Ein Besuch in Salem

The Burying Point in Salem, Massachusetts bei Nacht. © Philipp Meier
Salem. Ein Name, der Assoziationen weckt. Meine erste Begegnung mit Salem fand noch während meiner Kindheit innerhalb der Serie "Sabrina" statt. Ihr Haustier war ein schwarzer, sprechender Kater namens Salem Saberhagen. Natürlich wusste ich damals nichts über die Hexenprozesse, aber im Nachhinein ist die Namensgebung des Katers natürlich ein mächtiger Wink mit dem Zaunpfahl. In meiner Jugend stolperte ich über das Buch "Brennen muss Salem" von Stephen King. Von da an war mein Interesse geweckt und ich begann, mehr darüber zu lernen. Damals noch altmodisch in einer Bibliothek, bevor dann auch bei uns zu Hause das Internet einzog. Im Sommer 2016 schaffte ich es dann endlich persönlich nach Salem, so dass ich euch mein vor Ort erworbenes Wissen gleich weitergeben kann.

Was genau ist damals eigentlich geschehen? Wie konnte es zu dieser Hysterie kommen, die so viele Menschen ihr Leben kostete? Wie geht man in Salem heute damit um? Und wo begegnet uns diese Geschichte in Serie und Film? Mit all diesen Themen wird sich dieser Artikel befassen.


Die Hexenprozesse von Salem


Um Salem zu verstehen, ist ein bisschen Vorwissen nötig. Ich habe mich bemüht, dies so kurz wie möglich zu halten. Was genau eine Hexe ist, wie diese Ansichten geografisch und historisch variieren, würde nach einem eigenen Artikel verlangen, aus diesem Grund verzichte in an dieser Stelle auf genauere Ausführungen.


Salem: Eine Stadt und ein Dorf im Konflikt

Um zu verstehen, wie es in Salem zur Hexenjagd kommen konnte, muss man sich kurz mit der Geschichte der damaligen Stadt auseinandersetzen. Salem war eine puritanische Siedlung, die Menschen kamen aus England, um in der neuen Welt ihrem strikten Glauben nachzugehen. Vereinfacht gesagt sollte sich streng an die Bibel gehalten werden. Die Kirchen waren schmucklos, der Sonntag war ein festgeschriebener Ruhetag. In einer so geprägten Gesellschaft standen Frauen im Ansehen weit unter den Männern. Zwar beflügelten einige Ideen der Puritaner, wie beispielsweise das Mitspracherecht der Bevölkerung in Regierungsangelegenheiten, die spätere Demokratie. Doch in Neuengland hatte die Gesellschaft zunächst mit anderen Problemen zu kämpfen. Während das damalige Salem Town am Meer lag und immerhin Handel treiben konnte, war das im Inland gelegene Salem Village von den meisten Möglichkeiten, den eigenen, schlechteren Stand zu verbessern, abgeschnitten.
Ein Karte des damaligen Salem. © Common License
1689 führte ein Krieg zwischen England und Frankreich in den amerikanischen Kolonien dazu, dass zahlreiche Menschen die vom Krieg heimgesuchten Gebiete verließen. Viele von ihnen landeten in Salem Village und die dort sowieso schon knappen Ressourcen wurden arg strapaziert. Familien, die vom Handel im Hafen von Salem Town profitierten und Familien, die auf den Ackerbau angewiesen waren, sahen sich noch stärker als Rivalen an, als es zuvor bereits der Fall war. In den gleichen Zeitraum fiel außerdem eine kleine Pockenepidemie. Auch die wiederholten Angriffe der amerikanischen Ureinwohner auf die Dörfer setzten den Puritanern zu. Und zuvor, im Jahr 1684, wurde die Royal Charta, also die Erlaubnis des britischen Königs, in Massachusetts Land zu besitzen, entzogen. Mit diesem Entzug breitete sich Ungewissheit aus. 1691 sprachen die neuen Herrscher in England, Mary und William (Oranien) eine neue Charta aus. Diese beinhaltete mehrere antireligiöse Punkte, was die Puritaner verunsicherte. Außerdem wurden verschiedene Kolonien zu einer zusammengelegt, darunter auch die Massachusetts Bay Colony, in der Salem lag.

