansonsten ist die Aufmachung des Covers an die Gestaltung der Hauptreihe, wenn man so sagen kann, angelehnt. Im Regal herrscht also Einheit, nur die Farben unterscheiden sich. 

Nachdem ich "A Song of Ice and Fire" in Buchform vor knapp sechs Jahren förmlich verschlungen habe (und danach nochmal, weil man ja Dinge eventuell überlesen hat, und dann nochmal, weil man ja Zusammenhänge knüpfen muss, und dann nochmal, weil man nach Indizien für gewisse Theorien gesucht hat... ihr kennt das, oder?), war "Der Heckenritter von Westeros" für mich zunächst Neuland. Ganz einfach, weil ich bisher alles rund um diese Welt auf Englisch konsumiert habe. Ich war also mächtig gespannt, wie sich die deutsche Übersetzung machen würde. Ob ich Probleme mit Ortsnamen bekommen würde? Oder mich fragen würde, um wen zum Teufel es eigentlich gerade geht?

Ganz reibungslos lief der Wechsel dann tatsächlich nicht, bei einigen Namen musste ich wirklich kurz überlegen. Das betraf allerdings meist kleinere Häuser oder einzelne Personen. Für die Ortsnamen gibt es vorne und hinten im Buch Karten, damit konnte ich mich orientieren. Und nach knapp der Hälfte der ersten Geschichte merkte ich keinen Unterschied mehr und konnte voll und ganz in Westeros abtauchen. Die Komplexität, die das Lied von Eis und Feuer aufweisen kann, bleibt hier aus. Das erleichtert den Lesefluss enorm, und man muss auch nicht dauernd nachschlagen, mit welcher Figur man es denn nun gerade zu tun hat. Die Geschichten sind kurzweilig und lassen sich flott lesen. Miteinander verknüpft sind sie einerseits durch eine im Hintergrund angelegte, größere Geschichte, andererseits durch kleine Rückverweise auf das, was bisher so geschehen ist. Man könnte sie aber auch gut in einer anderen Reihenfolge lesen, ohne zu viele Verständnisfragen aufzubauen.

Wehe, jemand sagt jetzt "Dracarys"! Und seit wann können Drachen lesen?

Dennoch merkt man, dass George R.R. Martin die Welt, die er erschaffen hat, liebt und gerne ergründet. In dieser Hinsicht mag der Hinweis, es handle sich um die Vorgeschichte zum Lied von Eis und Feuer, halbwegs angebracht sein. Aufmerksame Leser des Epos werden in den bisherigen Büchern das eine oder andere Mal auf Dunk und Ei gestossen sein, ansonsten liefern die Kurzgeschichten einen tiefergehenden Einblick in die Geschehnisse. Wer sich also genaueres Wissen über die politische Geschichte von Westeros aneignen will, der wird hier in jedem Fall fündig. Alle anderen bekommen kurzweilige, unterhaltsame Abenteuer eines ungleiches Paares von Heckenritter und Knappe. Da bleiben überraschende Wendungen nicht aus, und es gibt ganz in der Tradition des Hauptwerkes eine oder zwei kurze Einlagen, die etwas unappetitlicher zu lesen sind. Das erreicht aber niemals auch nur angehend die Ausmaße an Brutalität, für die die anderen Bücher berüchtigt sind. Stattdessen, und das überraschte mich persönlich beinahe am meisten, gibt es vermehrt humorvolle Einlagen, die den Geschichten trotz der komplexen Hintergründe ein angenehmes Maß an Leichtigkeit verpassen.

Fazit


"Der Heckenritter von Westeros" liefert kurzweilige, spannende und teils auch witzige Unterhaltung in Westeros. Fans der Reihe werden zahlreiche Hintergrundinformationen entdecken, die das geschichtliche Wissen um die komplexe Welt von "Game of Thrones" anreichern. Wer aber einfach nur ein paar Rittergeschichten lesen will, der wird hier ebenso fündig. Eine gut gelungene Gratwanderung, die für unterhaltsame Lesestungen sorgen wird. 

