Muggel auf Reisen: Die Harry Potter Studio Tour in London

Ollivanders Laden in der Winkelgasse © Sandra Scholz
Im Winter 2016 konnte ich endlich einen riesigen Eintrag von meiner endlosen "Dinge, die ich gesehen haben muss, weil ich sonst für den Rest meines Lebens unglücklich sein werden" Liste streichen. Und nein, ich bin absolut gar kein bisschen Drama-Queen, wenn es um Fandoms aller Art geht. Worum es geht, verrät euch ja schon der Titel. Die Harry Potter Studio Tour liegt etwas außerhalb von London und ist, das kann man so sagen, für Fans der Filme und Bücher wirklich absolut empfehlenswert. Ich habe euch einen kleinen Guide zusammengestellt, der euch das Wichtigste rund um die Tour verrät. Und natürlich habe ich euch jede Menge Fotos mitgebracht. Also, die Zauberstäbe zur Hand und "Alohomora" gesagt, und schon könnt ihr in eine magischen Welt eintreten.


Reisevorbereitungen - Accio Tickets!


Es empfiehlt sich, die Tickets mit ordentlich Spielraum weit im Voraus zu buchen. Spontan sein lohnt sich an dieser Stelle ausnahmsweise mal nicht, denn meistens sind die Karten rund einen Monat im Voraus ausgebucht. Tickets gibt es am besten gleich auf der Homepage. Wer sein Glück vor Ort versuchen will, dem hilft wohl nicht mal eine extra große Portion Felix Felicis, denn die Karten sind nur online erhältlich. Persönlich würde ich auch von dubiosen Kombipaketen mit Anreise abraten. Auf den Tickets ist neben dem Datum auch eine Uhrzeit angegeben. Es empfiehlt sich, ein gutes Stück vorher am Gelände zu sein. Denn die Tickets müssen zunächst abgeholt werden, und dann ist Schlange stehen angesagt. Hier gilt: Je früher die Tour gebucht wurde, desto weniger heftig ist der Andrang. Auf den Audioguide, der mit Extrakosten verbunden ist, kann getrost verzichtet werden, die Tour erklärt sich mit Hilfe von Infotafeln und kleinen Filmen recht gut selbst. Und die Sets sollte man als Besucher ja eigentlich sowieso kennen.

Schwingt euch auf die Besen - Die Anreise

Vor dem Studio warten die Schachfiguren © Sandra Scholz
Die heiligen Hallen liegen etwas außerhalb von London bei Leavesden. Etwas mehr als 32 Kilometer trennen sie von der Innenstadt. Dementsprechend gibt es gleich mehrere Wege, um anzureisen.

Wer mit dem Auto anreist kann sowohl die M1 als auch die M25 nutzen. Junction 6 der M1 oder Junction 20 der M25 liegen jeweils weniger als fünf Kilometer von den Studios entfernt, die Wege sind gut ausgeschildert. Parkplätze stehen am Studio kostenlos zur Verfügung.
Den Shuttlebus kann man nicht übersehen. © Sandra Scholz
Mit der Bahn lässt sich ebenfalls ganz leicht anreisen. Watford Junction wird vom Bahnhof Euston sowohl mit der Overground als auch mit regulären Zügen angefahren. Die Overground braucht eine Weile, ist dafür aber auch recht günstig. Mit dem Zug ist man in rund 15 Minuten vor Ort, das Hin- und Rückfahrticket kostet etwa 11 Pfund. Von Watford Junction aus fährt ein Shuttlebus zu den Studios. Die Karte inklusive Rückfahrt kostet 2,50 Pfund. Der Bus fährt direkt vor dem Haupteingang des Bahnhofes und ist definitiv nicht zu übersehen.