Im gleichen Jahr wurde der strenge Prediger Samuel Parris zum Leiter der Gemeinde in Salem Village ernannt. Er war unbeliebt, da er als zu streng und außerdem gierig galt. Die Bewohner von Salem führten die anhaltenden Streitigkeiten und die unsichere Lage schnell auf den Teufel zurück. Samuel Parris legte seinerseits den Schwerpunkt seiner Predigten auf genau diesen Aspekt und sprach immer wieder vom Kampf Gottes gegen den Teufel. Was dann ausbrach, ist ein Paradebeispiel für Massenhysterie.

Die Hexenverfolgungen von Salem

Um den Januar 1692 herum begannen Elizabeth Parris, die neunjährige Tochter von Reverend Parris, und seine elfjährige Nichte Abigail Williams unter seltsamen Anfällen zu leiden. Aufzeichnungen aus der damaligen Zeit berichten von Verrenkungen, Schreien und ungewöhnlichen Geräuschen, welche die Mädchen von sich gaben. Kein Arzt konnte medizinisch erklären, was vor sich ging. William Griggs, ein lokaler Arzt, schloss alle anderen Möglichkeiten aus und vermutete, dass der Teufel Besitz von den beiden Mädchen ergriffen haben musste. Die elfjährige Ann Putnam litt unter den gleichen Symptomen. Samuel Parris griff diese mögliche Erklärung dankbar auf und predigte, dass eine ganze Armee von Teufeln in Salem einfallen wollte. Da die Gemeinde, insbesondere die befallenen Mädchen, sich gegen die Annäherungsversuche des Teufels gewehrt hätten, würden nun dessen willige Handlanger, die Hexen, geschickt. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass ein Mutterkornpilz für die Anfälle der Kinder verantwortlich sein könnte.
Lithografie der Hexenprozesse © Baker, Joseph E
Unter dem Druck der beiden Magistraten John Hathorne und Jonathan Corwin benannten die befallenen Mädchen schließlich drei Frauen, die sich der Hexerei schuldig gemacht haben sollen. Sarah Good, eine obdachlose Bettlerin, die angeblich oft Selbstgespräche führte, Sarah Osborne, eine alte Dame, die angeblich ihre Kinder aus erster Ehe um ihr Erbe gebracht hatte, und Tituba, die Sklavin von Samuel Parris, die aus der Karibik stammte. Ab dem 1. März wurden alle drei Frauen lang und ausgiebig befragt. Good und Osborne stritten die Vorwürfe ab. Tituba gab allerdings zu, dass der Teufel zu ihr kam und sie in seinen Dienst nehmen wollte, und dass sie das Angebot angenommen habe. Sie gab außerdem an, dass viele weitere Hexen die Puritaner angreifen wollten. Der Grundstein für die Hysterie war somit gelegt.