Fakten zum Buch


Der Heckenritter von Westeros - Das Urteil der Sieben von George R.R. Martin | Verlag: Penhaligon | erschienen am 23. September 2013 | Übersetzer: Andreas Helweg, Joachim Körber | Softcover | 416 Seiten | 15€

Gelesen: Winter is Coming - Die mittelalterliche Welt von Game of Thrones

© Theiss Verlag

Eventuell ist es dem einen oder der anderen beim lesen hier schon aufgefallen. Dem Rest sei verkündet: Ich mag "Game of Thrones". Sehr sogar. Die Serie, die Bücher, you name it. Groß war dementsprechend die Freude, als "Winter is Coming" von einem besonders fleissigen Raben in meinen Briefkasten gelegt wurde. Zeit für eine ausführliche Besprechung. 

Das sagt die Inhaltsangabe: Game of Thrones‹ ist Gegenstand heftiger Diskussionen in den Medien und für Millionen von Fans in aller Welt, die zahllose Theorien entwickeln, wie die Geschichte wohl weitergehen wird. Doch trotz all dem hat bisher kein Buch verraten, wie George R. R. Martin sein erstaunliches Universum geschaffen hat. Während Carolyne Larrington Romane und Fernsehserie zugleich im Blick hält, erkundet sie jene mittelalterliche Welt aus Rivalitäten und Krieg, Liebe und Verrat, Gier und Macht, deren Inbegriff die Rosenkriege in England bilden. Außerdem vertieft sie sich unter anderem in die Themen Wappen, Riesen, Drachen und Schattenwölfe in Texten des Mittelalters, Raben, alte Götter und Wehrholz in den nordischen Mythen sowie in den bizarren, exotischen Orient auf dem Ostkontinent Essos. Von den Weißen Wanderern bis zur Roten Frau, von Casterlystein bis zum Zitternden Meer ist dieses Buch ein unentbehrlicher Reiseführer in die bedeutendste Schöpfung der Fantasyliteratur des 21. Jahrhunderts.

Kritik: Wie schreibt man ein Sachbuch über eine Reihe wie "Game of Thrones"? Aktuell sind es sechs Serienstaffeln und fünf veröffentlichte Romane, wenn man nach der englischen Zählung geht. Wer auf Deutsch liest, wird doppelt zur Kasse gebeten (und muss sich mehr Buchnamen merken). Unzählige Charaktere und zahlreiche Handlungsorte zeichnen die Geschichte aus. George R.R. Martin bediente sich ausgiebig an historischen Ereignissen und Erzählungen und schuf daraus seine ganz eigene Welt. Da ist der Durchblick nicht immer ganz so leicht.

Das dachte sich wohl auch Carolyne Larrington. Sie arbeitet als Professorin an der Uni in Oxford und beschäftigt sich dort viel mit mittelalterlicher Literatur, Sagen aus Skandinavien sowie den einzelnen Ländern des Vereinigten Königreiches und legt nebenbei noch ein Augenmerk auf die Geschichte der Frauen in diesen Kontexten. Kurzum, die Dame rockt ziemlich. Ihre Begeisterung für "Game of Thrones" wird dann auch beim lesen spürbar. Nach einer Einleitung, in der kurz darüber informiert wird, dass die Inhalte bis zum Ende der fünften Staffel / dem fünften Buch (A Dance with Dragons) besprochen werden, geht es dann auch schon los. Wobei, ein Spoilersystem mit verschiedenfarbigen Raben am Rand einzelner Seiten wird ebenfalls vorgestellt. Eine schöne Idee, so können auch diejenigen, welche in der Handlung noch nicht so weit vorangeschritten sind, mitlesen.