Willkommen in Hogwarts - Die Tour

In der Wartehalle sind schon einige Requisiten zu sehen. © Sandra Scholz
Nach der Anreise holt man sich am Eingang fix die Tickets ab. Diese kommen mit verschiedenen Szenen aufgedruckt und sind ein ganz klarer Fall für die Sammelkiste für besonders schöne Eintrittskarten. Dann geht es durch eine Taschenkontrolle. Hier sollte man bereits ein bisschen Zeit einplanen, denn bereits morgens um kurz nach 9 war die Schlange recht groß. Im Inneren gibt es erste Requisiten zu bestaunen, dazu hängen überall Bilder der Schauspieler.
Riesengroße Bilder verschönern die Wände. © Sandra Scholz
Dann ist wieder Schlange stehen angesagt. Vorbei an einem ersten, sehr kleinen Set, geht es in einen großen Raum. Dort bereitet ein Tourguide die Besucher auf die Tour vor. Weiter geht es in ein Kino (sichert euch einen Sitz in der ersten Reihe, vertraut mir in dieser Sache), wo es einen kurzen Film über die Dreharbeiten zu sehen gibt. Und dann beginnt die Tour endlich.
Das vermutlich kleinste Set während aller Dreharbeiten. © Sandra Scholz

Der obere Teil des Tores zur großen Halle. © Sandra Scholz
Und so sieht sie von innen aus. © Sandra Scholz

Durch die große Tür geht es in das wohl eindrucksvollste aller Sets: Die große Halle von Hogwarts. Bei meinem Besuch im Winter war alles auf das Yulfest eingestellt. Die Tische waren reichlich gedeckt.
Schon hungrig? © Sandra Scholz

Gryffindor und Hufflepuff teilen sich den Tisch. © Sandra Scholz
Für jedes Haus stehen Kostüme der bekanntesten Vertreter bereit. Als überzeugter Hufflepuff freute ich mich besonders über die Roben von Cedric Diggory.
#HufflepuffPride © Sandra Scholz
Ganz am Ende der Halle können die bekanntesten Kostüme der verschiedenen Lehrer bewundert werden. Auch die Maschine zum Zählen der Punkte beim Hauspokal ist anwesend.
Die Lehrer aus Hogwarts. © Sandra Scholz
Danach geht es weiter durch verschiedene Sets. Sie wurden alle in der Halle des Studios gebaut, die Requisiten wurden gekauft und nicht, wie sonst üblich, gemietet. Bei insgesamt acht Filmen hat sich das finanziell eher gelohnt, und so gibt es wirklich unglaublich viele Dinge während der Tour zu bewundern. Ich lasse an dieser Stelle einfach mal Bilder sprechen.
Yulball Kostüme © Sandra Scholz

Getränke für den Yulball © Sandra Scholz

Schokoladenbuffet © Sandra Scholz

Der Schlafraum der Gryffindor-Jungs © Sandra Scholz

Der Schlafraum der Gryffindor-Jungs © Sandra Scholz

Das Klassenzimmer für Zaubertränke © Sandra Scholz
Das Klassenzimmer für Zaubertränke © Sandra Scholz

Detailaufnahme aus dem Klassenzimmer für Zaubertränke © Sandra Scholz

Snapes Kostüm © Sandra Scholz

Der Stein der Weisen © Sandra Scholz

Der Kristallkelch © Sandra Scholz

Requisite aus "Harry Potter und der Halbblutprinz" © Sandra Scholz

Der Wohnraum der Gryffindors © Sandra Scholz

Bekleidung von Mitgliedern des Orden des Phönix © Sandra Scholz

Dumbledores Büroeingang © Sandra Scholz

Erinnerungen © Sandra Scholz

Nahaufnahme der Erinnerungen © Sandra Scholz

Dumbledores Büroinklusive Sprechendem Hut © Sandra Scholz

Innenansicht von Hagrids Hütte © Sandra Scholz

Der Eingang zur Kammer © Sandra Scholz

Die Küche der Weasleys © Sandra Scholz

Umbridges Büro © Sandra Scholz


Außendrehorte


Nach dem Backlot Cafe in der Mitte der Tour gibt es ein paar Sets, die sozusagen in einem Hinterhof gebaut wurden. Der Fahrende Ritter, Privet Drive, das Haus der Potters und die Brücke von Hogwarts sind so zum Greifen nah. 
Der fahrende Ritter © Sandra Scholz