In den nächsten Monaten folgten zahlreiche Anschuldigungen. Jeder konnte beschuldigt werden, selbst treue Kirchenmitgliedschaft war kein Schutz. Besonders problematisch war die Tatsache, dass spektrale Beweise zugelassen wurden. Jeder konnte behaupten, er habe beispielsweise die geisterhafte Gestalt eines Gemeindemitgliedes (teilweise auch in Tierform) nachts in seinem Zimmer gesehen oder von einer Person geträumt, die ihm etwas antun wollte. So konnten auch Personen beschuldigt werden, die sich zum vermeintlichen Tatzeitpunkt ganz woanders aufhielten.
"Tituba and the Children" © Fredericks / Winham
Mit den Anschuldigungen wurde ein spezielles Gericht einberufen. Dort wurden die Beschuldigten angehört, bevor über ihre Schuld entschieden wurde. Bridget Bishop war die Erste, die vor diesem Gericht aussagen musste. In Salem war sie sowohl für ihre Vorliebe für das Verbreiten von Gerüchten sowie auch für das pflegen zahlreicher sexueller Kontakte bekannt. Obwohl sie ihre Unschuld beteuerte, wurde sie für schuldig befunden und am 10. Juni 1692 gehängt. Fünf Tage später meldete sich Cotton Mather, ein hoch angesehener Kirchenvertreter, zu Wort und verlangte, dass spektrale Beweise nicht zulässig sein sollten. In Salem ignorierte man sein Schreiben an das Gericht. Im Juli und August wurden je fünf Menschen gehängt, neun fanden im September ihr vorzeitiges Ende am Galgen.
Governor Phips © T. Child / Common License
Am 3. Oktober 1692 meldete sich Increase Mather, ein puritanischer Pfarrer und Leiter des Harvard College, zu Wort. Wie schon sein Sohn forderte auch er, dass spektrale Beweise nicht zulässig sein sollten. Lieber sollen zehn Hexen entkommen, als dass auch nur eine unschuldige Person getötet würde. Kurze Zeit später wurde die Frau des Governor Phips ebenfalls der Hexerei beschuldigt. Plötzlich war er persönlich betroffen und handelte entsprechend. Er löste das Gericht auf, verbot weitere Festnahmen und ließ zahlreiche Beschuldigte frei. Stattdessen wurde ein Gericht einberufen, in dem spektrale Beweise nicht mehr zulässig waren. Dort mussten sich insgesamt 56 Beschuldigte verteidigen, drei wurden schuldig gesprochen.
 Ein Teil des Monuments in Salem. © Sandra Scholz
Im Mai 1963 wurden schließlich alle Inhaftierten von den Anschuldigungen freigesprochen. Zu diesem Zeitpunkt wurden 19 Menschen gehängt. Giles Corey, das 20. Todesopfer, ist bis heute der einzige bekannte Fall in der amerikanischen Geschichte, in der ein Angeklagter zu Tode gepresst wurde. Er verweigerte die Aussage. Nach damaliger Gesetzgebung musste aber eine Aussage gemacht werden, der oder die Angeklagte musste auf schuldig oder unschuldig plädieren. Es galt also, Giles Corey zur Aussage zu bringen. Und dafür gab es einen vorgeschriebenen Weg. Man brachte ihn auf ein Feld, zog ihn aus und legte ihn in eine Grube. Dann wurde ein Holzbrett auf seinen Körper gelegt, welches nach und nach mit Felsen und Steinen beladen wurde. Schriften aus der Zeit zufolge forderte er jedes Mal nach mehr Gewichten, wenn jemand ihn zu einer Aussage bringen wollte, bis er nach drei Tagen schließlich verstarb. Im Verlauf der Prozesse starben zudem fünf weitere Menschen im Gefängnis. Zwei Hunde starben ebenfalls, da sie Hexerei zum Opfer fielen oder diese sogar ausgeübt haben sollen.
Eines der alten Häuser in Salem. © Sandra Scholz
Für eine Weile kehrte Stille in Salem ein. Im Januar 1697 ordnete das Gericht einen Fastentag an, die Einwohner sollten darüber nachdenken, was geschehen war. 1702 wurden die Gerichtsverfahren für ungesetzlich erklärt. Neun Jahre später, 1711, verabschiedete die Kolonie ein Gesetz, mit dem die Namen der Beschuldigten reingewaschen wurden. Ihren Hinterbliebenen wurde eine relativ große Summe Geld als Entschädigung gezahlt. Erst 1957 entschuldigte sich Massachusetts formal für die Verbrechen, die vor 250 Jahren begangen wurden. Zum dreihundertsten Jahrestag im Jahre 1992 wurde das Witch Trials Memorial in Salem eingeweiht.