Thematisch ist das Buch in fünf Kapitel unterteilt. Als Leser wird man auf eine Reise von Norden nach Süden geschickt. Persönlich empfinde ich das als willkommene Abwechslung, allein die Vorstellung, jemand würde chronologisch zur Geschichte alles aufdröseln... reden wir lieber nicht drüber, da würde wohl ein Wälzer mit 2000 Seiten entstehen. Die einzelnen Kapitel befassen sich dann ausgiebig mit Elementen der verschiedenen Gesellschaften. Larrington zieht jeweils Parallelen zu historischen oder sagenhaften Ereignissen. Dabei verzichtet sie auf hochgestochene Phrasen, ihre Texte sind gut verständlich und wirklich informativ gehalten. Ich fand die teils eingedeutschten Namen gewöhnungsbedürftig, meine bisherigen Kontakte mit Büchern und Serie waren allesamt auf englisch. Da hatte ich zwischenzeitlich ein bisschen Orientierungsprobleme, die sich aber meistens im Kontext lösen ließen. Wer gemischt oder aber auch nur die deutschen Fassungen konsumiert, kommt aber sicher gut zurecht.

Für diejenigen, die bisher weder mit den Büchern noch der Serie Kontakt hatten, dürfte das Buch wohl zuviel des Guten sein. Ein gewisser Grad an Vorwissen ist schon erforderlich. Larrington erklärt aber dennoch viele Zusammenhänge, und man muss nicht beide Formate in- und auswendig kennen, um sich zurechtzufinden. Da möglichst viele Leser angesprochen werden sollen, handelt sie die einzelnen Themenpunkte zwischenzeitlich etwas knapp bemessen ab. Am Ende des Buches wartet dann aber ein wirklich umfassendes Literaturverzeichnis. Wer sich dann für einzelne Themenschwerpunkte ausgiebiger interessiert, findet hier sicherlich die passende Lektüre. Als Begleittext für Serie und Bücher und als Überbrückung für die lange Wartezeit auf neue Staffeln und neues Lesefutter sind Fans hier aber wirklich gut bedient.

Fazit: "Winter is Coming" schafft die Gratwanderung zwischen zugänglich und wissenschaftlich nahezu perfekt. Für mich, mit immerhin drei Semestern Geschichtsstudium auf dem Buckel hätte es gerne noch ein bisschen mehr in die Tiefe gehen können. Doch da schafft das umfassende Literaturverzeichnis am Ende Abhilfe. Carolyne Larrington vermittelt eine Vielzahl von Themen, jede Menge Hintergrundwissen und wirklich spannende Querverweise auf lockere Art. Bücher und Serie werden miteinander verbunden, und am Ende ist man garantiert schlauer. Eine klare Leseempfehlung für all diejenigen, die sich tiefergehend für die Hintergründe des Liedes von Eis und Feuer interessieren.

Fakten zum Buch 

Winter is Coming - Die mittelalterliche Welt von Game of Thrones von Carolyne Larrington | Verlag: Theiss | erschienen am 12.09.2016 | Übersetzer: Jörg Fündling | Softcover | 320 Seiten | 19,95€

Recap: Game of Thrones 6.10: The Winds of Winter

Winter is here. © HBO
Okay, Leute. Tief durchatmen, die Krokodilstränen trocknen und nach vorne schauen. Wir haben eine weitere Staffel "Game of Thrones" durchgestanden, und ohne hier irgendwie voreilig ein Fazit ziehen....ach komm. Beste Staffel ever. There, I said it. Klar, die Euphorie ist groß, das Adrenalin kursiert durchs Blut wie irre, aber sind wir mal ehrlich, das war schon großes Kino. Schauen wir uns also ein letztes Mal für dieses Jahr gemeinsam an, was eigentlich passiert ist. 

Recap: Game of Thrones 6.9: Battle of the Bastards


© HBO
Wir sind in der vorletzten Folge angekommen, und mittlerweile steht auch so ziemlich sicher fest, dass die beiden nächsten Staffeln a) das Finale bilden und b) jeweils nur sieben Folgen haben werden. Zeit also, schreiend im Kreis zu laufen. Aber bevor ihr losrennt quatschen wir noch ein bisschen über "Battle of the Bastards", Generationenprobleme, fähige und unfähige Herrscher und natürlich über Haustiere.