Der Privet Drive © Sandra Scholz

Das Haus der Potters © Sandra Scholz

Technisches und Kreaturen und die Magie hinter der Kamera

Nach dem Intermezzo an der frischen Luft beschäftigt sich die zweite Hälfte der Tour mit eher technischen Aspekten. Einzelne Masken sind hier zu sehen, man erfährt wie Dinge hergestellt wurden, wie sie vor der Kamera zum Leben erweckt wurden und so weiter. Den krönenden Abschluss bildet ein gigantisches Hogwarts-Modell. Im Winter ist es dazu noch komplett eingeschneit und gleich noch ein Stück verträumter, als es eh schon der Fall wäre.
Fawkes © Sandra Scholz

Bissiges Buch © Sandra Scholz

Thestrale © Sandra Scholz

Dobby © Sandra Scholz

Seidenschnabel © Sandra Scholz

Die Winkelgasse. © Sandra Scholz

Die Winkelgasse. © Sandra Scholz

Die Winkelgasse. © Sandra Scholz

Die Winkelgasse. © Sandra Scholz

Leider hat er doch keine Baby Niffler verkauft. © Sandra Scholz

Das Hogwarts-Modell in seiner ganzen Pracht. © Sandra Scholz

Detailaufnahme des riesigen Hogwarts-Modell. © Sandra Scholz

Detailaufnahme des riesigen Hogwarts-Modell. © Sandra Scholz

Revelio - Versteckte Kosten 


Der wohl berühmteste Zug der Welt. © Sandra Scholz
Während der Tour gibt es verschiedene Möglichkeiten, Fotos und kurze Filme machen zu lassen. Unter anderem kann auf einem Besen geritten werden. Die Möglichkeit, die Kulissen vor dem GreenScreen zu benutzen ist an sich gratis. Doch wer im Anschluss ein Foto mit heimnehmen will, der darf pro Bild 14 Pfund hinlegen. Die kurzen Filme kosten gar 25 Pfund. Vor allem für Familien mit Kindern dürfte dies recht schnell zu Buche schlagen.

Nach der Tour - Wo hab ich nur die Tasche mit dem unsichtbaren Ausdehnungszauber gelassen?


Auf der Höhe des Hogwarts Express Sets gibt es einen thematisch passenden Souvenirshop. Ich würde euch allerdings empfehlen, bis zum Ende der Tour zu warten. Dort befindet sich nämlich der vermutlich größte Merchandise Laden überhaupt. Falls ihr, so wie ich, im Angesicht von besonders tollen Fanartikeln komplett überreagiert, dann nehmt bitte irgendjemanden mit, der euch euer Geld wegnimmt. Ansonsten: Ja, die Schokofrösche sind ihre neun Pfund vollkommen wert, und ja verdammt! Man braucht unbedingt einen Zauberstab und einen Schal und drei Pullover, eine Plüscheule und diversen Schmuck sowie diverse Repliken von allerhand Requisiten. Nach 30 Minuten in diesem Laden kann ich behaupten: Es gibt eigentlich nichts, was man dort nicht kaufen kann. Vorher ein bisschen sparen lohnt also, und genug Platz im Gepäck sollte ebenfalls eingeplant werden. Ihr dürft übrigens in den Studios so viel fotografieren, wie ihr möchtet. So kann man das eine oder andere schöne Souvenir in Bildform mit nach Hause nehmen. 

Butterbier und andere Futterquellen


Falls ihr nicht gerade mit den Koch-Zauberfähigkeiten einer Molly Weasley oder Helga Hufflepuff ausgestattet seid, und nicht so organisiert wie Hermine daherkommt und Essen eingepackt habt (was ihr theoretisch dürftet, niemand nimmt euch Essen oder Getränke vor der Tour weg), so gibt es Verpflegung vor Ort.