Salem Heute


Wer Salem heute besuchen möchte, der steht zunächst einmal vor der Entscheidung, welchen Teil der Stadt sie oder er zuerst besuchen will. Denn das "alte" Salem, dort wo die Hysterie ihren Anfang nahm, heißt heute Danvers. Mit dem Auto sind es allerdings nur wenige Minuten vom heutigen Salem aus bis dorthin. Danvers scheint sich als Stadt nicht besonders viel Mühe damit zu geben, das Thema irgendwie aufzuarbeiten. An einigen Häusern werdet ihr kleine Gedenkplaketten finden, auf denen steht, wer zur damaligen Zeit dort wohnte. Ein großes Denkmal ist ebenfalls aufgebaut. Das mit Abstand interessanteste Bauwerk ist allerdings das Rebecca Nurse Homestead. Rebecca wurde während der Hexenprozesse angeklagt und hingerichtet, auf dem Gelände kann ihr Haus, der private Friedhof der Familie Nurse sowie der Nachbau einer Scheune, die als Versammlungstreffpunkt für Dorfangelegenheiten genutzt wurde, besucht werden.
Das Denkmal im heutigen Danvers. © Sandra Scholz
Salem selbst ist eine Art Sammelbecken für alles, was irgendwie mit Hexerei zu tun hat. Wer es historisch angehen will, der findet im Besucher-Informationscenter zahlreiche Bücher zum Thema. Ein gut aufgearbeiteter Film wird dort ebenfalls regelmäßig gezeigt. Das, was heute Salem ist, war damals der Ort, an dem einige der Prozesse stattgefunden haben. Dementsprechend finden sich auch hier zahlreiche Häuser mit Plaketten, in denen beispielsweise Richter lebten. Auch das alte Gefängnis kann zumindest von Außen begutachtet werden. Ein eindrucksvolles Monument neben dem Friedhof an der Charter Street regt zum Nachdenken in aller Stille an.
Das Denkmal in Salem. © Sandra Scholz
Eine Vielzahl von Touren, meistens gegen Abend, wenn es dunkel wird, geben Einblick in die Vergangenheit der kleinen Stadt. Bei meinem Besuch in Salem entschieden mein Partner und ich uns für die "Hocus Pocus" Tour. Susan, welche die Tour gemeinsam mit ihrem Mann durchführt, hat nicht nur unendlich viel Wissen rund um die Prozesse und die einzelnen Opfer sowie die wichtigsten Orte in der Stadt, sie ist auch ein erklärter Filmfanatiker (daher auch der Name der Tour, einige Szenen aus "Hocus Pocus" wurden in Salem gedreht) und lässt sich nach der Tour gerne auf Gespräche ein. Die 90 Minuten mit den beiden kann ich jedem Besucher wirklich ans Herz legen. Die zwei sind auch nicht auf Klamauk aus, sondern präsentieren das Thema mit der angebrachten Ernsthaftigkeit.

Ansonsten ist Salem natürlich, wie bereits erwähnt, eine Anlaufstelle für alle, die sich für Magie interessieren. Zahlreiche Geschäfte, die meisten davon konzentriert auf der Essex Street, verkaufen euch allerhand magische Utensilien, von Ketten über magische Steine bis hin zu vorgefertigten Zaubersprüchen, magischen Beuteln, Büchern und Ritualdolchen wird man hier fündig. Einige Inhaber blicken auch in eure Zukunft, so dies denn gewünscht ist, oder lesen in euren Händen. Viele sind aber auch einfach nur für ein Gespräch offen. Viele kleine Cafés und Restaurants runden das Stadtbild ab. Einige Museen gibt es ebenfalls. Besucht habe ich davon allerdings keines, da ich die Stadt lieber auf eigene Faust erkunden wollte und nur ein Tag für Danvers und Salem eingeplant war.

Salem in der Populärkultur

 

Ein dermaßen einschneidendes Ereignis zieht natürlich seine Spuren in der Medienwelt nach sich. Nachfolgend findet ihr einige Filme und Serien, die sich in irgendeiner Form mit dem Thema befassen. Wenn ihr weitere Anschautipps habt, hinterlasst sie doch gerne in den Kommentaren.