Recap: Game of Thrones 6.8: No One

Selbstgefälliges Fressbrett auf 12 Uhr. © HBO
Noch einmal kurz inne halten und Luft holen vor dem (hoffentlich) großen Finale: "No One" bringt die letzten Figuren auf dem Schachbrett in Position, meuchelt nebenbei ein paar Fan-Theorien und verläuft überraschenderweise sowohl ruhig als auch größtenteils vorhersehbar. Also füllt euer Glas mit "The Imp's Delight" und lasst die Folge noch einmal Revue passieren.

Recap: Game of Thrones 6.7: The Broken Man

© Steven Depolo
Ihr fragt euch sicher, was es mit dieser zuckersüßen Zimtschnecke dort oben auf sich hat. Aber keine Panik, ihr seid am richtigen Fleck, hier gibt es das Recap / Review zur aktuellen Folge "Game of Thrones", dieses Mal wundervoll betitelt mit "The Broken Man". Was leckeres skandinavisches Gebäck mit der Serie zu tun hat erfahrt ihr nach dem Jump Break. 

Recap: Game of Thrones 6.6: Blood of my Blood

Es ist kein Spoiler wenn es ein Flashback ist! © HBO
Und da sind wir schon wieder, nun offiziell im zweiten Teil der sechsten Staffel von "Game of Thrones". Wie ihr am Bild oben unschwer erkennen könnt gibt es auch hier wieder Flashbacks. Ich will ja nichts sagen, aber ich habe bei dieser Episode ein paar Mal vor Freude rumgejault wie ein räudiger Straßenköter. etwas lauter gejubelt. Ähm....also. Nach der fulminanten letzten Episode kommen die Dinge wieder ein wenig zur Ruhe, jedenfalls für einen kurzen Moment. Doch dann läuft unsere liebste Serie mal wieder zur Höchstform auf. Wenn es darum geht, so viel Chaos wie möglich vorzubereiten. Und einige lang vermisste Mitstreiter tauchen wieder auf der Bildfläche auf. Alles beim Alten, sozusagen. Wie immer geht es nach dem Jump Break weiter, ihr kennt das ja mittlerweile. 

Recap: Game of Thrones 6.5: The Door

Aus jeder guten Tragödie wird mal eine Komödie auf der Bühne © HBO
Ja, ich bin diese Woche etwas später dran, ich weiß. Aber die aktuelle Folge war nur schwer zu verdauen, und ich bin mir beim schreiben dieses Intros auch noch nicht ganz sicher, ob ich überhaupt bis zum Ende komme. Und am Wochenanfang lag ich noch krank im Bett. Optimal gelaufen, würd ich sagen. Wir werden sehen. Auch diese Episode war randvoll mit heftigen Ereignissen, krassen Offenbarungen und jeder Menge Drama. Wie immer geht es mit einem Klick auf "weiterlesen" zum ganzen Text, wir wollen ja niemanden spoilern. 

Recap: Game of Thrones 6.4: Book of the Stranger

Na wenn das nicht Littlefinger höchstpersönlich ist! © HBO
"Game of Thrones" zeigt in der aktuellen Staffel eine Seite der Serie, die bisher deutlich zu kurz kam. Auch in "Book of the Stranger" passieren zahlreiche Dinge, die, besonders im Rahmen der Serie, richtigen Anlass zur Freude bringen. Ist nun deshalb in Essos und Westeros wieder alles in Butter? Mitnichten. Kommt also mit auf eine Reise in die vierte Folge der sechsten Staffel und lasst die Episode noch einmal Revue passieren. Wie immer geht es nach dem Jump Break weiter, es soll ja niemand gespoilert werden. 

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...