Im Eingangsbereich gibt es neben einer kleinen Starbucks Filiale noch ein Cafe. Dort gibt es neben süßen Snacks auch allerlei aus dem Fast Food Sektor. Die Preise sind recht hoch angesetzt, die Portionen überzeugen für ihr Geld jedenfalls nicht. Und generell sollten die Ansprüche an das gastronomische Angebot etwas zurückgeschraubt werden.
Süß, gewöhnungsbedürftig und dann lecker: Butterbier. © Sandra Scholz
In der Mitte der Tour befindet sich das Backlot Cafe. Dort gibt es prinzipiell die gleichen Gerichte wie im Eingangsbereich. Allerdings kann hier auch das wohl bekannteste Getränk aus Buch und Film probiert werden: Butterbier. Egal ob im normalen, unscheinbaren Plastikbecher, oder in einem der etwas schöner gestalteten Souvenirbecher: Mich konnte das Getränk überzeugen. Vom Geschmack her erinnert es an Cream Soda, ein wenig süß und mit Kohlensäure. Dieser Teil des Getränks ist übrigens auch frei von Milchprodukten. Obendrauf kommt dann eine Art dicker, kompakter Schaum, der ebenfalls sehr süßlich schmeckt. Für Süßschnäbel wie mich also vermutlich das perfekte Getränk, für alle anderen dürfte es eher gewöhnungsbedürftig sein.

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar Eindrücke der Tour vermitteln. Wart ihr vielleicht selbst schon dort, oder würdet ihr gerne mal hin? Habt ihr weitere Geheimtipps für die Tour? Lasst doch einen Kommentar da und teilt euer Wissen!

Kommentare:

  1. Hi, ich habe gerade deinen Blog entdeckt, da du mir auf Twitter gefolgt bist. Ein toller Bericht und super bebildert. Ich muss gestehen, ich bin nicht mehr so der große Harry Potter-Fan. Als die Bücher erschienen sind war ich schon im Teenager-Alter und habe die ersten auch alle binnen kürzester Zeit verschlungen. Mir war es dann aber nach fünf Bänden zu monoton, da immer der Bösewicht auf andere Art zurückkehrte und am Ende alles wieder gut war - irgendwie zumindest.

    Trotzdem hat der Bericht Spaß gemacht und dank der tollen Aufnahmen kann man sich wirklich ein gutes Bild von dem Ort machen. Ich glaube, da mag jeder Harry Potter-Fan gern hin und nach dem Bericht kann ich auch gut nachvollziehen warum. In den Anfangszeiten von Harry Potter wäre dieses Reiseziel für mich wohl auch ein absoluter Traum gewesen, den ich mir irgendwann hätte erfüllen wollen. *g*

    Ich freue mich schon, hier jetzt öfter zu stöbern. Danke für dein Follow. Sonst wäre mir diese tolle Seite vielleicht auf ewig entgangen. :)

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    1. Willkommen an Bord, und danke für deine lieben Worte :)

      Bei mir gab es zwischendurch auch mal eine Potter-Pause. Ich weiß gar nicht so genau, warum, aber zwischendurch ist es einfach aus dem Blickfeld verschwunden. Dann kam es plötzlich aber so richtig heftig zurück. Die Studio Tour lohnt sich scheinbar auch immer wieder, sie erweitern dauernd die Ausstellung. Vor kurzem kam der Verbotene Wald hinzu und ich schätze, ich muss dann bald mal wieder nach London :)

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  2. Ui das steht auch noch ganz oben auf meiner Travel Bucket List! Ich bin ein megariesengroßer Harry Potter-Fan und werde voraussichtlich diesen Winter noch nach London fliegen. Dank diesem Bericht bin ich noch aufgeregter haha. LG Sarah :)

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