Filme

  • Hexenjagd / The Crucible (1996): Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Arthur Miller, mit Daniel Day-Lewis und Winona Ryder in den Hauptrollen. Erzählt die Abläufe der Hexenprozesse, war für vier Academy Awards nominiert. 
  • Maid of Salem (1937): Eine junge Frau namens Barbara Clarke hat eine Affäre mit einem Abenteurer. Dies sorgt für Aufruhr bei den anderen Einwohnern von Salem und sie beschuldigen Barbara der Hexerei. 
  • Hocus Pocus (1993): Bette Midler, Sarah Jessica Parker und Kathy Najimy werden 300 Jahre nach ihrer Exekution als Hexen im modernen Salem wieder zum Leben erweckt.
  • The Lords of Salem (2012): Heidi arbeitet als DJ bei einem Radiosender in Salem. Als ihr eine Schallplatte mit seltsamer Musik zugestellt wird, entfalten sich unerklärliche Dinge, die Heidie immer näher an den Abgrund rutschen lassen. 
  • The Witch (2015): Eine puritanische Familie wird von übernatürlichen Ereignissen heimgesucht und zerbricht daran.  
Anya Taylor-Joy in "The Witch" © Universal

Serien

  • Charmed: In der vierten Folge der dritten Staffel, "All Halliwell's Eve", reisen die Schwestern zurück in das 17. Jahrhundert. Ihre Vorfahrin, Melinda Warren, wird zu dieser Zeit geboren, sie begründet die Linie, der auch die Schwestern entstammen. 
  • Bewitched: Die Serie lief von 1964 bis 1972 in den USA und handelte von Samantha, einer Hexe, die mit einem normalen Menschen verheiratet war. Sechs Folgen der siebten Staffel wurden in Salem gedreht, dort steht heute auch eine Statue von Samantha. In diesen Folgen reist sie in der Zeit zurück zu den Hexenprozessen
  • Die Simpsons: "Treehouse of Horror VIII" aus der achten Staffel zeigt die Prozesse im Segment "Easy Bake Coven". Marge wird als Hexe beschuldigt und erfindet mit ihren Schwestern im Anschluss Halloween.
  • Sabrina: Neben der Katze namens Salem besucht Sabrina in der 23. Folge der ersten Staffel die Stadt Salem, um die Hexenprozesse nachzuspielen. Im Original heißt die Episode "The Crucible".
  • The Vampire Diaries: Eine der Hauptfiguren stammt direkt von den Salem-Hexen ab. 
  • Salem: Die Serie erzählt die Ereignisse nach, allerdings mit einem deutlichen Schwerpunkt auf fantastische Elemente und weniger mit Fokus auf die historischen Ereignisse.
Janet Montgomery und Ashley Madekwe in "Salem" © WGN

Was wir aus Salem lernen können


Massenhysterie und der Wunsch, in belastenden Zeiten einen Schuldigen zu finden, sind vermutlich der Cocktail, aus dem heraus die Ereignisse in Salem überhaupt erst möglich wurden. Jahre später veröffentliche Arthur Miller sein Stück "The Crucible" und erzählte die Geschichte der Hexenprozesse zu einer Zeit, in der die Angst vor dem Kommunismus in den USA ihren Höhepunkt erreichte. Sicher keine zufällige Parallele. Heute ist der Begriff der McCarthy Ära unzertrennbar mit dieser Panik verknüpft. Und bis heute ist der Begriff der "Hexenjagd" geläufig, regelmäßig begegnet er uns in den Nachrichten und sozialen Netzwerken. Lassen sich solche Ereignisse verhindern? Wer kann das schon sagen. Es kann aber sicher nicht schaden, Fakten den Vorzug vor blindem Fanatismus zu geben und tolerant zu sein, dort, wo es möglich und moralisch vertretbar ist, auch wenn etwas nicht in unser eigenes Weltbild passt. Und wir sollten lernen, aufzustehen und etwas zu sagen, wenn wir merken, dass Unrecht passiert. Denn wenn mich persönlich Salem und die Geschichte als solches etwas gelehrt hat, dann dies: Wenn die Mehrheit schweigt oder mitläuft und Unrecht toleriert, dann leiden früher oder später Minderheiten und zahlen zu oft, auch heute noch, mit ihrem Leben.

Kommentare:

  1. Als ich in Boston war, hatte ich noch kurz überlegt einen Abstecher nach Salem zu machen. Da wir aber einen ziemlich engen Zeitplan hatten, haben wir das dann verworfen. Vielleicht ja beim nächsten Besuch...

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    1. Ich kann einen Besuch wirklich empfehlen, Salem ist eine ganz tolle, lebendige Stadt.

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